Menschen

Margarete Schütte-Lihotzky

© Werkbundsiedlung Wien
© Werkbundsiedlung Wien

„Architektur hat mit Gesinnung und Welt­anschauung zu tun.“

von: Barbara Jahn

Sie war die erste Architektin Österreichs und leistete echte Pionierarbeit: Dass Margarete Schütte-Lihotzky Architektur studieren durfte, grenzte an ein Wunder. Denn bis 1919, dem besonderen Jahr für Frauen, dessen heuer gedacht wird, war das Architekturstudium für Frauen nur an der Kunstgewerbeschule, nach bestandener Aufnahmeprüfung und bei entsprechendem Platzangebot, möglich. Sie besuchte ab 1915 die Klassen „Allgemeine Formenlehre“ und schließlich die Fachklasse für Architektur von Oskar Strnad. Erst seit April 1919, in dem ein entsprechender Erlass durch Otto Glöckel erteilt wurde, wurden Frauen zum Architekturstudium an der Technischen Hochschule und der Akademie zugelassen. Margarete Schütte-Lihotzky jedoch schloss ihr Studium bereits 1919 ab.

Ursprünglich interessierte sie sich für Malerei, nahm Privatunterricht und besuchte zwei Jahre die K. & K. Graphische Lehr- und Versuchsanstalt. Doch angesichts der großen Wohnungsnot des kriegsgebeutelten Wien wollte sie dazu beitragen, das Elend der herrschenden Wohnungsnot zu beseitigen. So nahm sie an einem Wettbewerb für Arbeiterwohnungen teil, den sie schließlich auch gewann. Der soziale Aspekt an der Architektur blieb lebenslang die Triebfeder ihres Schaffens. Ihre erste große Herausforderung fand sie in der Siedlerbewegung, bei der die Wiener nach dem Ersten Weltkrieg eigene Hütten ohne Pläne zu bauen begannen und für die Schütte-Lihotzky ein „Kernhaus“ entwarf, als Prototyp für eine einfache, aber komfortable Behausung mit Ausbau­potenzial.

Als andere Frauen vom Erlass 1919 profitieren konnten, war Margarete Schütte-Lihotzky bereits in Sachen Architektur unterwegs. Als Betreuerin eines Kindertransports nach Rotterdam gab sie den Kindern vormittags Zeichenunterricht, nachmittags entwarf sie Reihenhäuser für Familien im Architekturbüro Vermeer. Diese Erfahrung konnte sie, 1920 nach Wien zurückgekehrt, in einem Wettbewerb für eine Kleingarten- und Siedlungsanlage am Schafberg in Wien einbringen. „Ich wollte immer Wohnungsbau machen und die tägliche Umgebung des Menschen schaffen“, sagte die im Jahr 2000 mit unglaublichen 103 Jahren verstorbene Pionierin der weiblichen Architektur.

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