343 Editorial

Risiko­verteilung

© Raphael Kanfer
© Raphael Kanfer

„Schau ma mal, dann wer ma scho sehen“, lautet ein geflügeltes Bonmot in Bayern, das mindestens ebenso gut nach Österreich passt.

von: Roland Kanfer

„Wir machen einen Architekturwettbewerb, dann schauen wir wegen der Finanzierung“ – diese Aussage war im Zusammenhang mit der Vorstellung des Projekts einer „schwebenden Bibliothek“ in Wien-­Donaustadt zu hören. Oder: „Wir machen einen Architekturwettbewerb, dann schauen wir wegen der politischen und gesellschaftlichen Umsetzbarkeit.“

Nach diesem Prinzip wurden beim „Stadtquartier Muthgasse“, über das wir in dieser Ausgabe berichten, oder beim „Management Center Innsbruck“ Wettbewerbe veranstaltet: Die öffentliche Hand hat eine Idee für ein Projekt oder für die städtebauliche Entwicklung eines Areals. Man schreibt einen Architekturwettbewerb aus, in der Regel zweistufig, offen und EU-weit. Damit auch junge Architekten die Chance auf ein Projekt bekommen. Dafür sind diese bereit, viel Hirnschmalz und viele Arbeitsstunden zu investieren – ohne Sicher­heit, selbst im Fall eines Wettbewerbsgewinnes mit der Realisierung beauftragt zu werden oder eine Aufwandsentschädigung zu erhalten, sollte das Projekt nicht umgesetzt werden. Selbst bei einem Gutachterverfahren, was gleichbedeutend ist mit einem Wettbewerb für einen beschränkten, geladenen Teilnehmerkreis, besteht die Gefahr, leer auszugehen.

Es sind also oft die Architekten, die allein das finanzielle Risiko für ein schlecht vorbereitetes Projekt tragen. Doch nicht nur das: Wettbewerbsteilnehmer werden mit Abgabe ihres Entwurfs dazu verpflichtet, im Fall einer Beauftragung die Einhaltung der im  – erst nach dem Zuschlag beginnenden – Verhandlungsverfahren vertraglich vereinbarten Baukostenobergrenze zu garantieren.

Das ARCHITEKTURJOURNAL WETTBEWERBE dokumentiert die Ergebnisse von Wettbewerbsverfahren umfassend und neutral. Als Magazin für Baukultur ist es aber auch unsere Aufgabe, die Hintergründe zu beleuchten, wie Ausschreibungen zustande kommen und warum es bei Verfahren manchmal zu Unstimmigkeiten, Neuausschreibungen oder Abbrüchen kommt. Wir werden aber selbstverständlich auch positive Beispiele für Wettbewerbsverfahren und -modelle zeigen, die es natürlich auch gibt.

Den Artikel als PDF können Sie hier herunterladen.


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