Interior Design

Klasse statt Masse

© Henrik Stenberg
Hotel The Krane: Von der Badewanne Cape Cod aus den Blick auf den Hafen Kopenhagens genießen.
© Henrik Stenberg

Die Hotellerie setzt immer mehr auf gutes Design, ausgezeichnete Qualität und extravagante Details. Denn es wird immer schwieriger, den Gast von heute noch zu überraschen. Warum also nicht einfach, indem man ihm ein schönes temporäres Zuhause anbietet?

Es ist eine zweistellige Millionenzahl, die die weltweite Summe an Hotels umreißt. Wie viele es wirklich sind, das weiß keiner so genau, aber klar ist: Alle buhlen um ihre Klientel. Hippe Konzepte, beste Lagen und makelloser Service ist aber nur die halbe Rechnung, denn Gästen sind eine qualitativ hochwertige Ausstattung, Sauberkeit und Hygiene ebenso wichtig. Wer also in die Badezimmer investiert, hat die Nase vorne. Besonders die kleineren Hotels, die oft gar nicht zu einer Kette gehören, leisten sich den Luxus der hochwertigen Ausstattung – ein namhafter Hersteller ist meist der Garant dafür, dass hier auf Qualität und Design geachtet wurde. Ein wichtiger Faktor dabei ist auch, dass nicht nur die Funktionalität nicht zu kurz kommt, sondern die Einrichtung mit der Architektur und dem Interior gut harmoniert.

Das Richtige finden
Duravit hat mit viel Fingerspitzengefühl schon viele Hotelbäder eingerichtet. So etwa das Hotel am Domplatz in Linz, in direkter Nachbarschaft zum Mariendom, in dem sich die Liebe zum Detail in jeder Ecke zeigt, auch in den Bädern. Teilverglaste Badezimmer öffnen den Raum und lassen ihn größer wirken, bewahren aber zugleich die Intimsphäre der Gäste. Damit trägt das Hotel am Domplatz dem Trend Rechnung, Bad und Wohnraum zu verbinden – Nassraum und Schlafbereich bleiben aber dennoch sinnvoll und unkompliziert getrennt. Diese wohldurchdachte Gestaltung ermöglicht dem Gast darüber hinaus ein Erlebnis der ganz besonderen Art: ein Bad in der frei stehenden Starck-Wanne von Duravit mit einem spektakulären Blick auf die faszinierende Außenfassade des Mariendoms. Das Viersterne­hotel Son Moll Sentits Hotel & Spa in der Nähe von Cala Ratjada auf Mallorca bietet ein ganz besonderes Wellnesserlebnis: Auf den Balkons der Suiten können Gäste in den Blue Moon-Pools von Duravit mit Blick auf die Küste entspannen. Die Architekten sind Arturo Vila, Jose Luis Pujol und Ignacio Pons, für das Interior Design war Sara Espinosa verantwortlich. Noch privater und exklusiver ist „The Krane“ in Kopenhagen. Das däni­sche Architektenbüro Arcgency verwandelte den ehemaligen Kohlekran in ein luxuriöses Designhotel für zwei. Mit an Bord sind Designs von Duravit: Gleich zwei Cape Cod-Wannen laden, nebeneinander platziert, zum gemeinsamen Entspannen ein – mit Premium­blick auf Kopenhagens Hafen bis hinaus aufs Meer. In den Bädern findet sich noch mehr Duravit-­Design: ME by Starck-WCs und Architec-­Waschbecken passen perfekt zum Industrielook.

Was Neues probieren
Ein Musterbeispiel für den kooperativen Ansatz von Laufen und den Schweizer Architekten Herzog ­ & de Meuron­ ist das Public Hotel in der Chrystie Street 215 im New Yorker Bowery District, der jüngste Spross des viel beachteten „Boutique-Hotel“-Konzepts von Ian Schrager. Laufen lieferte 370 kundenspezifisch angefertigte Waschtische und sechs frei stehende, öffentlich zugängliche Waschtische, die alle von den Schweizer Architekten entworfen wurden. Dazu kommen noch 577 Palomba-WCs. Public ist eine Ikone der New Yorker­ Hospitality-Szene, wo bei Design und Technik Exzellenz bis ins Detail gefordert wird. Die Produkte von Laufen haben dazu beigetragen, die Vision von Herzog & de Meuron in eine hochfunktionelle Realität zu überführen, die sich in der Idee von Individualität und Intimität des Public Hotels widerspiegelt. Dieses Konzept wird in jedem Raum umgesetzt, inklusive der Bäder, die mit Waschtischen ausgestattet sind, die Laufen exakt nach den Vorstellungen der Architekten angefertigt hat.

Produkte maßschneidern
Eine besondere Kooperation ergab sich für das jüngst eröffnete Salzburger Luxushotel Goldener Hirsch mit Villeroy & Boch. Neben den halböffentlichen Räumlichkeiten, die mit der neuen spülrandlosen WC-Generation der Kollektion Subway 2.0 sowie mit Urinalen der Serie Architecture ausgestattet wurden, genießt man in den insgesamt 64 Gästezimmern und sechs Suiten den erfrischenden Luxus des Dusch-WCs ViClean-I 100. Aber nicht nur das Produkt selbst ist beeindruckend, sondern auch das gelungene Co-Branding von Hotel und Hersteller: Der Deckel des Dusch-WCs ist dezent mit dem Logo des Hotels versehen, realisiert als Sonder­anfertigung von Villeroy & Boch für dieses einzig­artige Projekt. Die neu gestalteten Bäder überzeugen darüber hinaus mit den geschwungenen ovalen Unterbauwaschtischen der Kollektion Evana mit Waschtischplatte aus rotem Adneter Marmor, der einem überall in der Stadt Salzburg begegnet.

Perfekt abstimmen
Die helle, kurvenreiche und lichtdurchflutete Architektur des Luxushotels The Fontenay – ein Projekt des Hamburger Architekten Jan Störmer – erlaubt es, dass alle 130 Zimmer und Suiten nach außen liegen und von vielen der Blick auf die Alster möglich ist. Das perfekt aufeinander abgestimmte Interior Design der Gästezimmer von Christian Meinert vom Architektenbüro ­Aukett + Heese aus Berlin passt sich mit seiner Farbgebung der umliegenden Parklandschaft am Rande des Gewässers perfekt an. Helle Beigetöne, grüne Onyxwände, warme Weißnuancen, türkise und royal­blaue Akzente spiegeln mit viel Detailtreue die Natur der Umgebung wider. Die Badezimmer des Hotels sind in hellem Naturstein gehalten. Für die Ausstattung entschied man sich für die Keuco Kosmetikspiegel, Hocker und Accessoires in Nickel gebürstet. Der feine, matte Glanz von Nickel und seine äußerste Widerstandsfähigkeit machen diese Oberfläche so besonders attraktiv, denn gerade im Hotel muss die Badausstattung den hohen Anforderungen des Gastes und des Hotels ­gerecht werden. Der beleuchtete Kosmetikspiegel ist ein begehrtes Utensil für die Schönheitspflege, der Hocker mit hölzerner Sitzfläche lädt zum Verweilen ein. Designstarke Accessoires runden die Badgestaltung perfekt ab.


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