342 Wettbewerbe

Bauträger­wettbewerb 22, Berresgasse, Wien

Auslober: wohnfonds_wien, fonds für wohnbau und stadterneuerung, Lenaugasse 10, 1082 Wien, in Kooperation mit BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft mbH, Triesterstraße 40/3/1, 1100 Wien, und Neues Leben Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Reg. Gen.m.b.H., Troststraße 108, 1100 Wien

Vorprüfung
JIREK Managementconsulting GmbH und ZT, DI Andrea Hinterleitner, Invalidenstraße 3/12a, 1030 Wien

Art des Verfahrens
Zur Ermittlung der besten Konzepte wurde ein einstufiger nicht anonymer, öffentlicher Bauträgerwettbewerb veranstaltet.

Gegenstand des Verfahrens
Gegenstand des Bau­trägerwettbewerbs war das Planungsgebiet „Berresgasse“ mit einer Gesamtnutzfläche von rund 230.000 m2 im 22. Gemeinde­bezirk Donaustadt. Das Planungsgebiet wird im Süden von der Berresgasse und im Westen von der Ziegelhofstraße begrenzt. Im Norden und Osten liegen Einfamilienhaussiedlungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie die Fläche für den Bildungscampus Berresgasse. Das Planungsgebiet setzt sich aus insgesamt 19 Bauplätzen zusammen, die elf Bearbeitungsgebieten zugeteilt sind. Die Bearbeitungsgebiete wurden im Hinblick auf die künftigen Projektphasen in drei Gruppen unterteilt. Die Bauträgerkooperation (BAG 1–BAG 4) besteht aus den Bauträgern BWS, WBG, WIGEBA, Wien Süd und Neues Leben. Die Projektierung des BAG 5 erfolgte im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs durch das Projektteam ÖSW / Schwarzatal / SMAQ GmbH (ARTEC Architekten – wup ZT-GmbH – raum & kommunikation). Die Projektierung des BAG 11 erfolgte durch die BWS Gemeinn. allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft mbH als Liegenschaftseigentümerin. Die BAG 8 und 9 wurden im Baurecht vergeben, die BAG 6, 7 und 10 standen zum Verkauf.

Beurteilungskriterien
4-Säulen-Modell: Kriterien der Ökonomie, der Sozialen Nachhaltigkeit, der Architektur und der Ökologie

Jurysitzungen
Gruppe 1: 12. September 2018
Gruppe 2: 17. September 2018
Gruppe 3: 9. Oktober und 13. Dezember 2018

© MARC LORENZ, Arch. DI Dr. Patricia Zacek-Stadler
Bauplatz M

Projekt B1-1
Bauträger
BWS/WBG
bwsg.at

Architektur
Arch. DI Dr. Patricia Zacek-Stadler (Wien)
Gegründet 2000
patricia-zacek.at

Elsa Prochazka Architekturbüro (Wien)
Gegründet 1973
prochazka.at

ArchiMedia ZT GmbH (Wien)
Gegründet 2001
archimedia.at

Landschaftsgestaltung
Carla Lo (Wien)
Gegründet 2009
carlalo.com

Projektbeurteilung (Auszug aus dem Juryprotokoll)

Ökonomie
Bauplatz M
Das Projekt umfasst mit insgesamt 58 geförderten Eigentumswohnungen eine förderbare Nutzfläche von 4800,75 m2. Die Eigentumswohnungen mit einem Kaufpreis von € 2573,– und einer monatlichen Bruttomiete von € 2,24/m2 Nfl.; (Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag € 0,15/m2 Nfl., Betriebskosten- und Verwaltungskostenzuschlag € 1,50/m2 Nfl.) werden sehr positiv bewertet. Die Gesamtbaukosten mit € 1900,–/m2 Nfl. werden durchschnittlich bewertet, wobei die Nebenkostenstruktur mit 20 % im oberen Bereich liegt. Die Kosten­relevanz der Bauausstattung mit Kunststofffenstern und Holzparkettboden wird gut durchschnittlich bewertet. Positiv wird das Angebot der Übernahme eines Hypothekardarlehens gesehen. Die Garagenkonditionen mit einem Kaufpreis von € 17.400,– werden durchschnittlich bewertet. Ein Musterkaufvertrag ist vorzulegen.

