371 Produkte & Innovationen

Insellösungen werden keine Rolle mehr spielen

© Schneider Electric
© Schneider Electric

Manfred Zack ist Obmann von KNX Austria, die sich 2013 als nationale Gruppe der KNX Association (Brüssel) in einem Verein organisierte, um die Bekanntheit der standardisierten KNX-Technologie in Österreich durch herstellerübergreifende und -unabhängige Marketingmaßnahmen zu fördern. Außerdem ist er Leiter der Abteilung Produktmanagement bei Siblik Elektrik.

von: Redaktion

Wie geht es der Smart-Home-Bewegung in Österreich?
Sehr gut. Dank dem Thema Energieeffizienz hat die ­Thematik nochmals einen Schwung bekommen.

Welche Bereiche werden gut, welche weniger gut angenommen?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt von der Kundenklientel ab. Die Bereiche Energieeffizienz, Beschattung und HKL sind immer ein Thema, im Privatbereich kommen Multimedia, (Energie)Sicherheit und Komfort hinzu. 

Was ist dem Kunden wichtiger: der Komfort oder das Energiemanagement
Mittlerweile würde ich ex ­aequo sagen.

Im Vergleich zu seinen Mitbewerbern – welchen Stellenwert hat das KNX-System?
Es gibt zwei Probleme, die nahezu alle Anbieter am Markt haben. Entweder beherrschen sie nur einen Teil der Anforderungen, wodurch viele Inseln entstehen, was zwangsläufig zu enormen Problemen führt. Oder es handelt sich um proprietäre Systeme, deren langfristige Zukunft nicht gesichert sein kann. Ein einzelner Hersteller kann sich jederzeit dazu entscheiden ein neues System zu bauen und das alte auslaufen zu lassen. Was in einer Immobilie, die viele Jahrzehnte überdauern muss, zu einem Problem werden kann. Bei KNX sind beide Probleme nicht vorhanden. Es ist das einzige weltweit normierte System mit über 500 Herstellern. KNX ist ein System, die meisten Marktbegleiter sind einzelne Hersteller.

Tendenz für die Zukunft? Welche smarten Technolo­gien werden künftig zum Standard gehören?
Ein EMS (Energie Management System) wird Standard werden. Die ganzen Insellösungen wie die direkte Verbindung von Solar und Heizung werden keine Rolle mehr spielen. Das Bussystem wird mit den Informa­tionen der Energieerzeugung, Energiespeicherung, dem aktuellen Energiepreis und den individuellen Wünschen der Bewohner entscheiden, wie die Energie am effizientesten und möglichst kostengünstig eingesetzt wird. Hinzu kommt, dass Visualisierungen immer intuitiver werden und dem ­Bewohner nicht die ganze Komplexität aufhalsen, sondern aktiv unterstützen.

Wie wichtig ist die Funk­variante? Vorteile/Nachteile von Kabel/Funk?
Im Nachrüstbereich ist es sehr oft nur mit einem immensen Aufwand möglich, die Verkabelung zu verändern, hier kommt Funk zum Tragen. Auch als Problemlöser und bei Erweiterungen ist es ein Thema, weil es viele Situationen gibt, wo die Nachrüstung eines Kabels mit hohen Kosten verbunden wäre oder einfach nicht möglich ist. Verkabelte Produkte sind in der Regel günstiger (weil im Verteiler z. B. ein einzelner Aktor eine Vielzahl von Verbrauchern schalten kann, während es bei Funk einen Empfänger pro Verbraucher benötigt), wartungsfrei (Stichwort: Batte­rien) und auch weniger störanfällig.

Wie ist generell das Interesse von Architekten an Smart Home? 
Das Interesse ist oft über die Designkomponente gegeben. Hier bietet ein Smart Home natürlich viel mehr Möglichkeiten. Die ehema­ligen Schalterbatterien gehören der Vergangenheit an, ein einzelnes Display an zentraler Stelle ersetzt viele Bedienelemente. Durch Kombigeräte sind trotz höherer ­Anforderungen deutlich ­weniger Produkte im Raum verbaut als früher.

Lesen Sie das ungekürzte Interview auf Seite 51 der aktuellen Ausgabe 371-6/2023 oder am Austria Kiosk!

Informationen: se.com/at/de


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