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Venedig – Wien und zurück

© Artemide
Besessen davon, Freude zu machen: Paolo Piva (1950 – 2017) hat Wien, die Angewandte und die Karibik geprägt.
© Artemide

Eigentlich schien Paolo Piva niemals zu altern: Seit man sich erinnern kann, blieb der Architekt und Designer seinem Schnauzbart und seiner Zigarre treu und war auf der Universität und auf dem internationalen Messe­parkett immer einfach nur er selbst. Nur die grauen Schläfen verrieten, dass auch für ihn die Zeit nicht stehen blieb.

Zwei Väter namens Carlo
Paolo Piva war sicher eine Persönlichkeit, die stark polarisierte: ein Querdenker, der sich vom Mainstream abheben wollte, der keine Kompromisse einging, und einer, der es immer wissen wollte. 1950 in Adria
geboren, hatte er das große Glück ein Student bei Carlo Scarpa und Carlo Aymonino zu sein, der hie und da bei seinen Entwürfen durchblitzt. Bei ihm lernte er sein Handwerk, eine Gabe, die ihn durch sein ganzes Arbeitsleben begleitete. Pivas Entwürfe – sowohl die Architektur als auch Möbel – zeichnen sich durch akurat durchdachtes Design aus. Kein Wunder, denn für ihn war Gestaltung „ein kontinuierlicher Prozess, der mit der Bewusstwerdung anfängt“. Ein Entwurf war für ihn nicht das Ergebnis einer konkreten Idee oder eines bestimmten Auftrages, sondern Folge ständiger Auseinandersetzung mit dem Thema Design.

Wien ruft
Der Wahlwiener mit Atelier im ersten Bezirk fand schon früh eine Verbindung zu Österreich und seiner Hauptstadt: So schrieb er beispielsweise seine Diplomarbeit zum Thema „Wien von 1918 bis 1934 – die
sozialistischen Wiener Gemeindebauten“, wo er sich bereits intensiv mit Wien, seinen Traditionen und seiner städtebaulichen Entwicklung auseinandersetzte. Zwei Jahre nach seiner Staatsprüfung 1973 gestaltete er in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte und Architektur Venedig und der Akademie für Angewandte Kunst in Wien die Ausstellung „Vienna rossa“. Das Band zur Universität für Angewandte Kunst wurde da bereits geknüpft. 1988 wurde Piva Professor für Industriedesign, eine Aufgabe, die er bis zum Schluss mit Leidenschaft ausfüllte ...

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