Bauplatz N
Das Projekt umfasst mit insgesamt 101 geförderten Wohnungen, davon 67 Normwohnungen und 34 SMART-Wohnungen eine förderbare Nutzfläche von 7133,37 m2. Die Vorgaben der SMART-Wohnungen werden sowohl ökonomisch (Finanzierungsbeitrag € 60,–/m2 Nfl., Bruttomiete € 7,50/m2 Nfl.; Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag € 0,20/m2 Nfl., Betriebskosten- und Verwaltungskostenzuschlag € 1,46/m2 Nfl.) als auch der Anzahl nach erfüllt. Für die SMART-Wohnungen wird keine Superförderung beansprucht. Die SMART-A-Typen liegen über der zulässigen durchschnittlichen Wohnungsgröße und sind entsprechend zu reduzieren. Bei den sonstigen Mietwohnungen liegen der Eigenmittelanteil mit € 498,–/m2 Nfl. (Baukostenbeitrag € 198,–/m2 Nfl., Grundkostenbeitrag € 300,–/m2 Nfl.) und die monatliche Mietbelastung mit Bruttomiete € 6,68/m2 Nfl.; (Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag € 0,20/m2 Nfl., Betriebskosten- und Verwaltungskostenzuschlag € 1,46/m2 Nfl.) im günstigen Bereich. Die Gesamtbaukosten mit € 1850,–/m2 Nfl. werden gut durchschnittlich bewertet, wobei die Nebenkostenstruktur mit 20 % im oberen Bereich liegt. Die Kostenrelevanz der Bauausstattung mit Kunststofffenstern und Laminatboden wird durchschnittlich bewertet. Besonders positiv wird das Angebot von individuellen Stundungsmöglichkeiten gesehen. Die Garagenkonditionen mit € 65,–/Monat mit einem Finanzierungsbeitrag von € 1500,– werden durchschnittlich, die Nutzerverträge mit 4 Sternen minus beurteilt.

Bauplatz O
Das Projekt umfasst mit 103 geförderten Wohnungen, davon 68 Normwohnungen, 35 SMART-Wohnungen, sowie einem Kindergarten eine förderbare Nutzfläche von 8798,71 m2. Die Vorgaben der SMART-Wohnungen werden sowohl ökonomisch (Finanzierungsbeitrag € 60,–/m2 Nfl., Bruttomiete € 7,50/m2 Nfl.; Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag € 0,20/m2 Nfl., Betriebskosten- und Verwaltungskostenzuschlag € 1,43/m2 Nfl.) als auch der Anzahl nach erfüllt. Für die SMART-Wohnungen wird keine Superförderung beansprucht. Bei den sonstigen Mietwohnungen liegt der Eigenmittelanteil mit € 500,–/m2 Nfl. (Baukostenbeitrag € 200,–/m2 Nfl., Grundkostenbeitrag € 300,–/m2 Nfl.) im oberen Bereich, die monatliche Bruttomiete mit € 6,70/m2 Nfl.; (Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag € 0,20/m2 Nfl., Betriebskosten- und Verwaltungskostenzuschlag € 1,43/m2 Nfl.) im günstigen Bereich. Die Gesamtbaukosten mit € 1850,–/m2 Nfl. werden gut durchschnittlich bewertet, wobei die Nebenkostenstruktur mit 20 % im oberen Bereich liegt. Die Kostenrelevanz der Bauausstattung mit Kunststofffenstern und Laminatboden wird durchschnittlich bewertet. Positiv wird das Angebot von individuellen Stundungsmöglichkeiten gesehen. Die Garagenkonditionen mit € 65,–/Monat mit einem Finanzierungsbeitrag von € 1500,– werden durchschnittlich, die Nutzerverträge mit vier Sternen minus beurteilt.

