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Wo der Wurm drin ist

Explodierende Baukosten bringen leistbares Wohnen immer stärker unter Druck. © Wien3420/Schedl

Die gemeinnützigen Wohnbauträger haben im Vorjahr wieder mehr gebaut. Explodierende Grundstücks- und Baukosten lassen viele aber auf den freifinanzierten Eigentumswohnungsmarkt ausweichen. In Deutschland verschwinden Sozialwohnungen kontinuierlich.

von: Roland Kanfer

Für die 189 österreichischen gemeinnützigen Bauvereinigungen war 2014 ein gutes Jahr. Sie errichteten mit 16.900 Wohnungen um 11 % mehr als im Jahr davor. Heuer sollen es sogar 17.200 oder 2 % mehr werden, so die Prognose des Verbands der Gemeinnützigen. Den größten Anteil lieferten im Vorjahr die gemeinnützigen Bauträger aus Wien und Niederösterreich mit zusammen der Hälfte der aktuellen Neubauleistung, womit der Druck speziell auf den Wiener Wohnungsmarkt ein wenig abgefangen werden konnte. Dieser gestiegenen Wohnungsnachfrage stehe aber dennoch immer noch kein ausreichendes Angebot günstiger Mietwohnungen gegenüber, wie Karl Wurm, Obmann des Verbands der gemeinnützigen Bauvereinigungen, vorrechnet. Zwischen 2010 und 2013 haben sich die Fertigstellungen im geförderten Geschoßwohnbau um 30 % auf einen Tiefstand von 15.000 Wohnungen verringert. 2014 kann der geförderte Neubau auf 16.500 und heuer voraussichtlich auf 18.600 Wohnungen gesteigert werden. Als positiv in diesem Zusammenhang sieht Wurm die Ankündigung der Stadt Wien, wieder Gemeindewohnungen bauen zu wollen. „Das ist ein wichtiges Signal, ein Segment mit sehr günstigen Wohnungen anzubieten, bei denen kein Einmalbetrag verlangt wird. Man wird erst sehen, wie diese Schiene, die nur im Kontext mit anderen Wohnbauschienen gesehen werden kann, von der Ausstattung etc. aussehen wird“, so Wurm.

Freifinanzierter Wohnbau boomt

Die jüngste Forcierung der Neubauleistung im geförderten Bereich sei in überwiegendem Ausmaß von den Gemeinnützigen getragen, meint der gbv-Obmann. Denn die gewerblichen Wohnbauträger würden aufgrund des Preisanstiegs am Grundstücksmarkt und der günstigen Finanzierungskonditionen dem Wohnbaufördersystem ausweichen und sich zunehmend auf den freifinanzierten großvolumigen Eigentumswohnbau verlegen, der sich von 2010 bis 2013 um 80 % auf 16.000 neu errichtete Wohnungen nahezu verdoppelt hat.

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