334 Naturstein

Denkmal­pflege: Steinmetzkunst plus Hightech

© Richard Watzke
Die Anforderung bei der Generalsanierung des Palais Liechtenstein in Wien waren sehr hoch.
© Richard Watzke

Richard Watzke im Gespräch mit Wilhelm Schreiber, Steinmetzmeister und Geschäftsführer der Schreiber & Partner Natursteine GmbH in Poysdorf, NÖ.

Welche Anforderungen stellen Denkmalpfleger und Architekten an Steinmetze?
Grundsätzlich hängt das vom erarbeiteten Restaurierungsziel und den dafür erforderlichen Maßnahmen ab. Von eventuellen Festigungsmaßnahmen über behut­same, substanzschonende Reinigung, das Auftragen von Restauriermörteln bis hin zur Anfertigung nicht mehr vorhandener oder zu restaurierender Werkstücke spannt sich ein weiter Bogen an Tätigkeiten. Für jede davon ist ein hohes Maß an Wissen und Erfahrung erforderlich. Ohne eingehende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Objektes in Bezug auf verwendetes Material, angewendete Verarbeitungstechniken sowie eine genaue Analyse der Schadensbilder ist eine zielführende Restaurierung nicht möglich. Somit ist klar, dass die Zusammenarbeit zwischen Denkmalamt, Architekten und ausführendem Steinmetz nur reibungslos funktioniert, wenn alle Beteiligen dieselbe Sprache sprechen.

Wodurch unterscheiden sich Projekte für die Denkmalpflege von Arbeiten für den gehobenen Innenausbau?
Ganz klar durch die verschiedenen Anforderungen. In der Denkmalpflege gibt es eine Fülle von Tätigkeiten, die im Innenausbau nicht vorkommen. Auch stellt der Zugang zu Tätigkeiten in der Denkmalpflege andere Ansprüche, wie die Kenntnis um die Verarbeitung historischer Baustoffe und die Bearbeitung der Werksteine nach traditioneller Steinmetzkunst. Ebenfalls erforderlich ist die nötige Akribie und Geduld sowie das Wissen zur Anwendung von modernen Maßnahmen zur Reinigung oder Instandsetzung und zum Schutz mit oft sehr unterschiedlichen Verfahren.
Obwohl die Montage eines hochwertigen Badezimmers viel Sorgfalt und Präzision erfordert, kann man das mit der gefühlvollen Ergänzung von Fehlstellen oder der Herstellung einer Steinvierung nicht vergleichen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein guter „Bau-Steinmetz“ nicht unbedingt ein guter „Denkmalpflege-Steinmetz“ sein muss und umgekehrt. Es liegt an uns Handwerksmeistern, die Stärken und Vorlieben unserer Mitarbeiter zu erkennen und zu fördern. Wichtig ist auch, dass die Tätigkeiten nachhaltig bewerkstelligt werden, um eine Kontinuität zu erzielen.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Architekt und Steinmetz in der Denkmalpflege?
Ich kann nur von unseren eigenen Erfahrungen sprechen und diese sind weitgehend positiv. Da wir sehr gut ausgebildete, erfahrene Mitarbeiter haben, darf ich hier von Zusammenarbeit auf Augenhöhe sprechen, bei der gemeinsam die besten Lösungen für Bauherren und das Objekt erarbeitet und umgesetzt werden.

Das gesamten Interview lesen Sie hier.


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