340 Projekte

Stadt trifft Dorf

© Rupert Steiner
Blick nach Norden, Verbindungsbrücken zwischen Wohnzeilen und östlicher Rahmenbebauung
© Rupert Steiner

generationen: wohnen Florasdorf, Bauteil 2 / Architekt Otto Häuselmayer

Die Entwicklung von Generationswohnkonzepten sowie die Weiterentwicklung des SMART Wohnungsprogrammes waren Anlass für den vom Wohnfonds der Stadt Wien im Jahr 2015 ausgelobten Bauträgerwettbewerb „generationen: wohnen Florasdorf“. Auf dem Gelände des Bahnhofs Jedlesee an der ehemaligen Nordwestbahnstrecke stand eine Fläche von 30.000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Stadt Wien sowie die ÖBB beauftragten 2003 den Wiener Architekten Otto Häuselmayer mit der Ausarbeitung eines städtebaulichen Leitkonzepts, das 2013 in den Beschluss des Flächenwidmungs- und Bebauungs­planes mündete. Auf dessen Basis wurden zwei Bauplätze definiert und jeweils Bau­trägerwettbewerbe ausgelobt, wobei Architekt Häuselmayer gemeinsam mit dem gemeinnützigen Bauträger BWSG und den Landschaftsplanerinnen Anna Detzlhofer und Sabine Dessovic als Fixstarter antraten. Auf dem Bauplatz 1 setzten sich die Bau­träger Neues Leben und Siedlungsunion gemeinsam mit den Architekturbüros Freimüller Söllinger und Studio Vlay als Sieger durch (über dieses Projekt berichten wir in der nächsten Ausgabe).

Plastisch artikulierte Differenzierung
Häuselmayers Projekt stellt eine Weiterentwicklung des Siedlungsthemas der BWSG-Wohnsiedlung Koloniestraße mit plastisch artikulierter Differenzierung der langgestreckten Ostfassade und Hofbildung dar. Die Wohnzeilen sind mit großzügigen Freiräumen nach Süden orientiert und verbinden sich im Bereich des Gebäuderiegels über Wegverbindungen mit den bereits bestehenden Wohnhöfen. Das Zentrum der Wohnhausanlage bildet ein Platzbereich, über den die Ost-West-Verbindung zur Johannes-Fehring-Promenade und zum Einkaufszentrum Nord sowie die Nord-Süd-Hauptwegverbindung zur Grünanlage mit Gemeinschaftsgärten, Naturspielplatz, Marktplatz, Parcours und einem Kindertagesheim führen. Die innere Erschließung verbindet strukturell alle Wohnbauten und schafft als Mehrwert für die Smart-Wohnungen weitere Flächen als Begegnungsräume. Die Jury (Vorsitz: ­Dietmar Steiner) lobte die städtebaulich überzeugend umgesetzte Leitidee, das „Zwischenland“ zwischen A22 und Prager Straße mit neuer urbaner Identität auszustatten.

Zuschaltbare Wohnungen
Der Themenschwerpunkt generationen: wohnen wird durch 30 betreubare Wohnungen und zwei Wohngemeinschaften sowie durch Wohnungen mit zuschaltbaren Wohnbereichen für ältere Familienmit­glieder aufgegriffen. Diese Zuschaltbarkeit wird durch die Verbindungsbrücken in Form von Hängebrücken zwischen den Wohn­zeilen und der Randbebauung ermöglicht. Dabei handelt es sich um Stahlrahmen­konstruktionen mit oberen horizontalen Fachwerksträgern, jeweils zwei Geschoßverbindungen werden von Hängestäben getragen. Im Kopfbau befinden sich drei Extrazimmer, die angemietet werden können. Das Projekt bietet vielseitige Angebote zur Kommunikation durch einen Senioren­treff am Quartiersplatz, eine Gemeinschaftsterrasse und Gemeinschaftsbalkone mit Pflanzenbeeten in den Erschließungszonen, die vertikal begrünt sind.


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