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Grüne Oase hinter Glas

© www.moshiri.de
GEWE-composite lässt ausreichend Licht an die empfindlichen Pflanzen im Botanischen Garten in Karlsruhe.
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Die drei historischen Schaugewächshäuser des Botanischen Gartens in Karlsruhe präsentieren sich und ihre Pflanzen seit dem Frühling 2018 wieder fast so wie im 19. Jahrhundert. Kalthaus, Palmenhaus und Warmhaus wurden in vierjähriger Bauzeit gestalterisch und konstruktiv aufwendig saniert.

Der Botanische Garten als Gesamt­ensemble mit Orangerie und Staatlicher Kunsthalle bildet die grüne Oase im Herzen der Stadt Karlsruhe. In den letzten Jahren kam es zu statischen Problemen an der Konstruktion, was der Eigentümer des Botanischen Gartens, das Land Baden-­Württemberg, zum Anlass nahm, eine groß angelegte Sanierung des Ensembles durchzuführen. Anhand alter Quellen aus dem Generallandesarchiv und erhaltener Originalpläne des Hofbaumeisters Heinrich Hübsch war es möglich, die Schaugewächshäuser wieder in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild herzustellen.

Hohe UV-Durchlässigkeit
Die anspruchsvollen Pflanzen benötigen für ihr Wachstum unterschiedliche Strahlungsspektren aus verschiedenen Bereichen des sichtbaren Lichts. Das eingesetzte GEWE-­composite – insgesamt rund 525 Quadatmeter – bietet durch seinen hohen Strahlungstransmissionsgrad eine optimale Lichtmenge für die Pflanzen. Es zeichnet sich durch einen transparenten, besonders leichten Kunststoffkern aus, der sehr widerstandsfähig und extrem witterungs- und altersbeständig ist.

Kleinteiliges Ornamentglas
Eine weitere Besonderheit bei der Verglasung der Gewächshäuser war die Verwendung von Ornamentglas. Eingesetzt wurde der Typ „Kathedral kleingehämmert“. Diese Glasstruktur lässt sich mit den handelsüblichen Verbundverfahren über Folien­zwischenlagen nicht zu einem Verbundglas verarbeiten, bietet aber den gewünschten, notwendigen optimalen Sichtschutz, der trotzdem genug Licht ins Innere lässt.
Konventionelle, nicht strukturierte Gläser bieten oft keinen Schutz vor punktuellem Licht. Die Betreiber der botanischen Gärten benötigen somit weitere schattenspendende Elemente, damit die empfind­lichen Pflanzen nicht verbrennen. Man entschied sich auch hier wieder für das Produkt GEWE-composite. Das Verbundglas setzt sich aus einer Floatscheibe, einer Ornamentscheibe und dem transparenten Kunststoffkern, welcher die beiden Einzelscheiben schubsteif verklebt, zusammen. Bei der Produktion waren außerdem die konstruktionsbedingt teilweise sehr kleinen Abmessungen der Glasscheiben sowie deren Formate, wie zum Beispiel Dreiecke, zu berücksichtigen. Bei diesen 712 Scheiben war vor allem das Einbringen des Kunststoffkernes zu meistern. Bei einem Teil der Elemente sind auf Grund der besonderen Gegebenheiten vor Ort auch vorgespannte Gläser (ESG) zum Einsatz gekommen.

Schollglas auf der glasstec: Halle 11 / Stand B12

Objekt
Botanischer Garten Karlsruhe, Sanierung der Schaugewächshäuser, Karlsruhe, DE

Bauherr
Land Baden-Württemberg

Bauamt, Projektleitung
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, DE

Konzept
Vermögen und Bau, Amt Karlsruhe, DE

Planung, Ausschreibung, Vergabe, Bauleitung
Architekturbüro ruser und partner mbb, Karlsruhe, DE; Landschaftsarchitekturbüro Helleckes, Karlsruhe, DE; GEFOMA, Großbeeren, DE

Konstruktion GTW Gewächshaustechnik
Werder GmbH, Glindow, DE

Bauzeit
03/2014 – 03/ 2018

Glas
GEWE-composite für Verbundglas und Ornamentglas

Glaslieferant
Schollglas GmbH Zweigniederlassung Glauchau, Glauchau/DE

Informationen
schollglas.com


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