340 Interior Design
© Zumtobel
Zum Anbeißen ist die hochresistente Amphibia von Zumtobel für den Einsatz in Bereichen, wo es darauf ankommt.
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Grünes Licht

Leuchten können mehr als einfach nur scheinen. Die richtige Technik gepaart mit dem richtigen Beleuchtungskörper kann die Welt verändern.

von: Barbara Jahn

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Lichtfarbe, Lichtintensität und die Dauer des Scheins einen großen Einfluss auf den Menschen haben. Einfach nur Lichtspender zu sein, um nach Einbruch der Dunkelheit alles sichtbar zu machen, genügt heute nicht mehr. Licht hat noch ganz andere Qualitäten und bringt richtig eingesetzt ungeahnte Möglichkeiten hervor. So wirkt es sich beispielsweise auf die innere Uhr des Menschen aus, in weiterer Konsequenz auf dessen Stimmung, Tagesverfassung, Hormonausschüttung, Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Gefühle. Dass Tages­licht von allen die beste Form der Belichtung ist, ist selbstredend. Aber künstliches Licht steht kaum mehr um etwas nach.

Funktionale Frische
Und das blüht in den unterschiedlichsten Varianten. So gibt es beispielsweise Leuchtkörper, die sich mit angenehmen Nebeneffekten vereinigen und gleich zwei gute Ziele verfolgen: gutes Licht und gute Luft. Luce Verde heißt die Serie von Sattler, die aus haltbarem Moos von Art Aqua gefertigt und mit LED hinterleuchtet wird. Das Objekt holt die Natur ins Gebäude und verbessert die Raumakustik. Mit seiner strukturellen Oberfläche, einem satten Grün und der Natürlichkeit der Moospflanzen, integriert in filigrane LED-Ringleuchten erhält man ein Stück Natur und Wohlfühl­­­ambiente. Das Trockenmoosmaterial ist dauerhaft und muss nicht weiter gepflegt werden. Auch Pendularis, ein modulares Baukastensystem, das sich bepflanzen und individuell in Innenräumen aufhängen lässt, ist ein so genannter leuchtender Raumerfrischer. Das Schweizer Produkt fungiert etwa als Raumteiler oder als Wandbehang. Die Bewässerung funktioniert automatisch, die Kultivierung in Mineralsubstrat ist pflegeleicht. Die speziell entwickelte LED-Leuchte lässt die Pflanzen auch in Räumen mit ungünstigen Lichtverhältnissen perfekt gedeihen.

Tradition und Innovation
Ein Material an seine Grenzen und damit an eine Höchstleistung gebracht hat Designer Stefan Diez mit seiner Leuchte Guise für Vibia. Die Kollektion besteht aus horizontalen und vertikalen Pendelleuchten mit unsichtbarer Lichtquelle, bei der das LED-Licht direkt vom Material auszugehen scheint. Die Leuchten, anhand derer Diez die Beziehung zwischen Licht und Transparenz erforscht hat, wurden mit Präzisionsschliff auf gravierten Glasröhren und mit versteckt eingebetteten LEDs gefertigt. Es handelt sich hier um eine Technik, die so nie zuvor auf Leuchten angewandt wurde. Das Glas leitet das Licht zu der gravierten Oberfläche des Zylinders, wo es schließlich zum Vorschein kommt, wobei es durch die Muster der Gravuren zum Leuchten gebracht wird und ein sanftes Umgebungslicht erzeugt.

Einen Klassiker neu aufgelegt haben hingegen David Einsiedler und Joke Rasch, Gründer des in Hamburg ansässigen interdisziplinären Unternehmens PLY und seit 2016 Inhaber der historischen Leuchtenmarke Midgard. Hauptmerkmal der 1931 entworfenen und auch heute noch handgefertigten K 831, die zweifelsohne Tradition und Qualität mit zeitlosem, funktionalem Design vereint ist der schwenkbare, runde Schirm. Dieser erlaubt es, den Lichtkegel nach Belieben und Bedarf auszurichten. Das Gehäuse, an dem sich ein Drehschalter befindet, wird aus Bakelit, dem ersten vollsynthetischen, industriell produzierten Kunststoff der Geschichte, hergestellt. Montiert wird die K 831 wie das Original an einem Textilkabel. Die Länge des Kabels ist frei wählbar, durch eine flexible Befestigung an der Wand kann die Höhe der Leuchte im Hand­umdrehen verändert werden. Für die Lichtquelle ist eine E27-Fassung vorgesehen, die dem modernsten Stand der Technik entspricht und LED-fähig ist.

Echte Höchstleistung
Industrieanwendungen von Zumtobel stellen allgemein hohe Anforderungen an Lichtlösungen. Staub, Feuchtigkeit, Chemikalien und extreme Temperaturen sind eine ständige Bedrohung, die Materialien an ihre physikalischen Grenzen bringt und die Effektivität und Effizienz der meisten Leuchten beeinträchtigt. Durch den verstärkten Fokus auf das Wohlbefinden der Nutzer und die neuen Standards in der Lichtqualität wird die bereits anspruchsvolle Aufgabe zusätzlich erschwert. Amphibia meistert all diese Herausforderungen, indem sie hohe mechanische Beständigkeit mit Leistungsstufen vereint, die für die anspruchsvollsten Beleuchtungsaufgaben optimiert sind. Das Stuttgarter Unternehmen Nimbus hingegen entwickelt seit mehr als drei Jahren kabellose Leuchten. Die smarte Pendelleuchte Gravity CL ist dabei die jüngste kabellose, akkubetriebene Leuchte im Portfolio. Sie spendet softes, angenehm blendfreies und homogenes Licht. Die portable, leichte Kompaktleuchte Roxxane Fly ist zusammengeklappt ohne Weiteres überall hin mitzunehmen und aufzu­stellen. Auch Roxxane Leggera kann jederzeit – sowohl als Tisch- als auch als Stehleuchte – dorthin gestellt werden, wo ihr Licht gebraucht wird. Die Microsite cableless-l­ight.com zeigt alle kabellosen Leuchten von Nimbus und bietet Informationen zu den einzelnen Leuchten und zu Anwendungsbereichen.

Endloses Vergnügen
Die Zentrale der Work Agency in Mailand, eine der größten Recruiting Agenturen Italiens, beauftragte das Designteam P2A mit dem Redesign der Räumlich­keiten und wählte für die Beleuchtung ausschließlich Produkte des Leuchtenherstellers Nemo. Jede einzelne Lichtquelle kann in den puristisch modern gestalteten Räumen ihren individuellen Charakter voll entfalten und unterstreicht so den hohen ästhetischen Anspruch des Bauherrn. Durch das weiche Licht der LED-Elemente werden die Farben der Einrichtung natürlich wiedergegeben und schaffen ein entspanntes Ambiente. Der Einsatz der Lampen wirkt wohl durchdacht: Am Empfang begrüßen die runden Asteroide mit angenehmer Zurückhaltung, das Linescapes System weist im Gang als Wandausführung durch klare Linien den Weg und sorgt als kreative Deckenleuchte im Büro für lockere Atmosphäre. In den Konferenzräumen fördern der schwerelose Lichtwirbel Kepler und die mit patentierter Technik gedrehte In the Wind den ­inspirierenden ­Austausch.


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