Architektur Projekte

Schlankes, rohes Regal

© Maxime Delvaux
© Maxime Delvaux

Public Condenser, Paris-Saclay University Campus, Gif-sur-Yvette / muoto architecture studio, Paris

Die Aktivitäten, die im Gebäude stattfinden, bilden die eigentliche Fassade des „Public Condenser“. Das aus einem Café, einem Studentenrestaurant, einer Rezeption, einem Spielebereich, Fitnessräumen und Sportplätzen bestehende Innenleben ist, geschoßweise gestapelt, für den Betrachter von der Straße aus sichtbar. Umgekehrt haben die Studenten der Pariser Universität Saclay von jedem Geschoß des Multifunktionsgebäudes ungehinderten Blick über das Gelände des in den Fünfzigerjahren entstandenen Forschungs- und Universitätsclusters südlich von Paris. Seit 2008 entstehen dort neue Gebäude, heute bevölkern 10.500 Forscher und Lehrende sowie 60.000 Studenten das Areal.

Der 2016 fertiggestellte „Public Condenser“ ist als zentraler Treffpunkt gedacht, als öffentlicher Platz und Verbindungsglied zwischen der bestehenden Technischen Hochschule und dem zukünftigen Campuszentrum. Eigentlich handelt es sich weniger um ein Gebäude als um ein schlankes Regal, in dem je nach Belieben die unterschied­lichen Funktionen untergebracht werden können. Rund um einen zentralen Stiegenhauskern planten die Pariser Architekten Gilles Delalex and Yves Moreau alias muoto architecture studio eine rohe und radikal minimalistische Stahlbetonskelettkonstruktion, die nur im Erdgeschoß sowie im zweiten Obergeschoß verglast ist. Erster und letzter Stock sind offen. Prominent sichtbar ist die Tragkonstruktion mit ihren unverputzten, 30 mal 30 Zentimeter schlanken Ortbetonstützen, Deckenplatten und 90 Zentimeter hohen Beton­fertig­teilunterzügen.

Im Erdgeschoß liegen die Nebenräume, deren Verglasungsebene hinter die Baulinie rückt. Das Stockwerk darüber ist eine offene Halle für Freizeitaktivitäten, das zweite Obergeschoß ist bündig mit der Vorder­kante verglast und dient als Restaurant. Auf der Dachterrasse befinden sich die Sportplätze. Die um vergleichsweise sparsame 6,5 Millionen Euro errichtete Konstruktion wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: einer Anerkennung beim Lafarge­Holcim Award 2017, dem Award Equerre d’Argent 2016, dem Bauwelt-Preis 2017, dem ADC Award 2017 sowie dem Holcim Award 2014.

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