340 Editorial

Transformation und Neuerfindung

Sind private Investoren oder die öffentliche Hand der bessere Bauherr? Lässt man die weitere und jüngste Vergangenheit Revue passieren, scheint die Antwort auf der Hand zu liegen.

von: Roland Kanfer

Bau­skandale wie das AKH oder das Krankenhaus Nord in Wien konnten deshalb entstehen, weil es auf Seiten des Bauherrn keine klare Ver­antwortlichkeit gab und die Projektleitung so offen war
für Begehrlich­keiten verschiedenster Akteure, vorwiegend von politischer Seite. Beim derzeit stattfindenden Umbau des öster­reichischen Parlamentsgebäudes wird, vielleicht gerade noch rechtzeitig, die Reißleine gezogen. Die Parlamentsdirektion überlässt die Projekt­steuerung nun den Profis von der Bundesimmo­biliengesellschaft und hofft so, die Baukosten in den Griff zu bekom­men, wenn auch auf Kosten der Ausstattung und mit Fertigstellungsverzögerung.

Historische Bausubstanz
Sanierungen historischer Bausubstanz wie der Ringstraßenbau von Theophil Hansen sind freilich etwas anderes als Neubauten. Der Denkmalschutz stellt besondere Anforderungen, verborgene, nicht aufgezeichnete bautechnische Details können für Überraschungen und damit für nicht vorhersehbare Verzögerungen und Verteuerungen sorgen. Letzteres betrifft allerdings nicht nur die öffentliche Hand, auch private Bauherren sind vor Unerwartetem nicht gefeit, wenn Baufirmen mit ihnen wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Qualität der Ausführung in Streit geraten, wie beispielsweise beim Philips-Haus in Wien.

Mitte Dezember wird der Ideenwettbewerb für eine Nach­nutzung des Rohstoffmagazins 2 in der ehemaligen Tabakfabrik Linz juriert. Nicht nur die Fassade des Peter-Behrens-Baus, sondern mit neuem Raumkonzept soll die Nutzung neu erfunden werden, um die laut Ausschreibungspräambel „stolze Hochburg der Arbeiter­klasse, ein Musterbeispiel sozialer Architektur und Stadtplanung“ nach ihrer Privatisierung und anschließender Rückführung in die öffentliche Verwaltung für heutige Formen von Leben und Arbeiten fit zu machen. Man darf auf die gestalterischen und gesellschaftspolitischen Ideen gespannt sein, wie diese architekturhistorische Ikone ins 21. Jahrhundert transformiert werden kann.


Die Stadt Wels startet die Neugestaltung und Attraktivierung des Kaiser-Josef-Platzes.

Nach der Erneuerung der Ringstraße, der Fußgängerzonen Schmidtgasse und Bäckergasse sowie des Stadtplatzes startet die Stadt Wels nun die…

Weiterlesen
© VELUX

Analysen für die neue Tageslichtnorm ÖNORM EN 17037 lassen sich mit dem VELUX Daylight Visualizer – einem kostenlosen Tageslicht-Simulationsprogramm –…

Weiterlesen
© Johannes Plattner Fotografie

„Unsere Häuser sollen nicht nur funk­tionieren sondern auch spannend mit dem Stadtraum interagieren. “

Weiterlesen
© Froetscher Lichtenwagner Architekten

„Maximierung des vorhandenen Potenzials und Großzügigkeit“

Weiterlesen
© Richard Watzke

Für den Einsatz von Naturstein auf Außenflächen gibt es viele gute Gründe. Der Geschäftsführer des Deutschen Naturwerkstein-Verbands DNV, Reiner Krug,…

Weiterlesen
© Müller Möbelwerkstätten
Interior Design

Kleines ganz groß

Auf großem Raum kann man viele schöne Dinge machen. Und es ist denkbar einfach. Auf kleinem Raum jedoch einen vollwertigen, anspruchsvollen Wohnraum…

Weiterlesen
© Albert Wimmer ZT-GmbH

Auslober: Stadt Augsburg, Rathausplatz 1, 86150 Augsburg, Deutschland

Weiterlesen
© Baumschlager Eberle

Motto: „authentisch, methodisch, poetisch“

Weiterlesen
© Paul Rakosa, 2020

Wohnen am Marchfeldkanal, Bauplatz 1, Wien / Architektengemeinschaft Stammersdorf – Hermann & Valentiny und Partner

Weiterlesen
© tschinkersten fotografie

Der Kapellenhof, Wien / ARGE KAP – AllesWirdGut / feld72 Architekten

Weiterlesen

Sonderausgabe: Immobilien 2018

LESEN

METALL + GLAS 2019

LESEN

Abonnement und Mediadaten

Sie wollen die führende österreichische Fachzeitschrift kennen lernen?
Sie wollen sich über Erscheinungstermine, Schwerpunkte und Werbemöglichkeiten informieren?

Hier sind Sie richtig.  

Abonnement

Mediadaten