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Der ewige Rastlose

Fotos: © Gregori Civera_Pati Nuñez Agency
Walden 7 Building, Barcelona
Fotos: © Gregori Civera_Pati Nuñez Agency

Ricardo Bofill 1939–2022

von: Barbara Jahn

Als der 1939 in Barcelona geborene spanische Architekt Ricardo Bofill 1963 das Architekturbüro Taller de Arquitectura mit einem multidisziplinären Team gründete, sah er das große Ganze. Denn das Team bestand nicht nur aus Architekten, sondern auch aus anderen Fachleuten und Künstlern wie dem Literaturkritiker Salvador Clotas, dem Dichter José Agustín Goytisolo oder der Wirtschaftswissenschaftlerin Julia Romea. Dieser transversale Geist ist bis heute erhalten geblieben.

Von den innovativen kollektiven Wohnkomplexen seiner frühen Jahre wie dem bekannten Walden 7 und der Roten Mauer über Infrastrukturen wie den Flughafen von Barcelona, den Hauptsitz von Shiseido Ginza in Tokio und den von Cartier in Paris bis hin zu aktuellen Projekten wie der Universität Mohammed VI. mit Büros in Ben Guerir und Rabat hat sich Ricardo Bofill dadurch ausgezeichnet, dass er das vorherrschende Denken in der Architektur infrage gestellt hat. Und aus dieser Philosophie ist eine enorme Produktion hervorgegangen – etwa tausend architektonische Werke in vierzig Ländern, – sehr vielfältig in ihrem stilistischen Ausdruck, tief verwurzelt mit dem Ort, mit einer starken Komponente von Innovation und Risiko. Nun ist Spaniens wohl internationalster Architekt 82-jährig gestorben. Bofill hinterlässt ein umfangreiches und vielfältiges architektonisches Werk sowie zahlreiche laufende Projekte, die von seinen beiden Söhnen Ricardo Emilio und Pablo ganz in seinem Sinne fortgeführt werden. Dieses erstaunliche Team von mehr als hundert Fachleuten aus dreißig verschiedenen Ländern und die gesamte Produktion seiner Architektur sind nach den Worten seiner Söhne das wahre Vermächtnis von Ricardo Bofill.  

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Datum: 10. November 2022 bis 22. Januar 2023
Ort: Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main

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