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Mit dem in Bau befindlichen Bildungscampus Berresgasse wird das zweite Projekt aus der Reihe „Campus plus“ realisiert.
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Wiener Bildungsgrätzl

Schulen besser vernetzt.

In Wien-Brigittenau konnte Ende Mai ein weiteres Wiener Bildungsgrätzl Dach­gleiche feiern: Im Bereich Dietmayr­gasse-Spielmanngasse werden nach Plänen von CPPA Architekten zwei bestehende Volksschulen um vier zusätzliche Klassen erweitert und zusätzlich eine Neue Mittelschule mit 16 Klassen inklusive zwei Turnsälen errichtet. Damit werden die bestehenden Standorte um 9.100 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche erweitert und gleichzeitig auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit geschaffen. So werden die Klassen der Neuen Mittelschule den beiden bestehenden Volksschulen angeschlossen. Zusätzlich soll ein gemeinsames pädagogisches Profil für die gesamte Schullaufbahn von sechs bis 14 Jahren an einem Standort entwickelt werden. Darüber hinaus werden im neuen Bildungsgrätzl bestehende Kooperationen mit der Singschule, dem Kindergarten, dem Vienna Nachwuchszentrum und dem Hallenbad Brigittenau ausgebaut. Der Zubau und der Neubau wurden in Stahlbetonmassivbauweise errichtet. Für optimales Raumklima wird die „hybride Lüftung“ sorgen, eine Kombination aus geringer mechanischer und automatisierter natürlicher Lüftung über die Fensterflügel.

Währing: Wiens größtes Bildungsgrätzl
Die Idee des Bildungsgrätzls wird auch in Wien-Währing mit Begeisterung aufgenommen: Im neuen Währinger Bildungsgrätzl „Ebner-Inklusiv-Eschenbach“ arbeiten ab sofort mehrere öffentliche und private Bildungseinrichtungen zusammen. Im Mittelpunkt des Grätzls rund um den Ebner-­Eschenbach-Park steht das Verbindende, das „Inklusive“. Vernetzt werden dabei städtische und private Schulen und Kindergärten sowie sonderpädagogische Einrichtungen und Jugendbetreuung. Durch die gemeinsame Nutzung von Freiflächen und Sportplätzen soll das Miteinander im außerschulischen Alltag gefördert werden. Mit an Bord sind drei Kindergärten (Staudgasse, Paulinengasse, Simonygasse) und sieben Schulen (Schulgasse, Hans-Radl-Schule, Schopenhauerstraße, das Bundesgym­nasium Klostergasse sowie die Vienna Elementary School). Vereinbart ist auch die Kooperation mit Organisationen wie dem Fairplay-Team oder Molly’s Jugendtreff. Insgesamt werden vom neuen Bildungsgrätzl rund 2.000 Kinder und Jugendliche erfasst.

Vernetzung bestehender Bildungsstrukturen

An rund 90 Standorten in Wien liegen eine Volksschule und eine NMS nahe beisammen, an 20 Standorten ist auch ein städtischer Kindergarten in der Nähe. In den Bildungs­grätzln werden bestehende Bildungsstrukturen – speziell in dicht ver­bauten Gebieten – besser vernetzt. Durch Kooperationen von Kindergärten, Volksschulen, NMS, AHS und außer­schulischen Bildungseinrichtungen, die in eigenen Gebäuden, aber in räumlicher Nähe zueinander untergebracht sind, können die Schülerinnen und Schüler von dem besseren Angebot profitieren. Zugleich werden auch Verwaltungskosten eingespart.

Campus plus: Optimale Ressourcennutzung
Diese Bildungsgrätzln sind als Ergänzung zu den bestehenden und geplanten Bildungscampus-Standorten in Wien gedacht. Beim „Wiener Campusmodell“ werden Kindergarten-, Schul- und Freizeitpädagogik an einem Standort zusammengefasst. Dadurch können Ressourcen optimal genutzt werden. Auf Basis der bereits realisierten Bildungscampus-Projekte wurde das Konzept „Campus plus“ entwickelt. Dieses erweiterte Bildungscampus-Konzept zeichnet sich durch eine noch stärkere Vernetzung von Kindergarten-, Schul- und Freizeitpädagogik aus: Weitere Bildungspartner wie Musikschulen oder Jugendzentren werden im „Campus plus“ verstärkt eingebunden. Jeweils zwei Kindergartengruppen und vier Volksschulklassen werden zu einem Bildungsbereich zusammengefasst. In diesem ist auch eine Klasse für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder eine heil­pädagogische Gruppe untergebracht. Die Kinder halten sich dabei nicht ausschließlich in „ihrem“ Klassen- oder Gruppenraum auf, sondern können sich frei bewegen und beispielsweise selbstständig eine andere Gruppe besuchen oder das Angebot des multifunktionalen Bereiches nutzen.

Mit dem in Bau befindlichen Bildungscampus Berresgasse wird – nach dem Bildungscampus plus Friedrich Fexer – das zweite Projekt aus der Reihe „Campus plus“ realisiert. Das dritte „Campus plus“-Projekt ist der zweite Bildungscampus am Nordbahnhof, im Bereich Schweidlgasse / Bruno-­Marek-Allee / Leystraße. Dieses Bauvorhaben wurde vom Architekturbüro Klammer Zeleny ZT GmbH entworfen und geplant. Rund 1.800 Kinder sollen dort in einem Areal von 2,3 Hektar Platz haben. Die Fertigstellung ist für den Beginn des Kindergarten- und Schuljahres 2020/21 geplant.

Informationen
bildung.wien.at

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Dietmayrgasse-Spielmanngasse: Zwei Volksschulen werden erweitert, eine NMS mit 16 Klassen neu errichtet.
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Wiener Bildungsgrätzln

  • Bildungsgrätzl Dietmayrgasse-Spielmanngasse: Pilotprojekt
  • Bildungsgrätzl Schönbrunn: Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten in der Dadlergasse, der Ganztagsvolksschule Reichsapfelgasse, der Wiener Mittelschule Kauergasse und des Ober­stufenrealgymnasiums am Henriettenplatz.
  • Bildungsgrätzl LeoMitte: im Bereich der Schulen Darwingasse, Novaragasse, Vereinsgasse und Pazmanitengasse in der Leopoldstadt im Entstehen.
  • Bildungsgrätzl Ebner-Inklusiv-Eschenbach

Campusstandorte „Wiener Campusmodell“
2., Bildungscampus Gertrude-Fröhlich-Sandner in der Leopoldstadt (2010/11)
10., Bildungscampus Monte Laa in Favoriten (2009/10)
10., Bildungscampus Sonnwendviertel (2014/15)
21., Bildungscampus am Donaufeld Nord in Floridsdorf (2012/13)
22., Bildungscampus „aspern Seestadt“ in der Donaustadt (2015/16)

„Campus plus“
2., Bildungscampus Nordbahnhof in der Leopoldstadt - Betrieb ab 2020 geplant
3., Bildungscampus Aron Menczer auf den Aspang­gründen - in Planung
22., Bildungscampus Berresgasse in der Donau­stadt – in Bau
22., Bildungscampus Friedrich Fexer in der Donau­stadt (2017/18)
22., Bildungscampus aspern Seestadt Nord – Zweiter Bildungscampus für die Seestadt – Planungskonzept 2017, Betrieb ab 2021 geplant

Im Währinger Bildungsgrätzl rund um den Ebner-­Eschenbach-Park arbeiten öffentliche und private Bildungseinrichtungen zusammen.
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