339 Wettbewerbe

Wohnhochhaus Nordbahnhof, Baufeld 8, Wien.

Baufeld 8
Der erste Preis von Querkraft Architekten © Querkraft Architekten ZT

Ausloberin: STRABAG Real Estate GmbH, ­Donau-City-Straße 1, 1220 Wien

Wettbewerbsbüro
next-pm ZT GmbH, Spiegelgasse 10, 1010 Wien

Art des Verfahrens
Nicht offener Realisierungswettbewerb mit acht Planungsteams und vorgeschaltetem offenen Bewerbungsverfahren.

Verfahrensgegenstand
Erlangung von Planungskonzepten für das Wohnhochhaus auf Baufeld 8 samt direkt angrenzender Bebauung im Entwicklungsgebiet Nordbahnhof Wien die der Vergabe von Objektplanungsleistungen (Architekturplanung) zugrunde gelegt werden.

Preisgerichtssitzung
11. April 2018

1. Preis
Projekt 2
querkraft architekten ZT GmbH, Wien
Gegründet 1998
querkraft.at

Projektbeurteilung
Differenzierte geschichtete Volumen bilden einen prägnanten Baukörper. Aus unterschiedlichen Richtungen unterschiedlich wahrnehmbar. Das Projekt versucht durch die horizontale Schichtung Bewegung ins Gebäude zu bringen. Diese Stapelung der Volumina in Schichten, wobei die oberste Schicht in Längsrichtung verkürzt wird, interpretiert auf kreative Weise das städtebauliche Gesamtkonzept. Differenzierte Volumina schaffen vielfältige Räume, lebendige Silhouetten, sinnliche Atmosphären. Damit wirkt das Projekt als prägendes Element des Zugangs zur freien Mitte. Die durch das Projekt dargestellte Dichte fügt sich gut in das städtebauliche Leitprojekt ein. Die zentrale Erschließung mit natürlich belichteten Gängen ist attraktiv und ist ein Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit. Lage der Garageneinfahrt wird positiv gesehen. Die Garageneinfahrt an dieser Stelle lässt sich auch als in das Grundstück des Hochhauses integrierter Teil entwickeln. Die gesamte Gestaltung des Eingangsbereiches wird für gut befunden. Das zurückversetzte Erdgeschoß wird positiv gesehen. Problematisch ist die Ausbildung der Eckbereiche im EG, hier könnten Zugänge durch Windein­wirkung beeinträchtigt werden. Das Gestaltungskonzept, mit der klaren Ablesbar­keit der Schichten durch die unterschiedliche Ausbildung der Freiflächen in den „Zwischengeschoßen, sowie die lebendige Strukturierung der Balkone ist überzeugend. Der Vorschlag in den Zwischengeschoßen andere Nutzungen, Start-ups, Ordinationen etc. im Sinne der Nutzungsmischung zu situieren, ist ambitioniert und wird begrüßt. Gleichzeitig ist aber die Umsetzung dieses Ansatzes in den zwischen den Wohnunsgeschoßen liegenden Flächen aus praktischer Sicht schwer realisierbar. Eine Nutzung dieser Bereiche durch Wohnungen und wo möglich gemeinschaftliche Nutzungen widerspräche nicht dem strukturellen und gestalterischen Konzept des Projektes. Typ D-Wohnungen mit Eckkonflikt: In den Typ D-Wohnungen entstehen dabei lange Stichgänge, die für die Verwertbarkeit der Wohnungen eher nachteilig sind. Die projektierte Fortsetzung der Front am Tabor durch das massive Volumen der über die Baulinie vorragenden Balkone wird befürwortet. Nutzbarkeit der SW- und NO- Ecke im EG ist in Zusammenhang mit dem Windkomfort zu über­arbeiten. Wesentlich ist, dass zur freien Mitte hin ein attraktives Erdgeschoß geplant wird. Im Bereich des Ideenteils wird die U-förmige Bebauung, die das städtebauliche Leitbild aufnimmt positiv gesehen. Die Staffelung der Volumina mit dem Hochbereich an der Kreuzung Tabor – Bruno Marek Allee ist überzeugend. Der Innenhof baut eine gute diagonale (Sicht-)Beziehung zur freien Mitte auf.

2. Preis
Projekt 4
DI Josef ­Weichenberger ZT GmbH, Wien
Gegründet 2002
weichenberger.at

3. Platz
Projekt 8
Architekt ­Martin ­Kohlbauer ZT GesmbH, Wien
Gegründet 1991
martinkohlbauer.com

Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Ausgabe 339. Zu bestellen unter wettbewerbe.cc/abo


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