Großzügig fließende Struktur

© Albrecht Imanuel Schnabel
Durch die Ausnützung des natürlichen Gefälles entspricht das straßenseitig zweigeschoßige Gebäude der Maßstäblichkeit der Umgebung. In Richtung Kindergarten kommt die eingeschoßige Volksschule dem kindlichen Maßstab entgegen.
© Albrecht Imanuel Schnabel

Volksschule Hallwang, Salzburg / LP Architektur

Einladend, zugänglich, großzügig, lichtdurchflutet: Die Kriterien für die Gestaltung heutiger Schulbauten wurden bei diesem Projekt voll erfüllt. Die neu errichtete Volksschule in der Salzburger Gemeinde Hallwang wirkt durch ihre Fassade aus hellem Holz einladend, ihre vollflächigen Verglasungen lassen viel Licht in die großzügig fließenden Raumstrukturen. Mit der strukturierten Ab­folge von Vorplatz, gedecktem Eingangsbereich, Aula und Erschließung ins Obergeschoß gelang es dem Salzburger Architekten Thomas Lechner, eine räumliche Verschränkung zu schaffen, die sich in den Außenraum weiterzieht und die Schule damit zu einem Teil des Ortes werden lässt.

Qualitätsvolle Volksschule
Lechners Büro LP Architektur gewann im Jahr 2015 den von der Gemeinde Hallwang bei Salzburg ausgelobten Wettbewerb mit dem Ziel der Errichtung einer „qualitätsvollen Volksschule mit elf Klassen als Plus-Energie-Schule“. Die Jury unter dem Vorsitz des Architekten Johannes Wiesflecker lobte die Konzeption eines horizontalen Baukörpers mit der Differenzierung von Sockel und teilweise auskragendem Obergeschoß als konsequente Antwort auf die topographische Situation. Besonders positiv wurde gesehen, dass durch die Ausnützung des natürlichen Gefälles das Volumen Richtung Kindergarten nur eingeschoßig ausgeprägt ist, während das straßenseitig zweigeschoßige Gebäu­de der Maßstäblichkeit der Umgebung entspricht.

Beton-Holz-Hybridbau
Die südseitigen Hauptfassaden sind durch Vor- und Rücksprünge im Obergeschoß so ausgebildet, dass die dahinter liegenden vier Schulcluster ablesbar sind. Die jeweils zwei Klassenräume pro Schulstufe mit dazwischenliegenden Gruppenräumen inklusive integrierter Küchenzeilen und Abwaschgelegen­heiten sind alle nach Süden orientiert. Die durch die Sprünge entstehenden Nischen können als differenzierte Lernlandschaften genutzt werden.

An der ebenerdigen Nordseite, zum angrenzenden Kindergarten hin, befinden sich Werk- und Musikräume, die Nebenräume sowie ein direkter Zugang in den Garten. Zwei überdeckte Loggien an der Nordseite und Terrassen an der Ost- und Westseite können als Freiklassen genützt werden. Im Erdgeschoß sind sämtliche öffentlichen Bereiche der Schule – Garderobe, Freibereiche, Turnsaal, Nachmittagsbetreuung, Lehrerbereich und Bibliothek und Schulverwaltung – angesiedelt. Die Aula fungiert gemäß dem pädagogischen Konzept der bewegten Schule als Dreh- und Angelpunkt der Pausen­gestaltung, aber auch die Blickbeziehungen zum Turnsaal im Untergeschoß und über die zentrale Stiege ins Obergeschoß sind gegeben.

Konstruktiv handelt es sich bei dem Schulgebäude um eine Beton-Holz­-Hybridbauweise. Das Untergeschoß sowie das südseitig gelegene Erdgeschoß ist in bauteilaktiviertem Beton ausgeführt, während sämtliche Klassenzimmer und Aufenthaltsräume in den oberen Stockwerken in Holzriegelbauweise mit massiven Brettsperrholzelementen errichtet wurden.


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