Soziale Nachhaltigkeit
Das Projekt weist im Bereich der Sozialen Nachhaltigkeit zahlreiche Qualitäten auf. Es gibt sowohl Gemeinschaftsräume als auch Freiräume für die Kommunikation, u. a. eine Dachterrasse mit einem Kinderspielplatz. Die Wohnungen sind teilweise flexibel konzipiert und können mit geringem Aufwand zusammengeführt werden. Die Besiedlungsphase wird von der Stadtteil­arbeit der Caritas unterstützt. Die Anlage weist keine allgemeine Waschküche auf, was eventuell  zu überdenken ist. Die Gemeinschaftsräume sollten auch den Bewohnern der anderen Projekte des Quartiers offen stehen. In der weiteren Bearbeitung des Projektes wird in Bezug auf die Nutzung der Gemeinschaftsräume, die bauplatzübergreifenden sozialen Aktivitäten und gegebenenfalls auch die Nutzung von Waschküchen eine enge Koordination mit den anderen Projektteams des Areals empfohlen.

Weitere Projekte und Teams

Projekt B2-1

Bauträger
WIGEBA

Architektur
Nerma ­Linsberger ZT GmbH (Wien)

Landschaftsgestaltung
Carla Lo (Wien)

 

Projekt B3-1
Bauträger
Wien Süd

Architektur
Schwalm-­Theiss, Bresich & Gressenbauer (Wien)
Arch. ­Margarete Cufer (Wien)

Landschaftsgestaltung
D\D Landschafts­planung ZT GmbH (Wien)


Projekt B4-1
Bauträger
Neues Leben

Architektur
Ablinger, ­Vedral & ­Partner ZT GmbH (Wien)
atelier 4 architects (Wien)
Kleboth und Dollnig ZT GmbH (Linz/Innsbruck)

Landschaftsgestaltung
D\D Landschafts­planung ZT GmbH (Wien)

 

Projekt B5-1
Bauträger
ÖSW, Schwarzatal

Architektur
ARTEC Architekten (Wien)
SMAQ wup (Wien)

Landschaftsgestaltung
Carla Lo (Wien)

Projekt B6-1
Bauträger
EGW Heimstätte, Heimat Österreich, Wohnbau

Architektur
Baum­schlager Eberle Architekten (Wien)
Pichler & Traupmann Architekten ZT GmbH (Wien)
projektbau (Wien)

Landschaftsgestaltung
D\D Landschafts­planung ZT GmbH (Wien)

 

Projekt B7-1
Bauträger
ÖVW

Architektur
AllesWirdGut Architektur ZT GmbH (Wien/München)

Landschaftsgestaltung
rajek barosch landschaftsarchitektur (Wien)

 

Projekt B8-1
Bauträger
Gewog

Architektur
einszueins ­architektur ZT GMBH (Wien)

Landschaftsgestaltung
DI Jakob Fina (Wien)

 

Projekt B9-3
Bauträger
EGW Heimstätte, Familien­wohnbau

Architektur
Franz&Sue (Wien)
g.o.y.a (Wien)

Landschaftsgestaltung
EGKK Landschafts­architektur (Wien)

 

Projekt B10-1
Bauträger
Kallco

Architektur
feld72 (Wien)

Landschaftsgestaltung
Karin Standler (Wien)

 

Bauplatz J
Bauträger
BWS

Architektur
Studio Vlay-Streeruwitz ZT GmbH (Wien)
PPAG ­architects zt gmbh (Wien)

Landschaftsgestaltung
Carla Lo (Wien)

Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Ausgabe 342. Zu bestellen unter wettbewerbe.cc/abo 


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Ausloberin: Gemeinde Finkenberg, Dorf 140, 6292 Finkenberg, vertreten durch Bürgermeister Andreas Kröll

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Auftraggeberin: Alpenländische Heimstätte Vorarlberg, Vorstadt 15, 6800 Feldkirch

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Ausloberin: Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft m.b.H., Ignaz-Harrer-Straße 84, 5020 Salzburg

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Auslober: Wien 3420 Aspern Develoment AG, Seestadtstraße 27/13, 1220 Wien

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