334 Architektur Menschen

Der Brückenbauer

© Courtesy of Knight Dragon
London Peninsula Place: Eine Fußgänger­brücke im typischen Calatrava-Stil wird Londons neu gestalteten Stadtteil mit der Themse verbinden.
© Courtesy of Knight Dragon

Was wäre ein Stararchitekt ohne Allüren? Santiago Calatrava ist ein Baukünstler ohne Limits, der mit Kritik auch gut leben kann.

von: Barbara Jahn

Architektur war schon immer eine Art Grenzgänger: Das Ausreizen von Materialien und Konstruktionen bis zur absoluten Belastungsfähigkeit hat sie dorthin gebracht, wo sie heute ist. Es war Pionierarbeit auf höchster Ebene. Auch wenn Architektur und Bauingenieurs­wesen einander manchmal kritisch gegenüber stehen, so gehen die beiden Hand in Hand. Das eine ist ohne das andere nichts, wobei man sehr oft nicht einer Meinung ist.

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Wie gut ist es da, dass es Menschen gibt, die beide Disziplinen in sich vereinen. Santiago Calatrava Valls ist einer davon. Der 1951 in Valencia geborene Architekt, Bauingenieur und Künstler studierte an der Escuela Técnica Superior de Arquitectura, rundete sein Studium mit Urbanistik ab und erweiterte sein Wissen um das Bauingenieurwesen an der ETH. Der heute in Zürich und New York lebende und arbeitende Allrounder ist ein gefragter Zeitgenosse, der vor allem mit seinen außergewöhnlichen Brücken die internationale Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Die Puente del Alamillo über den Guadalquivir in Sevilla, die wie eine Nadel in den Himmel ragt und wie eine Harfe anmutet. Oder die weniger spektakuläre Kronprinzenbrücke über die Spree in Berlin. Die Zubizuri-Brücke über den Ría del Nervión in Bilbao, ein gefinkeltes Spiel aus Zug und Druck entlang eines asymmetrisch positionierten Bogens. Oder die Pont de Bac de Roda zwischen Sant Andreu und Sant Martí im Osten von Barcelona, die anlässlich der Olympischen Spiele 1992 errichtet wurde ,wie auch die vierte Brücke über den Canal Grande in Venedig, deren Bau eine besondere Ehre war. Sie alle lassen die unbändige Neugier spüren, die Calatrava in den achtziger Jahren leitete. Die Rippen, Bögen, Seile und die Dramatik der Asymmetrie faszinieren bis heute, auch weil die markante Brückenarchitektur den Orten Landmarkcharakter verleiht. Das Beste miteinander zu verbinden – immer noch der Anspruch Calatravas.

Voll in Fahrt
Aber auch Bahnhöfe haben es ihm angetan, das Kommen und Gehen, das Sich-Nähern und Sich-Entfernen packte er in faszinierende Gebilde aus organischen Schalen und filigranen Stützen. Die wohl bekanntesten Beispiele für seinen gekonnten Umgang mit Formen und Materialien sind die Bahnhöfe Lissabon Oriente, Liège-Guillemins, Lyon-Saint-Exupéry, mal weniger aufsehenerregend wie Zürich-Stadlhofen oder titelblattreif wie der neue U-Bahnhof in New York in der Nähe des Ground Zero, der wie ein riesiges Dinosaurier-Gerippe anmutet. Der 2016 eröffnete World Trade Center Transportation Hub, genannt Oculus, wurde von Calatrava als freistehende Skulptur konzipiert ...

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