Wettbewerbe

„Kostengünstiges Wohnen“, Polgarstraße 30a, Wien 22 BPL B

Projekt B-3 Heimbau – EBG / Delugan Meissl – Ganahl Ifsits / rajek barosch

Zu Sitzungsbeginn wird das Verfahren zum Thema „Kostengünstiges Wohnen“ erläutert. Um die Einstiegskonditionen für die künftigen NutzerInnen günstig zu gestalten, werden die Bauplätze im Baurecht vergeben.

 Von den Projektanten war eine Gesamtdarstellung aller Ansätze zum Thema sowohl hinsichtlich der Maßnahmen in Planung und Bau als auch hinsichtlich Finanzierungsformen, Einsparungspotenzial bei den laufenden Kosten und den Baukosten gefordert sowie eine Darstellung hinsichtlich der Auswirkungen der gesetzten Maßnahmen auf die künftigen NutzerInnen. Der Juryvorsitzende betont die Wichtigkeit, das Thema „Kostengünstiges Wohnen“ in den Vordergrund zu stellen. In den Fokus der Beurteilung rückt damit die Frage nach den spezifischen Beiträgen zu einem kostengünstigen, leistbaren und gleichermaßen qualitätsvollen Wohnen.

Projekt B-3 Heimbau – EBG / Delugan Meissl – Ganahl Ifsits / rajek barosch

Sieger BPL B

Ökonomie

Die Gesamtbaukosten zählen zu den günstigsten im Bewerberfeld. Die Nutzerkonditionen liegen bei Berücksichtigung der Tilgung der Superförderung deutlich niedriger als der Durchschnitt des Bewerberfeldes. Der Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag ist in den ersten 4 Jahren auf € 0,15/m2 Nfl. abgesenkt. Durch die gute Ausnutzung ergibt sich mit € 0,73/m2 Nfl. ein sehr günstiger Baurechtszins. Mit einem Durchschnitt von 66,6 m2 Nutzfläche werden kompakte, ökonomisch vielfältige Wohnungstypen angeboten. Hervorgehoben wird die in der Präsentation dargelegte vertiefte Auseinandersetzung mit den einzelnen Kostenkomponenten wie Betriebskosten, Heizkosten, u.ä.

Soziale Nachhaltigkeit
Hervorgehoben werden die Kompaktheit und Vielfältigkeit der Wohnungen und die Inanspruchnahme von Superförderung. Positiv beurteilt werden die Erschließung der Punkthäuser über das Hallensystem mit angelagertem Gemeinschaftsraum, die Minimierung der Verkehrsflächen, die Gemeinschaftseinrichtungen im Erdgeschoß, die Gemeinschaftsdachterrassen und die hohe Qualität des Straßentraktes mit dem Angebot der „Plug-In“-Räume. Interessante Beiträge zum Wettbewerbsthema liefern die als Start-up Wohnungen konzipierten A-Typen sowie der die mietzinstragende Fläche reduzierende Ersatz der Loggien durch Balkone.

Architektur
Der Entwurf zeigt insgesamt einen sehr städtischen Ansatz, bei dem die in der Mitte freistehenden Punkthäuser einen sehr wertvollen Beitrag darstellen. Der langgestreckte Baukörper ist mit lediglich drei Stiegenhäusern sehr kompakt erschlossen. Die Stapelung und die Höhensprünge an der Polgarstraße stellen einen sehr guten Ansatz dar. Die durchgesteckten Wohnungen, die zum Teil auf die Gemeinschaftsterrasse münden, bieten hohe Qualitäten. Die Erdgeschoßzone ist gut gelöst, die Dreiteilung mit den Stiegenhäusern zugeordneten Nutzungen werden von der Jury sehr positiv beurteilt. Die Punkthäuser sind durch den Hallentypus sehr gut von oben belichtet. Die Wohnungstypen in den Punkthäusern sind sehr kompakt, klar strukturiert und gut möblierbar. Die gute Grundstruktur bietet hinsichtlich der Anpassung an unterschiedliche Lebenszyklen hohe Variabilität. Auch die Gestaltung der Fassade wird als sehr guter Beitrag bewertet. Das Angebot von kleinen, aber sehr funktionalen A-Typ-Wohnungen stellt ein gutes, ergänzendes Angebot dar. Die privaten Freiräume sind jedoch in ihrer Proportion ungünstig. Im Riegel finden sich zum Teil enge, ungünstig belichtete Wohnungen. Bedauert wird, dass der Freibereich nicht nach Westen entwickelt wurde und in der Wirkung von der Straße die Durchlässigkeit nicht betont wird. Die Einplanung einer SOS-Kinderdorf-Wohngruppe ist eine gute Ergänzung zum Kindertagesheim.


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