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Schule statt Bürogebäude

© Warema/ Fotograf Manos Meisen
© Warema/ Fotograf Manos Meisen

Seine Flexibilität als multifunktionales Gebäude stellte ein Bürogebäude bereits vor der Eröffnung unter Beweis.

Der markante Gebäudekomplex „Snake“ im Gewerbe- und Landschaftspark TRIOTOP Köln wurde vor Baubeginn für die Interimsnutzung der neuen städtischen Gesamtschule in Köln-­Vogelsang umgeplant. Nach nur 16 Monaten Bauzeit konnten die Schüler pünktlich zum neuen Schuljahr 2019/2020 dort einziehen.
Im dreigeschoßigen Gebäudekomplex mit einer Bruttogeschoßfläche von 10.827 m² kann für flexible Büronutzung jede Etage in bis zu sechs Mieteinheiten unterteilt werden. Für die Nutzung als Interimsschulgebäude wurde „Snake“ mit dem kompletten Raumprogramm für eine Gesamtschule geplant, einschließlich Teamräumen, einer Mensa und einer Aula.
Das städtebauliche Konzept der Kölner Architekten Bernhard Trübenbach und Claudia Kister sah die Vermeidung von massiven, gleichförmigen Bürobauten vor. Die Architekten fanden eine Lösung in der optischen Unterteilung des großvolumigen Baukörpers. Mit drei tiefen Einschnürungen unterbrechen sie die enormen Abmessungen und schaffen hofähnliche Vorbereiche. Die Verblendfassade wurde mit speziell geformten Klinkern im handwerklichen Läuferverband so gestaltet, dass die Anmutung einer geschuppten Schlangenhaut entsteht. Zu guter Letzt greift eine fast haushohe Grünfassade im Innenhof die Assoziation noch einmal auf und zeigt ein Schlangenemblem, das als Pflanzendesign durch unterschiedlichen Bewuchs erzeugt wird.  
Eine technisch ausgefeilte Fassaden­konstruktion verwandelt in den abgerundeten Gebäudeecken auch die umlaufenden Fenster- und Brüstungsbänder in fließende Kurven. Das Fassadenrund ist in Segmenten nachgebildet und besteht aus mehreren schmalen, jedes in sich geraden Elementen mit Fenstern und Raffstoren. Teure und schadensanfällige gebogene Fenster oder Rundbogenraffstoren konnten so vermieden werden. Für den außen liegenden Sonnenschutz kamen Warema Raffstoren E80 A2 S mit randgebördelten Lamellen zur Anwendung. Die seitliche Seilführung wurde, der Windfestigkeit des Standorts entsprechend, durch ein zusätzliches Spannseil gesichert. Für die Aluminiumteile wurde der Farbton RAL 7022, für die Lamellenbänder RAL 9006 gewählt. Die neutrale Farbgebung garantiert gute lichttechnische Eigenschaften und geringe Verschmutzungsanfälligkeit. Zusammen mit den geschlossenen Paneelen der Fensterbänder und dem lebendigen Ziegelrot der Klinker ergeben die Farben ein harmonisches Fassaden­bild. 

Informationen
warema.at

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