351 Editorial

Es geht weiter

© Raphael Kanfer
© Raphael Kanfer

Die Corona-Pandemie war unausweichlich. Das meint der Risikoforscher Nassim Nicholas Taleb, Autor des Buches „Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“.

Die Pandemie ist für ihn in dieser Analogie ein weißer Schwan, denn sie resultiere aus der Struktur unserer modernen Welt. Obwohl sie angeblich also kommen musste, wurden wir alle kalt von ihr erwischt. Baustellen lagen wochenlang auf Eis, und so mancher Projektentwickler wird sich darauf einstellen müssen, dass seine Mieter ihre Flächenanforderungen zurückschrauben – der Lockdown hat den technologischen Schub in Richtung Homeoffice beschleunigt. Und die, die weiter im Büro arbeiten, gehen auf Distanz. Das Großraumbüro mit Desk-­Sharing, nonterritorialem Büro und wie die Marketingkonzepte heißen, dürfte für die nächste Zeit ausgedient haben. Niemand will heute noch Coronaviren seines Vorgän­gers oder Nachbarn auf seinem Schreibtisch und in der Atemluft haben.

Gebaut und fertiggestellt wird nach der erzwungenen Pause jedoch wieder. Wie etwa die Biotope City Wien, ein ehemaliges Industrieareal am Wienerberg, auf dem rund 1000 Wohnungen, eine Schule mit Kindergarten, ein Hotel und ein Bürogebäude knapp vor der Fertigstellung stehen. Im Jahr 2017 haben wir die einzelnen Projekte mit den Beurteilungen durch den Grundstücksbeirat dokumentiert. In dieser Ausgabe präsentieren wir eine Reportage von der Baustelle und lassen die Bau­träger und Projektleiter über ihre Erfahrungen während der Umsetzung zu Wort kommen.

Dass Grenzen innerhalb der Europäischen Union weiterhin eine Rolle spielen, ist eine – nicht erst seit der Pandemie – bedauerliche Tatsache. Selbst Nachbarländer mit ähnlichem kulturellen Background wie Österreich und Bayern brauchen etwa Übersetzungstabellen beim Wettbewerbs- und Vergabewesen von Architekturleistungen, um statistische und juristische Be­griffe vergleichen zu können. Grenzüber­schreitende Teilnahme an Architekturwettbewerben wird so erschwert. Nun hat sich erstmals eine Plattform der bayerischen und österreichischen Architektenkammer zusammengefunden, um solche Miss­stände und deren Lösungen aufzuzeigen. Wir berichten darüber in dieser Ausgabe und werden das Thema weiterverfolgen.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen – und: Bleiben Sie gesund!

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Graphisoft lädt Architekten und Ingenieure zum persönlichen Gespräch.

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Interdisziplinärer Planungswettbewerb mit zwei Phasen. Bewerbungsschluss 28. Januar 2021 (18.00 Uhr MEZ)

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Die Ausschreibungsphase für den Brick Award 2022 hat begonnen. Bis 8. April 2021 können Projekte eingereicht werden.

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News Editorial

2020 – ein Weckruf

2020 war ein bedeutungsvolles und herausforderndes Jahr. Das Beste, das man über 2020 sagen kann, ist, dass es bald vorbei ist.

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„Architektur dient nicht sich selbst.“

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© LC4

Das Wettbewerbsareal liegt am östlichen Rand des Stadtteils Pradl an der Schnittstelle zwischen strukturell sehr unterschiedlich geprägten Gebieten.

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© Kurt Hoerbst

Sirius Aspern J4, Wien // Arkitektfirma Helen & Hard / WGA ZT GmbH

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© LC4-architektur

„Architektur im Prozess“ entsteht durch ständigen Dialog von Form und Funktion sowie kontextueller Faktoren.

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© Team Architekturhalle

„Das Zusammenspiel von Proportion, Raumzuschnitt, Materialität und Licht bestimmt das Gebaute.“

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© Architekturhalle

Die Wettbewerbsaufgabe stellte die dritte und vierte Baustufe des gesamten Vorhabens „Südtiroler Siedlung Pradl-Ost“ der NHT dar.

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