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Das Haus aus der Fabrik

© Blaue Lagune
Architektur und Gestaltung eines Fertigteilhauses kennen heute kaum noch Grenzen.
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Die Zeiten, in denen Fertigteilhäuser deutlich als solche erkennbar waren, sind vorbei. Neben individuellen Planungsmöglichkeiten spricht die witterungsunabhängige Produktion für diesen Haustyp.

Wenn viele Einfamilienhäuser in Holzbauweise errichtet werden, liegt das unter anderem am Anteil von gut einem Drittel, den die Fertigteilhäuser in diesem Sektor haben. Die ÖNORM B2310 definiert ein Fertighaus als ein „auf vorbereitetem Unterbau errichtetes Bauwerk aus vorgefertigten, geschoßhohen Wandelementen, Raumzellen sowie aus vorgefertigten Decken- und Dach­elementen, die in Produktionsstätten witterungs­unabhängig hergestellt, auf die Baustelle transportiert und dort zusammengebaut werden.“

Individuelle Planung
Die Zeiten, in denen Fertighäuser aufgrund weniger sich wiederholender Elemente schon von außen deutlich erkennbar waren, sind eindeutig vorbei. Architektur und Gestal­tung eines Fertigteilhauses kennen heute kaum noch Grenzen und so ist dieses von anderen Bauarten äußerlich nicht mehr zu unterscheiden. Obwohl Fertighausfirmen in ihren Katalogen eine Unzahl von Grundrissen und Entwürfen anbieten, produzieren sie Häuser nach individuellen Wünschen. Manche Bauherren entscheiden sich allerdings für die vollständige Planung durch Architekten, auf deren Basis die Bauteile im Werk gefertigt werden.

Konstante Qualität
Laut österreichischem Fertighausverband dauert die Planung und Bauabwicklung für den Fertighauskunden neun bis zwölf Monate vom Erstkontakt bis zur Schlüsselübergabe. In Zeiten von Lieferkettenproblemen muss man allerdings mit bis zu eineinhalb Jahren rechnen. In den Fabriken kann geschützt vor Witterungseinflüssen produziert und die Qualität damit konstant ge­halten werden. Da auf der Baustelle – abgesehen von Keller oder Fundament – kaum Zement gebraucht wird, entsteht deutlich weniger Baufeuchte.

Ausbaustufen
Bauherren können bestimmen, in welcher der drei Ausbaustufen (Ausbauhaus, belagsfertiges Haus, schlüsselfertiges Haus) das Haus errichtet werden soll. In jeder dieser Varianten ist ein Mindestumfang an Leistungen definiert, der für den Fertighaushersteller verbindlich ist:    
Ausbauhaus: Die Außenhülle wird vom Fertighausanbieter errichtet, den Innen­ausbau übernimmt der Bauherr selbst.
Belagsfertiges Haus: Heizung, Elektro- und Sanitärrohinstallationen sowie Estrich werden vom Unternehmen erledigt, der Kunde muss nur noch Wand-, Decken- und Bodenbelag sowie Sanitärinstallationen und Innentüren fertigstellen.
Schlüsselfertiges Haus: Der Hersteller führt den gesamten Aufbau durch, inklusive Bodenbeläge, Sanitäreinrichtungen und Innentüren. Die Wahl der Möbel für das neue Eigen­heim bleibt den Bauherren überlassen.

Der Österreichische Fertighausverband (ÖFV) ist die unabhängige Qualitätsgemeinschaft in der Fertighausbranche. Nur Anbieter, die alle Qualitätsstandards (z. B. die ÖNORM B2310) und Auflagen erfüllen, werden in den Verband aufgenommen. Daneben garantieren zahlreiche Zulieferer als Industriepartner für Marken­qualität bis in die Einzelteile. Alle in Auftrag gegebenen Bauleistungen kommen aus einer Hand, damit gibt es nur einen Ansprechpartner und eine starke Haftungssicherheit. Für Fehler gibt es die staatlich anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle Ombudsstelle Fertighaus, welche den Kunden eines Mitgliedsbetriebes des ÖFV kostenlos zur Verfügung steht.

Informationen
fertighausverband.at

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