362 Editorial

Harmonische Gesamtkomposition

© Raphael Kanfer
Roland Kanfer
© Raphael Kanfer

Was müssen Gebäude, in denen Kunst und Kultur ihren Platz finden, können?

von: Roland Kanfer

Sie müssen vor allem flexibel sein. Ob Konzert, Theater oder Ausstellung – ein Kulturbau muss sämtliche Formate beherrschen können. Multifunktionalität statt eindimensionaler Nutzbarkeit, so wie es Oscar Niemeyer mit dem Kulturzentrum vorgezeigt hat, das 2011 in der spanischen Stadt Avilés nach seinen Plänen eröffnet wurde und seinen Namen trägt. Das Centro Niemeyer besteht aus vier Einheiten: einer Konzerthalle, einem Ausstellungsgebäude, einem Aussichtsturm und einem Mehrzweckgebäude mit Konferenzräumen und Kinosaal. Multifunktional wird auch das Museum of Sound and Music, das Diller, Scofidio + Renfro in Rio de Janeiro als Mix aus Bildungs-, Ausstellungs- und Unterhaltungsarchitektur planen.
Mit der Geschichte und Gegenwart des Kinos als Spezialbereich des Kulturbaus befassen wir uns außerdem in dieser Ausgabe. Flexibilität war bei diesen Produzenten von Traumwelten schon von Anbeginn notwendig. Als zu Anfang des vorigen Jahrhunderts die ersten Etablissements für Kinematografie öffneten, mussten sie in Theatersälen oder Varietébühnen Unterschlupf finden. Später wurden Kaffeehäuser und Gasthäuser zu Kinos, von denen es heute immer weniger gibt, umgebaut.
Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Planung von Kulturbauten ist natürlich die Raumakustik, mit der wir uns ebenfalls in dieser Ausgabe befassen. Konzert- und Theatersäle sind äußerst sensible Planungsaufgaben, um ein perfektes Klangerlebnis zu erreichen. Beim 2017 eröffneten Konzerthaus Foro Boca in der mexikanischen Stadt Veracruz (Bild) haben Rojkind Arquitectos in den Sälen mit Sichtbeton, Akustikputz, Schalungen aus einem speziellen Holz sowie Teppichen und Sesselbezügen eine harmonische Gesamtkomposition erschaffen.  
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen – und: Bleiben Sie gesund!

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