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Plädoyer für die Architektur

Wozu brauchen Häuslbauer einen Architekten? Der ist doch nur teuer und möchte sich als Künstler nur selbst verwirklichen. Ist es tatsächlich so?

Geht es den Architekturschaffenden ausschließlich um die Befriedigung des eigenen Egos, wenn sie im Auftrag eines Bauherrn ein Einfamilienhaus planen?

Oder ist es nicht viel mehr so, dass sich Architekten bemühen, die Wünsche ihrer Auftraggeber und deren finanzielle Möglichkeiten unter einen Hut zu bringen? Und dabei versuchen, konstruktiv und wirtschaftlich das Optimum herauszuholen? Dass das etwas kostet, ist klar. Niemand arbeitet gerne gratis. 18 bis 20 Prozent der Errichtungskosten müssen schon kalkuliert werden. Da sind aber nicht nur der Entwurf und die Planung inklusive Statik und Bauphysik dabei, sondern auch die örtliche Bauaufsicht durch den Architekten. Er überwacht also die planungsgemäße Umsetzung auf der Baustelle und stellt sicher, dass sich die Baufirmen kein Körberl­geld durch Einsparungen beim Beton, bei der Abdichtung oder bei anderen essenziellen Details holen. Wenn man so will, erspart der Architekt dem Bauherrn also dessen Auftritt in der Soap Opera „Pfusch am Bau“.

Geschickte Architekten werden diese Planungskosten jedoch wieder hereinholen, indem sie, wie oben beschrieben, den Entwurf optimieren, über eine Ausschreibung detaillierte Preise einholen und diese Einzelpositionen mit den Baufirmen nachverhandeln können. Nebenbei können sie noch das „Haus nach Maß“ liefern, das in jedem Detail den Bedürfnissen ihrer Auftraggeber gerecht wird. Das alles sollte doch für die Betrauung eines Architekten sprechen. Ein Haus baut man sich schließlich nicht jeden Tag.

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Graphisoft lädt Architekten und Ingenieure zum persönlichen Gespräch.

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Interdisziplinärer Planungswettbewerb mit zwei Phasen. Bewerbungsschluss 28. Januar 2021 (18.00 Uhr MEZ)

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Die Ausschreibungsphase für den Brick Award 2022 hat begonnen. Bis 8. April 2021 können Projekte eingereicht werden.

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News Editorial

2020 – ein Weckruf

2020 war ein bedeutungsvolles und herausforderndes Jahr. Das Beste, das man über 2020 sagen kann, ist, dass es bald vorbei ist.

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„Architektur dient nicht sich selbst.“

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Das Wettbewerbsareal liegt am östlichen Rand des Stadtteils Pradl an der Schnittstelle zwischen strukturell sehr unterschiedlich geprägten Gebieten.

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© Kurt Hoerbst

Sirius Aspern J4, Wien // Arkitektfirma Helen & Hard / WGA ZT GmbH

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© LC4-architektur

„Architektur im Prozess“ entsteht durch ständigen Dialog von Form und Funktion sowie kontextueller Faktoren.

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© Team Architekturhalle

„Das Zusammenspiel von Proportion, Raumzuschnitt, Materialität und Licht bestimmt das Gebaute.“

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Die Wettbewerbsaufgabe stellte die dritte und vierte Baustufe des gesamten Vorhabens „Südtiroler Siedlung Pradl-Ost“ der NHT dar.

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