Naturstein

Der Steinbruch als Lebensraum

© Richard Watzke
Steinbrüche können zu Arealen mit einer hohen Vielfalt unterschiedlichster Lebensräume werden.
© Richard Watzke

Jeder Steinbruch ist ein Eingriff in die Natur. Zugleich können Abbaustellen aber auch zu ökologisch wertvollen Sekundärstandorten für viele Tier- und Pflanzenarten werden. Mit den geeigneten Begleitmaßnahmen entwickeln sich bereits während des Abbaubetriebes wertvolle Standorte für den Arten- und Naturschutz.

von: Richard Watzke

Steinbrüche werden oft als Wunden in der Landschaft bezeichnet. Mit ihren hoch aufragenden Felswänden und weiten Abraumhalden wirken sie auf den ersten Blick kahl und unbelebt. Tatsächlich aber präsentiert sich die vermeintlich lebensfeindliche Welt aus Bruchwänden, Geröllhalden und durch schweres Gerät verursachten Fahrspuren als Zufluchtsort für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Studien verschiedener Umweltschutzorganisationen charakterisieren Steinbrüche als Areale mit einer hohen Vielfalt unterschiedlichster Lebensräume, einschließlich extremer Standorte wie Spalten an senkrechten Felswänden. Solche Sonderstandorte erfüllen die Ansprüche vieler seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Felsenbrüter wie Mauerläufer, Felsenschwalbe und verschiedene Falkenarten finden entlang der Bruchwände geschützte Brutstandorte. Steinblöcke und vegetationsfreie Steinhaufen bieten wärmeliebenden Reptilienarten wie Schlingnatter und Zauneidechse Sonnenplätze und Unterschlupf. Gelbbauchunken und Kreuzkröten nutzen kleine Tümpel als Laichplätze. Hoch spezialisiert ist auch die Vielfalt an Schmetterlingen, Libellen und vielen anderen Insektenarten bis zu Wildbienen, die in sandigen Partien kleine Höhlen graben. Wertvoll ist jedoch nicht nur die aufgehende Felswand, sondern auch der flache, humusarme Boden davor. Zahlreiche Flechten, Moose und Blütenpflanzen profitieren von nährstoffarmen Bereichen innerhalb der Bruchsohlen.

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