Architektur

Silbernes Eingangstor

© Luc Boegly
Ein massives Holzfachwerk bildet die Trägerebene der Fassade aus Aluminiumkassetten.
© Luc Boegly

Green Office ENJOY, Paris (F) // Baumschlager Eberle Architekten (A) / Scape (IT)

Das Viertel Batignolles ist ein Stadtentwicklungsgebiet im Nordwesten von Paris, zwischen der belebten Place de Clichy und dem bürgerlichen 17. Arrondissement der französischen Hauptstadt. Rund um einen Park entstehen auf 50 Hektar Mischnutzungen mit Bürogebäuden, 3400 Wohnungen sowie einem 160 Meter hohen Gerichts­gebäude, entworfen von Renzo Piano. Ökologisches Bauen wird in diesem Viertel groß geschrieben. Man ist bestrebt, das vom französischen Staat verliehene Zertifikat „EcoQuartier“ zu bekommen.

Skelettkonstruktion aus Holz
Auch das im Vorjahr fertiggestellte Büro- und Verwaltungsgebäude ENJOY von Baumschlager Eberle Architekten aus ­Österreich setzt auf Ökologie: Mit Ausnahme des betonierten Sockelgeschoßes – um die Schwingungen der unter dem Gebäude durchfahrenden Züge abzufangen – handelt es sich bei dem Plusenergiegebäude um eine Skelettkonstruktion aus verleimtem Schichtholz. Selbst die Geschoß­decken bestehen aus Brettsperrholz. Ein massives Holzfachwerk bildet die Trägerebene der Fassade aus Aluminiumkassetten.

2700 Kubikmeter Holz wurden verbaut, das soll, so haben die Architekten errechnet, im Vergleich zu einer reinen Betonkonstruktion in der Produktion eine Einsparung von 2900 Tonnen CO2 bringen. Der Werkstoff Holz ist auch in der Eingangshalle und in den Büros sichtbar.  Leicht wie die Konstruktion präsentiert sich die Architektur konsequenterweise auch zum Außenraum. Eine transparente, von vertikalen Öffnungen geprägte, silbrig glänzende Fassade reicht vom Straßen­niveau bis über die Dachkante hinaus. Sie ist vom Pariser Städtebau mit seinen ver­tikalen Fassadengliederungen und Bel­etagen inspiriert und soll das achtgeschoßige Gebäude als Eingangstor des neu entstehenden Stadtviertels markieren. Drei um einen zentralen Eingangsbereich gruppierte Gebäudetrakte folgen einerseits mit einem Fassadenknick dem Straßenverlauf im Osten und öffnen sich im Westen dem Stadtraum, schirmen diesen aber zugleich vom begrünten Hofbereich ab. Im 5. Obergeschoß befinden sich drei gedeckte Terrassen, die als „Fenster zur Stadt“ den Blick bis zum Sacré Coeur und dem Eiffelturm erlauben.

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