Editorial

Raum für Kreativität

Mehr Raum für individuelles Lernen, mehr Raum für Bewegung und Kreativität, mehr Raum für ein Miteinander und für Begegnung.

Schulbauten sind heute Lichtjahre entfernt von den verstaubten pädagogischen Konzepten, denen noch die Generation der Eltern heutiger Schüler ausgesetzt war. Vielfältige gesellschaftliche Veränderungen – Verflachung der Autoritätskurve, ganztägiger Betreuungsbedarf, zunehmende Übernahme der Erziehungs­funktionen durch die Schule – machen es notwendig, in Planung und Bau von Schulgebäuden neue Wege zu gehen. Wo es die städtebaulichen Gegebenheiten zulassen, werden heute Schulen gebaut, die offene Lernland­schaften und Gruppenräume mit freier Arbeitsplatzwahl für die Kinder und Jugendlichen statt Klassenzimmer für den Frontalunterricht vorsehen. Raum für Bewegung ist sowieso mehr denn je ein Muss.

Das Konzept Schulcampus kommt diesen Ansprüchen ideal entgegen. Ursprünglich nur im universitären Bereich üblich, waren damit außerhalb von Städten angesiedelte Gebäudeensembles gemeint, die neben Räumlichkeiten für Lehre und Forschung auch Wohnunterkünfte für Lehrpersonal und Studenten sowie Erholungsflächen anbieten. Die im 18. Jahrhundert gegründete Princeton University war der erste derartige Campus.

Mit der Erfindung des Schulcampus in Skandinavien und den Niederlanden vor einigen Jahren wurde der Gedanke der Verschränkung unterschiedlicher Funktionen auf den schulischen Bereich übertragen. In Österreich, wo der Begriff Gesamtschule, über den seit Jahrzehnten ideologisch gestritten wird, verpönt ist, gehen Gemeinden oft den Umweg über die Errichtung eines Campus, um Volks- und Haupt- oder Mittelschule an einem Standort zu ver­einen, manchmal noch erweitert um einen Kindergarten. An den Architekten liegt es dann, wie durchlässig sie die Grenzen zwischen den einzelnen ­Bildungsstufen baulich gestalten. Die in dieser Ausgabe präsentierten Beispiele – sowohl realisierte Projekte als auch Wettbewerbe – sind positive Beispiele für die notwendige Durchlässigkeit und ­Offenheit.

 


Graphisoft lädt Architekten und Ingenieure zum persönlichen Gespräch.

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Interdisziplinärer Planungswettbewerb mit zwei Phasen. Bewerbungsschluss 28. Januar 2021 (18.00 Uhr MEZ)

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Die Ausschreibungsphase für den Brick Award 2022 hat begonnen. Bis 8. April 2021 können Projekte eingereicht werden.

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News Editorial

2020 – ein Weckruf

2020 war ein bedeutungsvolles und herausforderndes Jahr. Das Beste, das man über 2020 sagen kann, ist, dass es bald vorbei ist.

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© Pittino & Ortner

„Architektur dient nicht sich selbst.“

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© LC4

Das Wettbewerbsareal liegt am östlichen Rand des Stadtteils Pradl an der Schnittstelle zwischen strukturell sehr unterschiedlich geprägten Gebieten.

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© Kurt Hoerbst

Sirius Aspern J4, Wien // Arkitektfirma Helen & Hard / WGA ZT GmbH

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© LC4-architektur

„Architektur im Prozess“ entsteht durch ständigen Dialog von Form und Funktion sowie kontextueller Faktoren.

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© Team Architekturhalle

„Das Zusammenspiel von Proportion, Raumzuschnitt, Materialität und Licht bestimmt das Gebaute.“

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© Architekturhalle

Die Wettbewerbsaufgabe stellte die dritte und vierte Baustufe des gesamten Vorhabens „Südtiroler Siedlung Pradl-Ost“ der NHT dar.

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