Wettbewerbe

Wohnhochhaus Nordbahnhof Wien, Baufeld 2, Wien

© Ganahl Ifsits / AKF Architektur Kollektiv Favvorit
Das Siegerprojekt, Baufeld 2
© Ganahl Ifsits / AKF Architektur Kollektiv Favvorit

Auslober: Sozialbau AG, Lindengasse 55, 1072 Wien

Wettbewerbsbüro
AHP GmbH, Mathilde Beyerknecht-Straße 4, 3100 St. Pölten

Art des Verfahrens
Nicht offener Realisierungswettbewerb mit acht Planungsteams und vorgeschaltetem offenem Bewerbungsverfahren.

Verfahrensgegenstand
Erlangung von Planungskonzepten für das Wohnhochhaus auf Baufeld 2 (Realisierungsteil), die der Vergabe von Objektplanungsleistungen (Architekturplanung) zugrunde gelegt werden, sowie Planungskonzepten der angrenzenden Bebauung auf Baufeld 2 (Ideenteil) für das Entwicklungsgebiet Nordbahnhof Wien.

Beurteilungskriterien
Städtebauliche Lösung, baukünstlerische Lösung, funktionelle Lösung, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit in Errichtung, Betrieb und Erhaltung, insbesondere Einhaltung des WNF/BGF-Verhältnisses und einer nachhaltigen Fassadenlösung

Jurysitzung
29. Jänner 2019

Jury
Johann Traupmann, Lina Streeruwitz, Ursula Lichtenegger (Vertr. Adolf Hasch), Robert Kniefacz, Alexandra Madreiter (Vertr. Bernhard Silvestri), Hannes Stangl, Andrea Steiner

1. Platz
Teilnehmer 4
Ganahl Ifsits (Wien)
ganahlifsits.at

AKF – ARCHITEKTUR KOLLEKTIV FAVORIT (Wien)
akf.co.at

Projektbeurteilung (Juryprotokoll-Auszug)
Der städtebauliche Entwurf platziert das Hochhaus als frei stehende Scheibe Richtung Freie Mitte. Zwei Baukörper, einer frei stehend an der Ecke und einer im Anschluss an die südliche Bebauung, rahmen eine großzügige Platzbucht zur Nordbahnstraße. Der Bauplatz bleibt in Nord-Süd-Richtung angenehm großzügig geöffnet und bildet somit keine durchgehende Front Richtung Taborstraße. Insgesamt gesehen widerspiegelt das Konzept am sinnfälligsten das städtebauliche Leitprojekt in seinen Grundlagen. Das Hochhaus sitzt auf einem eingeschoßigen Sockel, der den topografischen Anschluss an das Niveau der Freien Mitte sucht, dafür aber etwas zu hoch gerät. Die Hochhaus-Scheibe ist in ihrer Volumetrie durch einen leichten Knick strukturiert, der eine konkave Hinwendung zur Freien Mitte und zu den benachbarten Hochhäusern suggeriert. Richtung Nordbahnstraße bietet das Hochhaus eine leicht konvexe Front, was sich äußerst positiv auf das Windverhalten auswirkt. Im Erdgeschoß ist ein Veranstaltungssaal mit ca. 350 m2 vorgesehen, der auch für externe Nutzungen gedacht ist. Das Eingangsfoyer ist bis zur Freien Mitte durchgesteckt. Ein großer Fahrradabstellraum sowie Einlagerungsräume liegen südlich davon, halb eingegraben. Die dem Haus vorbehaltenen Gemeinschaftsräume (Fitness, Kinderspiel, Waschcafé, Gästewohnung) befinden sich im OG 1 und haben direkten Bezug zur Gemeinschaftsterrasse auf dem Sockeldach. In OG 11 und 19 sind weitere Gemeinschaftsräume vorgesehen, die direkten Zugang zu großen Loggien mit Ausblick haben. Im Ideenteil sind ein Café und Shops vorgesehen. Die Wohnungen sind solide durchgearbeitet und erfüllen den verlangten Wohnungsmix. Die Knicke des Hochhauses werden im Grundriss großteils durch Lichtschlitze im Stiegenhaus abgefangen, sodass die Mehrheit der Räume in den Wohnungen orthogonal organisiert werden kann.

2. Platz
Teilnehmer 5
AllesWirdGut Architektur (Wien)
awg.at

Hertl Architekten (Steyr)
hertl-architekten.com

2. Platz
Teilnehmer 1
Henke Schreieck (Wien)
henkeschreieck.at

3. Platz
Teilnehmer 2
Frötscher und Lichtenwagner (Wien)
froetscherlichtenwagner.at

Die ausführliche Dokumentation inklusive Baufelder 6b2 und 3  finden Sie in der Ausgabe 343. Zu bestellen unter wettbewerbe.cc/abo


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Ort: Deutsches Architekturmuseum (DAM), Frankfurt am Main

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Datum: 24. März 2020 bis 29. März 2020
Ort: Tel Aviv, Jerusalem & Haifa

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