331 Wettbewerbe

Neu Marx ­gemeinsam gestalten, Wien

© Ortner & Ortner Baukunst, TOPOTEK 1
© Ortner & Ortner Baukunst, TOPOTEK 1

Ausloberinnen: WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, vertreten durch Stephan Barasits, Messeplatz 1, 1021 Wien, in Kooperation mit der Raiffeisen Property ­International GmbH, vertreten durch Herrn Dieter Hoffmann

Verfahrensbüro
Raumposition Scheuvens | Allmeier | Ziegler OG, Frau Daniela Allmeier, Lederergasse 18/1, 1080 Wien

Art des Verfahrens
Das städtebauliche Qualifizierungsverfahren wird gemäß §§ 159 ff BVergG 2006 als wettbewerblicher Dialog durchgeführt.

Gegenstand des Verfahrens
Auf dem Areal des ehemaligen Wiener Centralviehmarkts St. Marx im 3. Wiener Gemeindebezirk entwickelt sich ein neuer Stadtteil mit einem außergewöhnlichen Profil. Es ist das erklärte Ziel der Stadt Wien und der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, in Kooperation mit der Raiffeisen Property International GmbH, hier einen unverwechselbaren Standort mit überregionaler Strahlkraft zu entwickeln. Historischer Kern des Standortes bildet die ehemalige Rindermarkthalle, die aktuell für unterschiedliche großformatige Veranstaltungen wie Konzerte, Galas, Messen udgl. zwi­schen­genutzt wird. Unternehmen und Institutionen aus Telekommunikation, Medien, Forschung und Technologie haben sich bis heute in Neu Marx niedergelassen. Aktuell sind rund 7.000 Menschen am Standort beschäftigt. Zukünftig sollen es rund 15.000 sein, die hier arbeiten und auch wohnen werden. Noch ist die Entwicklung jedoch nicht abgeschlossen, noch stehen Flächen, die unter anderem einst für die Ansiedlung des ORF vorgesehen waren, für neue Nutzungen zur Verfügung. An diesem einzigartigen Standort soll ein lebendiges, urbanes Quartier geschaffen werden, das sich in den Kontext seiner Umgebung einbindet und dennoch ganz eigene, unverwechselbare Standortqualitäten entwickelt. Den Kern des Standortprofils bilden weiterhin Nutzungen aus Wissenschaft/Forschung, Technologie, Medien und der Kreativwirtschaft. Fokussiert wird dabei auch auf die Start-up- und Kreativszene in Wien, für die der Standort (vor allem in Verbindung mit der Marx Halle) zu einer interessanten Adresse werden kann. All dies erfordert aber auch eine Erweiterung des Nutzungsspektrums für besondere Wohnformen, etwa in der Verbindung von Arbeiten und Wohnen bzw. von der Kreativwirtschaft und Wohnen und/oder auch besondere Formen des temporären Wohnens.

Termine
Auswahlsitzung für die Teilnahme am Qualifizierungsverfahren am Verfahren: 13. Juni 2016
Zwischenkolloquium: 13. Oktober 2016
Preisgerichtssitzung: 13. Dezember 2016

1. Preis
Projekt 17

Ortner & Ortner, Düsseldorf/Wien/Berlin/Köln
Gegründet 1987
ortner-ortner.com

Topotek 1, Berlin/D
Gegründet 1996
topotek1.de

Projektbeurteilung
Der Entwurf bildet eine robuste städtebauliche Grundlage mit klassischen städtebaulichen Elementen. Er ist „handwerklich“ gut entwickelt und zeigt auch im Sinne der Auslobung Bereiche, in denen gemischte Nutzungen gut realisierbar sind. Dies betrifft sowohl die Entwicklung in der Ebene (einzelne Gassen als Handwerksgassen ausgebildet) wie auch in der Höhenentwicklung bei durchwegs geeigneter Erdgeschoßnutzung und möglichen Gewerbe- bzw. Wohnnutzungen in den Obergeschoßen. Seine städtebaulichen Qualitäten sind auch auf das Grundstück der RPHI erweitert und zeigen verwertbare Einheiten für die spätere Realisierung einzelner Bereiche. Das Erschließungskonzept ist plausibel, die Dichte und Körnung versprechen eine wirtschaftliche tragfähige Realisierung. Die eindeutige Stärke des Entwurfes begründet sich in der städtebaulichen Struktur. Der Anspruch auf eine Mischung unterschiedlicher städtischer Funktionen wird bezogen auf die Umsetzbarkeit in den Plänen zwar dokumentiert, es fehlen aber weiterführende Aussagen dahingehend, wie sich diese bezogen auf das besondere Standortprofil einlösen und realisieren lassen. Hierüber entwickelt sich eine kontrovers geführte Diskussion. Während Teile der Jury die Raumstruktur als robust und flexibel für unterschiedlichste Ansiedlungsfälle werten, kritisieren andere Mitglieder der Jury das Fehlen von Aussagen zu einer Prozessstruktur als Mangel. Hier wird die Befürchtung geäußert, dass der hohe Anspruch an eine innovative Standortentwicklung einem nunmehr pragmatischen Entwicklungsansatz untergeordnet wird. Auf Unverständnis stoßen die Visualisierungen, die einen anderen Entwicklungsanspruch signalisieren, als dies mit der Wettbewerbsauslobung intendiert und über die räumliche Konzeption auch möglich wäre.

2. Preis: Projekt 23
COBE Berlin, Berlin (D)
Studiovlay, Wien
Expanded Design, Wien
WES Landschafts­architektur, Hamburg/Oyten/Berlin/Düsseldorf (D)

Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Ausgabe 331. Zu bestellen unter www.wettbewerbe.cc/abo


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