Interview. Schönheit und Form

Archiv / © Brigida Gonzales
Kücheninsel. Planung: Bernhard Kramer / Breitwieser, Verarbeitung: Breitwieser Steinmetzbetrieb
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Manfred Breitwieser: „Es gibt wenige Baumaterialen, die in Schönheit und Form mit Naturstein mithalten können.“© Philipp Horak

Manfred Breitwieser, Inhaber des Steinmetzunternehmens Breitwieser aus Tulln, über die Eigenschaften, Vorzüge und Anwendungsmöglichkeiten des Baustoffs Naturstein und über seinen Naturstein-Schauraum.

von: Roland Kanfer

Ihr Unternehmen hat mit der Erzeugung von Betonwaren begonnen und ist heute einer der größten Betriebe Österreichs für die Verarbeitung und den Handel von Natursteinen aus aller Welt. Wo liegen die Unterschiede zwischen diesen beiden Materialien?
Beide Materialen kann man so miteinander nicht vergleichen. Betonwaren sind künstlich hergestellt und haben in manchen Bereichen auch ihre Daseinsberechtigung. Naturstein ist wie der Name schon sagt ein Naturprodukt und daher auch einzigartig. Der Vielfalt und den Gestaltungsmöglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt.

Würden Sie Naturstein als Luxus-­Baumaterial bezeichnen?
Wenn Sie Schönheit mit Luxus gleichsetzen, dann kann ich diese Frage nur mit ja beantworten. Es gibt wenige Baumaterialen, die in Schönheit und Form mit Naturstein mithalten können.

Was spricht Ihrer Meinung nach für die Verwendung von Naturstein im Bauwesen?
Naturstein ist in der Natur bereits vorhanden. Wenn man Steine aus Österreich oder Europa verwendet, sind auch die Transportkosten überschaubar. Auch die Umweltbelastung ist gering, da die Steinbrüche eher klein sind und der nicht verwendete Abraum zum Verfüllen des Steinbruches wiederverwendet wird. Naturstein ist auch vielfältig, individuell, alterungsfähig, physikalisch sinnvoll und vor allem kostengünstig und leistbar, wenn man die Kosten mit der Nutzungsdauer eines herkömmlichen Bau­stoffes vergleicht. Höhere Investitionskosten werden durch längere Nutzungsdauer und so gut wie keinen Wartungskosten mehr als wettgemacht.

Sie arbeiten viel im Sanitär-, Wellness- und Küchenbereich. Welche Naturstein­arten sind für diese Anwendungen besonders geeignet?
Im Sanitär- und Wellnessbereich werden sinnvollerweise Marmore und Kalksteine verarbeitet.  Für Küchenarbeitsplatten sollten härtere Steine wie Granit verwendet werden, da diese auch säurebeständig und kratzfest sind und eine lange Lebensdauer gewährleisten.

In Ihrer Naturstein-Schauhalle in Tulln zeigen Sie 600 verschiedene Stein-­Materialien in vielen Farben. Nutzen Architekten diese Möglichkeit, sich die Natursteine vor Ort anzusehen?
Ja, auf jeden Fall. Die Besucherfrequenz hat sich durch die Eröffnung der Schauhalle immens erhöht. Der Anteil der Architekten, die uns regelmäßig besuchen, ist weiter im Steigen. Es lohnt sich in jedem Fall, unseren Schauraum zu besuchen.


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