Wettbewerbe
© DI Dr. Patricia Zacek-Stadler
1. Preis
© DI Dr. Patricia Zacek-Stadler

Neubau VS und NMS 1110 Wien, Bürgerspitalwiese

Ausloberin (Auftraggeberin): Stadt Wien, vertreten durch Magistratsabteilung 19 – Architektur und Stadtgestaltung, Niederhofstraße 23, 1120 Wien

Bauherrin
Stadt Wien, vertreten durch Magistrats­abteilung 56 – Wiener Schulen, Mollard­gasse 87, 1060 Wien

Verfahrensorganisation
ARGEWO, Nikolaus Hellmayr Architektur, Kleine Neugasse 13/7, 1050 Wien

Verfahrensart
Der Wettbewerb wird als offener, EU-weiter, einstufiger, anonymer Realisierungs­wettbewerb nach den Bestimmungen des Österreichischen Bundesvergabe­gesetzes 2006 idgF (BVergG 2006) für den Oberschwellenbereich durchgeführt. Die Anonymität gegenüber dem Preisgericht wird bis zur endgültigen Entscheidung des Preisgerichtes beibehalten.

Verfahrensgegenstand
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erlangung eines Lösungsvorschlages für den Neubau einer 17-klassigen, ganztägig geführten Volksschule und einer 16-klassigen, ganztägig geführten Neuen Mittelschule auf der Bürgerspitalwiese in Wien 11.
Die Bildungseinrichtung besteht aus acht Bildungsclustern, einem Kreativ­bereich mit Mehrzwecksaal, Bibliothek und Medienraum, einem Sportbereich mit zwei Normturnsälen und Gymnastiksaal sowie ein Küchenbereich, Verwaltung und sonstige Flächen. Es werden detaillierte Ausarbeitungen und Vorschläge zur gegenständlichen Bauaufgabe sowohl in städtebaulicher/baukünstlerischer, als auch in funktionaler/ökonomischer Hinsicht erwartet.

Jurysitzungen
11. und 12. Oktober 2017

Ergebnisse
1. Preis
Projekt 14
Arch. DI Dr. Patricia Zacek-Stadler, Wien
Gegründet 2000
patricia-zacek.at

Projektbeurteilung
Die klare städtebauliche Komposition des Projekts und seine Einbindung in die örtlichen Gegebenheiten werden positiv beurteilt. Das Bauwerk zeigt in seiner Gliederung eine Leichtigkeit und Durchlässigkeit, wie es einem Bildungsbau adäquat ist. Das Projekt positioniert einen klar erkennbaren, zentralen Eingang entlang des Medwedwegs und erreicht in seiner städtebaulichen Setzung ein gutes Verhältnis zwischen der vorgelagerten Begegnungsfläche und dem großem Freiraum im Nordwesten des Geländes. Der Freiraum verbindet stadträumlich den Hyblerpark mit dem Panoramaweg auf dem Schlachthaus-Bahndamm.
Die Umsetzung des räumlich-pädagogischen Konzepts im Innen- und Außenraum ist durch die vorgeschlagene Cluster-Typologie sehr gut gelöst und bietet durch die umliegende Balkon-/Terrassenzone einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenräumen in allen Geschoßen. Es gibt diverse zweiseitig belichtete Bildungsräume und einen gut belichteten und zugeord­neten Multifunktions-Bereich.
Typologisch wird eine Folge unterschied­licher Raumqualitäten angeboten, wobei ein starker Bezug zum Außenraum formuliert wird. Innenräumlich wird die Aula als zu klein empfunden und erscheint auch aufgrund der Anordnung des Veranstaltungssaals nicht optimal mit dem Freiraum verknüpft. Dieser Mangel ist jedoch in der weiteren Bearbeitung des Projektes behebbar. Die Rhythmik zwischen Erschließungsräumen und offenen Bereichen bis hin zu den Atrien erwirkt eine klare Orientierung sowie innenräumliche Aufenthaltsqualität. Die Turnsäle sind gut angeordnet, der barrierefreie Zugang wird  über die Aula ermöglicht.
Das Projekt erfüllt die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in Bau und Betrieb. Nicht zuletzt aufgrund der Kompaktheit des Projekts wird das Projekt positiv beurteilt.
Die funktionellen, logistischen und verkehrstechnischen Vorgaben sind gut um­gesetzt.

2. Preis
Projekt 33
Franz&Sue ZT GmbH, Wien
Gegründet 2017
franzundsue.at

3. Preis
Projekt 28
Burtscher ­Durig ZT GmbH, Wien
Gegründet 2013
burtscherdurig.at

Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Ausgabe 337. Zu bestellen unter wettbewerbe.cc/abo


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