335 Interior Design

Sanus Per Aquam

© www.7132.com
Die Therme in Vals (Peter Zumthor, 1996) setzte neue Maßstäbe für die Architektur des Wohlbefindens.
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Wasser ist Faszination. Erwachsene unterscheiden sich kaum von Kindern, wenn es darum geht, sich in erfrischendem Nass zu aalen. Doch im Gegensatz zu den Kleinen haben die Großen höhere Ansprüche. Viel höhere, um genau zu sein.

von: Barbara Jahn

Die Zeiten ändern sich mit einem Tempo, das auch den Menschen langsam den Atem zu rauben scheint. Der Ausgleich wird gesucht, seit Entspannung im normalen Alltag nicht einmal mehr im Wortschatz vorkommt, und die Hotels, die das ganze Wohlfühlpaket anbieten, boomen. Allerdings lockt das bloße Angebot eines Wellnessbereichs niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, denn es muss schon etwas Besonderes sein. Also verändert sich auch hier alles mit Blitz­ge­schwindig­keit. Die Richtung, in die es hingeht, ist ganz klar: Wasser mit Körpertemperatur, freie Benutzung inklusive Handtücher und Sauna sind selbstredend. Was die Leute wirklich wollen, ist das Erlebnis mit Ausblick auf die Umgebung, schöne, abwechslungsreiche Architektur und Designerstücke, die attraktiv, ein­ladend und komfortabel zugleich sind. Was darüber hinausgeht, bezeichnet man heute als Luxus. Wenn auch von einem sehr hohen Niveau ausgehend.

Vom Berg ins Tal
„Ein Spa ist wie ein heiliger Ort“, sagte der Schweizer Architekt Mario Botta, und genauso baute er es. Ein Platz der Ruhe und Entspannung, ein Spiel von Licht und Schatten, ein Treffen von Wasser und Stein. Die terrassenförmig angelegte Wellness Botta Berg Oase, 1.800 Meter über dem Meer, ist etwas, das es seit
Peter Zumthors legendärer Therme in Vals nicht mehr gegeben hat. Nicht etwa, dass die beiden einander gleichen würden. Dennoch ist ihnen dieselbe Art von Nüchternheit gemein. Abseits von Zirbenholz und Kräuterflair wird mächtiger Stein aus Arosa von warmem Klima umschmeichelt und antwortet selbst mit seiner Wellenform auf die wogende Bewegung des Wassers. Mario Botta – wer ihn kennt, weiß das – hat sich dem Ziegelformat verschrieben. Denn kaum ein Bau von ihm kommt ohne die kleinteiligen Bauelemente aus. Über dem viergeschoßigen Gebäude, das sich dicht an den Berg lehnt, thronen insgesamt neun riesige „Lichtbäume“, die mit ihrer segelartigen Form das Tageslicht in den fast schon sakralen Raum hereinholen. Mit dieser Art von Lichtführung hat sich Botta auch die einzige Möglichkeit, die Räume zu belichten, zunutze gemacht und bietet damit den Gästen eine Erlebniswelt für Geist und Körper.

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