340 Naturstein

Interview. Die Gäste zum Staunen bringen

© Richard Watzke
Die Kraft der Elemente spüren: Boden aus Travertin und Tischplatte aus versteinertem Holz.
© Richard Watzke

Im Bio-Refugium Gut Guntrams in der Buckligen Welt spielen Natursteine und versteinertes Holz eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept, erläutert Betreiber Reinhard Adelsberger.

Welches Konzept steht hinter Gut Guntrams?
Gut Guntrams vereint biologische Landwirtschaft, die hauseigene Veredelung von Früchten, elegantes Wohnen und Genießen in zeitgemäßer Interpretation. 2018 wurden drei Gästezimmer aus Vollholz errichtet, die über den Guntramser Obstwiesen zu schweben scheinen; in Verbindung mit Wildfruchtsträuchern und uralten Eichen das ideale Umfeld zum Entspannen und Entschleunigen.

Nach welchen Kriterien wurden die Werkstoffe ausgewählt?
Stein, Holz, Glas – das sind wichtige Elemente, mit denen die idyllische Umgebung vor Ort unmittelbar erlebbar ist. Im Mittelpunkt des Innendesigns stehen Naturstein und versteinertes Holz. Stein nicht nur deshalb, weil sich Gut Guntrams am Rande der Region Steinfeld befindet, sondern vor allem, weil Böden aus Naturstein eine sehr gute Kombination mit moderner, glasbetonter Architektur darstellen.

Welche Bedeutung hat Naturstein bei der Gestaltung?
Das Steinfeld am Rande der Buckligen Welt war vor Jahrmillionen ein Meer, auf dessen Grund zahlreiches Getier zu Fossilien versteinerte. Nahe von Guntrams befindet sich ein erloschener Vulkan, der Pauliberg, von wo die mächtigen Blöcke im Eingangsbereich stammen. Vor diesem Hintergrund wird einsichtig, dass Natursteine wie Travertin oder andere Kalksteine von Anfang an in der engeren Wahl standen. Außerdem ist der Hausbesitzer, Autor und Unternehmer Stefan Gergely, ein Sammler von versteinerten Hölzern und Mineralien. Die schier unendlichen Farbspiele sowie die lebendig anmutende Struktur der Versteinerungen, die auf Gut Guntrams da und dort zu Tischplatten geformt wurden,  sollen eine Haltung bei den Gästen befördern, die in der Hektik der modernen Lebenswelt zu ver­kümmern scheint: das Staunen.

Massive Badewannen mitten in der Natur – wie reagieren Gäste?
Die Gäste sind sehr beeindruckt und probieren sofort, wie sich der Stein einer Badewanne aus einem massiven Steinblock anfühlt. Vor allem die angenehme Wärme des von der Sonne aufgewärmten Steins und die spezielle Haptik werden lobend erwähnt.

Informationen
guntrams11.at
gersthofer.at


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Ort: Schottenring 30, 1010 Wien

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Datum: 22. Oktober 2018 bis 10. Dezember 2018
Ort: Architekturzentrum Wien, Museumsquartiert, 1070 Wien

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