346 Thema

Keine schnellen Nummern

© Motel One
Chillen, arbeiten, essen – all das ist möglich in der Lobby eines Businesshotels – hier das Motel One in Düsseldorf.
© Motel One

Heute da, morgen dort – was romantisch klingt, ist für so manchen harter Arbeitsalltag. Sich ständig an eine neue Umgebung zu gewöhnen ist nicht immer leicht. Umso besser, wenn man eine Bleibe findet, in der man sich wenigstens ein bisschen zu Hause fühlt.

von: Barbara Jahn

Natürlich: Businessreisende halten sich selten lang an einem Ort auf. Schließlich ist man ja nicht zum Ver­gnügen da. Eine oder zwei Nächte, manchmal mehr, manchmal weniger – ganz gleich wie lange, meist hat man ohnehin wenig von seiner Bleibe, wenn der Job einen sehr fordert. Das liegt wohl auch daran, dass die Aufenthalte kostenschonend und deshalb so kurz wie möglich gehalten werden sollen.

Ein bisschen von allem
Doch trotz aller Schnelllebigkeit und Geschwindigkeit, die die Arbeitswelt einem abverlangt: Darf das auf Kosten der Aufenthaltsqualität gehen? Sicher nicht. Denn gerade die Zeit offline – mag es auf der 24-Stunden-Skala noch so wenig sein – ist extrem wertvoll, um Körper, Geist und Seele durchschnaufen und erholen zu lassen. Ein gutes Businesshotel kann viel dafür tun. Zum Beispiel wirklich gute Betten zur Verfügung stellen, ein gutes und unkompliziertes Frühstück anbieten, ein Wellness- und Fitnessbereich wäre vielleicht auch ganz wünschenswert, um sich auszupowern oder den Alltag hinter sich zu lassen, jedoch fehlen dürfen keinesfalls eine hochqualitative Internetver­bindung und eine stattliche Anzahl von Steckdosen.

Alles da
Nun, funktionierendes technisches Equipment ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, nicht aber eine ästhetische Umgebung, die zu einem gemütlichen ­Aufenthalt einlädt. Oft sind Hotelzimmer zwar standardisiert, aber völlig lieblos und ohne gestalterischen Anspruch eingerichtet. Das geht auch ganz anders, denn Funktion schließt ein attraktives Erscheinungsbild nicht aus. Klar, die Hausübungen müssen gemacht sein: Ein großes Plus ist, wenn das Zimmer übersichtlich und praktisch organisiert ist. Ein schöner, großer Arbeitsplatz macht schon die halbe Miete, Kaffeemaschine und Wasserkocher sollten nicht fehlen. Wenn auch die Lautstärke passt, der Stuhl, auf dem man länger arbeitet, bequem ist, und es vielleicht auch noch möglich, im Hotel oder gar im Zimmer zu essen, sind fast alle Punkte der Wunschliste abgehakt. Im Idealfall bietet sich auch in der Lobby ein ruhiger Platz, an dem man noch andocken kann, Drucker, Scanner und Kommunikationsmöglichkeiten, aber auch Analoges wie Büro­material etc. wären noch das Sahnehäubchen dazu.

Fast wie daheim
Gerade Businessreisende finden sich gerne schnell zurecht. Innerstädtische Lage ist immer unwiderstehlich, aber auch eine Marke, die einem vertraut ist und deren Konzept man bereits gut kennt. Wer den Luxus sucht, ist hier fehl am Platz, doch ist das ohnehin nicht das, wonach Cityhelden und Vielflieger sich sehnen. Ganz im Gegenteil. Viele wollen das Vertraute, in dem sie sich wie blind zurechtfinden – so wie nach Hause kommen etwa. Das ist das Erfolgsgeheimnis der bekannten Global Player, die einfaches Handling und unkomplizierte Abwicklung in den Fokus rücken – Einfachheit, die sich von der Lobby bis in die einzelnen Zimmer durchzieht, die aber nicht an Geschmack und Innovationsgeist sparen und von ihrem hohen Wiedererkennungscharakter profitieren. Wichtige Features sind ohne Zweifel auch gute Parkmöglichkeiten sowie das Vorhandensein von Seminarräumen. Das Geheimrezept für volle Buchungslage macht sich in den Städten deutlich bemerkbar – die Anzahl der Hotels steigt und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Nicht nur Business
Doch nicht nur für Geschäftsreisende sind die sogenannten Businesshotels interessant. Short-Term-Traveller, die gerne Städten kurze, dafür immer wieder Stippvisiten widmen, nützen die Budget-Hotels, die das Wichtigste und Nötigste für einen kurzfristigen Aufenthalt anbieten, ohne dabei auf die Optik und das Design zu vergessen. In ihrer Auswahl ist diese Art von Gästen tendenziell gnadenlos: Bewertungen werden akribisch durchforstet und mit freier Schnauze selbst geschrieben. Doch auch hier sind gerade die Business­hotels gut aufgestellt, denn mit dem „Reduce to the Max“-Prinzip kann eigentlich nicht viel falsch gemacht werden. Hat man erst das Herz des Gastes gewonnen, so bleibt dieser allerhöchster Wahrscheinlichkeit nach ein Leben lang eine treue Seele.

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