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Wie wir morgen wohnen

© Roland Kanfer
Das Wohnprojekt MGG22 heizt und kühlt mit Bauteilaktivierung.
© Roland Kanfer

Die IBA_Wien präsentiert umweltfreundliche neue Stadtviertel und Projekte, die im Sommer für Kühlung sorgen.

Damit das Leben in Großstädten wie Wien auch angesichts des Klimawandels in Zukunft lebenswert bleibt, verändert sich unter anderem die Art und Weise, wie wir bauen und wohnen. Einerseits wird umweltschonend gebaut, anderseits wird auf erneuerbare Energiesysteme gesetzt und Emissionen werden möglichst vermieden. Gleichzeitig geht es der Überhitzung an den Kragen. Und zwar mit geeigneten Maßnahmen zur Beschattung, Abkühlinseln, Begrünung von Fassaden und Dächern und von öffentlichen Flächen. Die Stadt steht vor der Aufgabe, sowohl Wohnraum für neu ankommende Menschen, besonders auch im unteren Einkommenssektor, zu schaffen als auch die Lebensbedingungen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner insgesamt zu verbessern.

Fit für die Zukunft
Die Internationale Bauausstellung IBA_Wien 2022 stellt sich der Aufgabe, wegweisende Lösungsvorschläge und Zugänge zu den Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Im Zentrum steht das Thema des „neuen sozialen Wohnens“. Bis 2022 werden in neun Quartieren und an 15 weiteren Einzelstandorten insgesamt mehr als 100 innovative Projekte und Prozesse sowohl in ausgewählten Gebieten der Stadterweiterung als auch der gebauten Stadt umgesetzt. Dabei werden neue Modelle und Verfahren im Zusammenhang mit Themen des sozialen Wohnens erprobt, die Wien für die Anforderungen der Zukunft fit machen sollen: Leistbarkeit, Mobilität, gutes Zusammenleben sowie gesundes Wohnen und Arbeiten stehen im Mittelpunkt.

Biotope City: Bebauung und Begrünung
So zeigt etwa das IBA-Quartier Biotope City Wienerberg in Favoriten, dass Abkühlung aus der Natur und Bebauung einander nicht ausschließen, sondern gut vereinbar sind. Da der Schatten eines Baumes in der Sommerhitze wirkungsvoller ist als ein Gebäudeschatten, wurden in der Biotope City von Beginn an bereits groß gewachsene Bäume mit einem Stammumfang von bis zu 35 Zentimetern gepflanzt. Innenhöfe und Dachflächen werden fürs Garteln genutzt, die Fassaden werden begrünt und die Loggien und Balkone mit baulich bereits integrierten Pflanztrögen ausgestattet. Dazu kommt ein kluges Regenwassermanagement. Damit kann nicht nur dieser neue Stadtteil, sondern sogar seine unmittelbare Umgebung um 2 °C abgekühlt werden.

An der Schanze: Stadtwildnis
Auch beim IBA-Quartier An der Schanze stehen Nutzungsvielfalt und Anpassungsfähigkeit im Fokus. Dieses Projektgebiet am Donaufeld wird zu einem lebendigen Quartier mit leistbarem Wohnraum, abwechslungsreichem Angebot und urbanem Charakter werden. Auf dem Areal wird sich ein großer und zusammenhängender Grünraum in einem natürlichen Umwandlungsprozess von den jetzigen Ackerflächen langsam in eine „Stadtwildnis“ mit offenen Wiesenflächen und schattigeren Baumpartien entwickeln. Zudem wird ökologische Vorsorge durch Nistplätze, extensive Dachbegrünungen und optimierte Freiräume durch GreenPass-Simulation sichergestellt.

MGG²²: Cool durch Bauteilaktivierung
MGG22 steht für das neue Wohnprojekt in der Mühlgrundgasse/Fahngasse in der Donaustadt. Auf drei Bauplätzen wurden insgesamt 160 Wohneinheiten errichtet. Das Besondere daran: Hier wird erstmals im sozialen Wohnbau die thermische Bauteilaktivierung (TBA) zum Heizen und Kühlen mit überschüssiger Windenergie eingesetzt. Die Technologie ist denkbar einfach – der Beton (in der Massivdecke oder auch in Massivwänden) wird über eingebaute Rohrsysteme, in denen je nach Heiz- oder Kühlzweck warmes oder kühles Wasser fließt, als Übertragungs- und Speicher­masse thermisch aktiviert. Die Energie wird über Wärmepumpen mit Erdwärme-Tiefensonden erzeugt. Über seine gesamte Fläche nimmt der massive Bauteil die Wärme auf oder gibt sie ab (Bericht Seite 10).

Grünfassaden-Modul BeRTA
Um Gebäudebegrünung zu fördern, wurde mit dem von der Stadt geförderten Projekt BeRTA (berta-modul.at) ein Greening-Toolkit aus einem Pflanzentrog mit Rankhilfen und Wartungskonzept entwickelt. 

Informationen
wien.gv.at/wohnen
iba-wien.at

Wien in Zahlen
In Wien leben 1,9 Millionen Menschen, zudem 56.000 Hunde, 456 Wildbienenarten und 200 Schafe. Die Donaumetropole ist die fünftgrößte Stadt der EU und wird laut Prognose 2027 erneut die Zwei-Millionen-Einwohner-­Marke überschreiten. Neben solchen „harten Daten“ zur Bevölkerung erfährt man in der neuen kostenlosen Broschüre „Wien in Zahlen 2020“ (in Deutsch und Englisch) auch, dass Wien die geringste Pkw-Dichte aller Landeshauptstädte und Bundesländer aufweist. „Wien in Zahlen“ erscheint jährlich und heuer gibt es erstmals zusätzlich für jeden Bezirk einen kompak­ten Folder.

Informationen
​​​​​​​statistik.wien.gv.at

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