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© Henning Larsen Architects
Architektonische Kieselsteine am Strand des Schwarzen Meers: Wettbewerbsbeitrag für das Aquarium in Batumi / Georgien (1. Preis, 2010)
© Henning Larsen Architects

Zoobauten. Handbuch und Planungshilfe

© Maciej Lulko
Zoo Wrocław: in Nachbarschaft zu einer Architekturikone© Maciej Lulko
© Maciej Lulko

Ein neues Buch beschäftigt sich mit den Besonderheiten von zoologischen Gärten und Tierparks.

Zoologische Gärten und Tierparks gehören zu den meistbesuchten Kultur- und Freizeiteinrichtungen überhaupt: Allein in Deutschland besuchen etwa 40 mal mehr Menschen einen Zoo als ein Museum. Doch während Kulturbauten wie Theater oder Museen Schlagzeilen füllen, war die Architektur für Tiere und ihre Besucher bisher nur eine Randnotiz wert. Auch die Fachliteratur hat dieses Thema lange ignoriert. Das änderte sich, als Natascha Meuser mit „Architektur im Zoo“ erstmals seit den Sechzigerjahren eine wissenschaftliche Zusammenschau des Bauens für Tiere vorlegte.

Nun ist die zweite, erweiterte und stärker auf die Praxis ausgerichtete Auflage unter dem Titel „Zoobauten“ in der Reihe Handbuch und Planungshilfe erschienen. Die zuvor dreißig zeitgenössischen Zoogebäude für Elefanten, Primaten und Großkatzen wurden um zwanzig weitere ergänzt und einer detaillierten Analyse unterzogen. Das typologische Spektrum erweitert sich so um Bauten für Giraffen, Wasserwelten, Polarwelten, Tropische Welten und Ausstellungsbauten. Zudem gibt es zwei praxisorientierte Gastbeiträge von Fachautoren zum Thema Flächentragwerke.

Beibehalten wurde die thematische Einführung unter architekturtheoretischen, baugeschichtlichen und bautypologischen Aspekten: Anhand von fünf Generationen von Zoobauten zeigt die Autorin auf, dass in der Architektur seit dem ersten wissenschaftlich geführten Zoo stets auch gesellschaftliche Wertvorstellungen im Zusammenleben von Mensch und Tier ablesbar geblieben sind. Neben der Dokumentation von dreißig stilbildenden historischen Zoobauten vermitteln maßstäbliche Grundrisse, Ansichten und Schnitte sowie großformatige Fotos tiefe Einblicke und machen das Buch zu einem Referenzwerk über Entwurf, Planung und Bau von Tierhäusern in Zoologischen Gärten. Zehn Entwurfsparameter können zudem als Leitfaden für die Planung eines Zoogebäudes dienen.

Diese Publikation will dazu beitragen, dass Gebäude entstehen, die sowohl den Bedürfnissen der Tiere und ihrer Pfleger als auch den Besuchern – und damit dem Zoo insgesamt – gerecht werden. Sie ist eine Planungshilfe für Architekten und zugleich eine notwendige wissenschaftliche Aufarbeitung eines lange vernachlässigten Themas. Ergänzend dazu ist der Sammelband „Architektur und Zoologie. Quellentexte zur Zooarchitektur“ derselben Autorin erhältlich, der einen ideengeschichtlichen Hintergrund zu diesem Buch liefert.

Zoobauten. Handbuch und Planungshilfe. Von Natascha Meuser. Berlin 2018. DOM publishers

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Luftaufnahme des komplett neu geplanten Parc zoologique de Paris, Architekt: Bernard Tschumi urbanistes Architectes mit Véronique Descharrières (2014)
© Véronique Descharrières Architecte
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Bild: © Boltshauser Architekten
Im dänischen Zoo Givskud hat BIG einen kreisförmigen Platz entworfen, der die Besucher spiralförmig aufnimmt und auf die angrenzenden Bereiche, die Kontinente repräsentieren, verteilt.
© Bjarke Ingels Group
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© Zaha Hadid Architects
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© TN Plus / Beckmann-N’Thépé / Intarsia
Höhlengang mit Aussicht (Zoo Wuppertal)
© Natascha Meuser
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© Lucas Wahl
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Bild: © Natascha Meuser
Architektonische Kieselsteine am Strand des Schwarzen Meers: Wettbewerbsbeitrag für das Aquarium in Batumi / Georgien (1. Preis, 2010)
© Henning Larsen Architects
Edinburgh Zoo, Budongo Trail
Modell: © Proctor and Matthews Architects

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Interior Design

Wunderbar unsichtbar

Reif für die Koch-Insel. Schon längst ist die Küche ein Ort der Selbstverwirklichung, koste es, was es wolle. Sie ist sozusagen der neue Ferrari des...

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