Projekte

Hybrider Glaspalast

© Marc Lins Photography
Besonders in einer von Bergen eingekesselten Stadt wie Innsbruck heißt Verdichtung mehr Höhe.
© Marc Lins Photography

P2, Innsbruck / LAAC Architekten

Für Innsbruck, die am stärksten wachsende Stadt Österreichs, ist Verdichtung eine Notwendigkeit. Doch eine Stadt, eingekesselt von Bergen, kann nur in eine Richtung wachsen: nach oben. Hochhäuser scheinen demnach, neben innerer Verdichtung im bebauten Gebiet, die einzige Möglichkeit zu sein, Nutzfläche für Investoren zu generieren. Zugleich hat die Stadtplanung Interesse an urbanem, sozialem und kulturellem Mehrwert für die Bevölkerung, wie es in der 2002 erarbeiteten Hochhausstudie der Stadt Innsbruck festgehalten wird. Mit dem Projekt „P2“ hat der Innsbrucker Immobilieninvestor Markus Schafferer einen „urbanen Hybriden“ geschaffen, der Studentenwohnungen, ein als Kulturforum nutzbares öffentlich zugängliches Geschoß und eine Stadtbibliothek vereint.

Geometrische Muster
Den bereits im Jahr 2013 ausgelobten geladenen Realisierungswettbewerb gewannen die Innsbrucker LAAC Architekten mit einem in zwei Baumassen geteilten Projekt – einem zweigeschoßigen Sockelgebäude, in dem die Bibliothek untergebracht ist, und einem elfgeschoßigen Wohnturm. Der Turm wurde an der östlichen Grundgrenze positioniert. Auf diese Weise entsteht ein vorgelagerter, auf das Dachniveau der Bibliothek angehobener öffentlicher Platzbereich im Anschluss an den Vorplatz. Über eine Freitreppe, die an den vollflächig verglasten Sockelgeschoßen der Bibliothek vorbeiführt, gelangt man von der Amraser Straße auf das Eingangsniveau des Wohnturms. Im Gegensatz zum transparenten Sockelgeschoß lässt die mit grau-blau beschich­teten Aluminiumpaneelen ausgefachte Pfosten-Riegel-Konstruktion der Metall­-Glas-Fassade die Anzahl der Geschoße des Turmes nicht erkennen. Die Geschoßstruktur wird in einem spielerischen und gleichzeitig streng geometrischen Fassadenmuster aufgelöst.

Projekt
P2 Urbaner Hybrid | Bibliothek, Amraser Straße 2–4, Innsbruck

Bauherr
PEMA Gruppe Innsbruck

Architektur
LAAC ZT GmbH, Innsbruck
laac.eu

Statik
aste | weissteiner ZT GmbH, Innsbruck
PDE Porr Design Engineering

Projektdaten
Grundstücksfläche: 3115 m²
Bebaute Fläche:
Oberirdisch 2660 m²
Unterirdisch 3300 m²
Gesamt 3470 m²
Nutzfläche:
Nutzflächen oberirdisch 14.600 m² (ohne Verkehrs- und Technikflächen)Raumflächen oberirdisch 17.000 m²
Raumflächen gesamt 25.200 m²
Bruttogeschoßfläche: ca. 30.500 m²

Projektablauf
Wettbewerb 12/2012
Planungsbeginn 01/2013
Baubeginn 06/2016
Fertigstellung 09/2018

Wettbewerbsdokumentation
ARCHITEKTURJOURNAL / WETTBEWERBE 1/2013 (307)

Der Artikel als PDF


© Raphael Kanfer

Was müssen Gebäude, in denen Kunst und Kultur ihren Platz finden, können?

Weiterlesen
© Manuel Carranza/Centro Niemeyer

Eines war gestern. Vieles ist heute. Kultur befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess, ein Wesenszug, bei dem auch die Architektur Schritt…

Weiterlesen
© Stefan Müller
Produkte & Systeme

Piano bis Forte

Sie ziehen ihre Besucher schon vor dem ersten Ton in ihren Bann: Moderne Konzertund Theatersäle, die den Klang zu einem architektonischen Parameter…

Weiterlesen
© Wolf-Dieter Gericke, Waiblingen

Kunst kommt von Können – meistens jedenfalls. Während sich aber über manche moderne Kunst trefflich streiten lässt, ist das Bauen mit Naturstein im…

Weiterlesen
Alle Fotos: © Steinzentrum Hallein

In Velden am Wörthersee fand im Mai 2022 die Bildungswoche der Bundesinnung Österreichischer Steinmetze statt. Neben informativen und spannenden…

Weiterlesen
© Wehdorn Architekten ZT GmbH

So aufwendig und hochwertig es auch gebaut sein mag – irgendwann kommt jedes Gebäude in die Jahre.

Um das Bauwerk für kommende Generationen zu…

Weiterlesen
© Prefa

Sie nennen sich Objektberater, Architektenberater, Planungsberater. Wie auch immer – sie sind Schnittstelle der Bauprodukte- und Baustoffproduzenten…

Weiterlesen
© Miran Kambic

Gegenstand des Wettbewerbs: Baumit kürte die beste europäische Fassade der letzten beiden Jahre. Teilnahmeberechtigt waren Objekte aus den Jahren…

Weiterlesen
© Robert Papon, TU Graz

Die Concrete Design Competition, CDC, fördert innovative Entwurfskonzepte und forciert die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Weiterlesen
© Franz Reschke Landschaftsarch. GmbH

Die Rote Saite gilt als die Lebensader von aspern Seestadt.

Weiterlesen

Abonnement und Mediadaten

Sie wollen die führende österreichische Fachzeitschrift kennen lernen?
Sie wollen sich über Erscheinungstermine, Schwerpunkte und Werbemöglichkeiten informieren?

Hier sind Sie richtig.  

Abonnement

Mediadaten

Anmeldung zum Newsletter

Frau / Mrs  Herr / Mr