371 Forum

Urbane Lösungen

© MA18 Christian Fürthner
Wien hat schon in der Vergangenheit urbane Lösungskompetenz bewiesen, wie etwa beim öffentlich finanzierten Wohnbau.
© MA18 Christian Fürthner

Klimakrise und Urbanisierung fordern die heutige Lebensweise in Städten heraus. Wien, eine gewachsene, historische Stadt des 19. und 20. Jahrhunderts, muss für das 21. Jahrhundert klimafit gemacht werden.

von: Redaktion

Um Wohnen, Energieversorgung und Mobilität sowie die hohe Lebensqualität, für die Wien bekannt ist, auch künftig zu gewährleisten, müssen nicht nur neue technologische Möglichkeiten, sondern auch organisatorische und kulturelle Neuerungen genutzt werden. Die österreichische Bundeshauptstadt hat in der Ver­gangenheit urbane Lösungskompetenz bewiesen, wie etwa bei der Wasserversorgung, dem Hochwasserschutz oder dem öffentlich finanzierten Wohnbau.

Um diese Stärken bestmöglich zu nutzen, wurde bereits 2019 die Strategie „WIEN 2030 – Wirtschaft & Innova­tion“ mit dem Ziel beschlossen, den Wirtschaftsstandort Wien fit für die globalen Herausforderungen Klimaerwärmung, technologischer und demografischer Wandel, Urbanisierung und Migration zu machen. Bei der Sicherung der Lebensqualität für alle Menschen in der Stadt arbeitet die Stadt Wien mit Sozialpartnern, Unternehmen und Forschung am Standort zusammen.

Wiener Spitzenthemen

Die gemeinsame Nutzung von Ressourcen („Sharing“), neue Baumaterialien und Bauweisen, eine Stadt der kurzen Wege, die Neuorganisation der Versorgung mit Gütern, Energie und Mobilität – das ist eines der Ziele der Strategie „WIEN 2030 – Wirtschaft & Innova­tion“. Zur Anpassung an den Klimawandel werden Produkte und Dienstleistungen entwickelt, umgesetzt und exportiert, mit denen weltweit die Lebensqualität in Städten verbessert werden kann. Bestehende Stadtquartiere werden systematisch klimafit gemacht und die nächsten Stadtteile, die in Wien neu errichtet werden, werden zu international anerkannten Best Practices für klimagerechte Stadtentwicklung. Dabei werden Bürge­rinnen und Bürger intensiv einbezogen. 

CO2-neutraler Verkehr

Entwickelt, umgesetzt und exportiert werden auch technologische und gesellschaftliche Lösungen für einen CO2-neu­tralen Stadt- und Regionalverkehr von Personen und Gütern. Regulative und qualitative Standards werden im Hinblick 

auf ressourcenschonendes, lebenszyklus- und kreislauforientiertes Planen und Bauen umgesetzt. Smarte urbane Lösungen umfassen in Wien technologische sowie organisatorische und soziale Innovationen, sie werden unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger integral und gewerkeübergreifend entwickelt.

Moderner Standort

Der Gesundheitssektor ist unverzichtbar für die Region Wien. Die Stadt zu einem weltweit führenden Gesundheitsstandort zu machen, Spitzenmedizin und den leistbaren Zugang zu hochwertigen Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen gemeinsam mit exzellenter Forschung und innovativen Unternehmen zu ermöglichen ist ein weiteres Ziel der Strategie ebenso wie die Digitali­sierung des Alltags und der Wirtschaft. Die Sicherstellung hochwertiger digitaler Lö­sungen garantiert Fairness, Transparenz, Sicherheit und Selbstbestimmung. 

Die konsequente Ökologisierung von Produktionsprozessen und Produkten aus Wien soll globale Maßstäbe setzen und so zu einer exportfähigen Standortqualität werden. Daher wird die Stadt weiterhin gezielt Produktionsflächen im Stadtgebiet vorhalten, deren Qualität kontinuierlich verbessert wird. Zudem wird Wien innovative Modelle des Zusammenspiels von Produktion mit anderen Raumnutzungsformen forcieren. 

Kreativität als Motor

Wien wird sich weiterhin als internationaler Treffpunkt der Diplomatie, als Ort der Ansiedlung internationaler Organisationen und als moderner Kongress- und Headquarterstandort für die Zukunft fit halten. Kongresse und Businessevents werden gezielt angeworben. 

Und nicht zuletzt wird der ausgezeichnete Ruf Wiens als Kulturmetropole gezielt genutzt, um Start-ups, Klein- und Mittelbetriebe sowie Talente aus der ganzen Welt nach Wien zu holen, die hier kollaborativ an innovativen Lösungen für Kulturinstitutionen arbeiten. In Co-Creation-Prozessen mit anderen Wirtschafts- und Innovationsbereichen soll Kreativität als maßgebliche ­Innovationstreiberin und Motor für das Wiener Innovations­milieu gezielt angesprochen werden.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel ab Seite 28 der aktuellen Ausgabe 371-6/2023 oder am Austria Kiosk!


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