352 Naturstein

Ein Naturstein für die Seele

©  Koos de Kroes
Die starke Strukturierung des Sölker Marmors verleiht dem Badezimmer sein ­einzigartiges Flair.
© Koos de Kroes

Von der Schönheit der Unregelmäßigkeit: Stark texturierte Natursteine sind kein Auslaufmodell. Das einzigartige Material Naturstein ist durch nichts zu ersetzen.

Momentan sind viele Gestaltungen von einer puristischen Formensprache geprägt. Die Devise lautet: Möglichst einheitlicher Farbton, großformatig und gerad­linig. Selbst Steinmetzbetriebe glauben mittlerweile, Kunden Produkte in einer absoluten Gleichförmigkeit anbieten zu müssen, die von einem Naturprodukt niemals erreicht werden kann, und greifen dabei auf Produkte wie Compositstein und Feinsteinzeug zurück.

In diesem Zusammenhang kann man sich sicherlich die Frage stellen, welche Daseinsberechtigung stark texturierte Natursteine, wie beispielsweise der Sölker Marmor, überhaupt noch haben. Sind sie ein Auslauf­modell? Nein! Dieser puristisch geprägte Zeitgeist ist eine Momentaufnahme. Modeströmungen kommen und gehen in zyklischen Abfolgen. Auf Zeiten archaischer, puristischer Strömungen folgen immer wieder dekorreiche Phasen bis letztendlich hin zu neobarocken Strömungen – und dann beginnt sich das Rad wieder von vorne zu drehen. Eigentlich stehen die momentanen Kundenansprüche der Branche bereits im Widerspruch zu den immer stärker werdenden gesellschaft­lichen Strömungen, die wieder Naturnähe suchen. Gerade die unbeeinflussbare natürliche Unregelmäßigkeit dieser Produkte ist ihr unverwechselbares Kenn­zeichen. Naturstein- und holzverarbeitende Betriebe hätten in diesem Segment eine unangefochtene Kompetenz. Es fragt sich, ob sie mit ihrer Hinwendung zu industriellen Imitaten auf das falsche Pferd setzen und Glaubwürdigkeit beim Kunden verlieren.

Doch selbst in Zeiten mit einer Vorliebe für puristische Gestaltungsformen können dekorreiche Gesteine punkten. Das Auge lebt von Abwechslung. Monotonie wird schnell als Langeweile empfunden. Hier bieten optische Akzente die entsprechenden Anreize. Sei es ein Waschtisch, eine Küchenarbeitsplatte, ein spiegelbildliches Wandelement oder eine Natursteinleuchte. In ihrer dezenten, reduzierten Formensprache entsprechen die Produkte aus dem Hause Sölker Marmor dem puristischen Gestaltungsideal. Was sie akzentuiert, ist der Werkstoff, aus dem sie gefertigt sind.      

Zahlreiche Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig und gestalterisch wertvoll ein solcher edler Werkstoff eingesetzt werden kann. Durch neueste Bearbeitungstechnologien können unterschiedlichste freie Formen hergestellt werden. Besonders eindrucksvolle Ober­flächen – ob rustikal, feinst geschliffen oder hochglanzpoliert – in Verbindung mit Licht oder auch Wärme lassen der Gestaltung absoluten Freiraum. 

Informationen
soelker.at


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Andreas Steigersdorfer ist Architektenbetreuer bei JUNG.

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Wienerberger: Vanessa Rausch, Leitung Business Development

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Wolfgang Riederer hat Ende September die Geschäftsführung übernommen.

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Das 2004 gegründete Architekturbüro wird von Architekt Heinz Anglberger mit seiner Mitarbeiterin Alexandra Überbacher geführt.

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Quartiersentwicklung Campagne Reichenau, Baufeld 1, Innsbruck / Bogenfeld Architektur

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Datum: 12. Oktober 2022 bis 05. März 2023
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Datum: 19. Oktober 2022 bis 05. Februar 2023
Ort: MAK

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Datum: 10. November 2022 bis 22. Januar 2023
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