341 Produkte & Systeme

Dämmstoff aus Mineralwolle

© Gerald Liebminger
Das vorgehängte, hinterlüftete ­Fassadensystem wurde in dieser ­Dimension erstmals in Österreich beim Headquarter der Uniopt Pachleitner Group, Graz, angewandt (GSarchitects, 2010). Hier mit schwarzer ­Glasfassade.
© Gerald Liebminger

Die Energieeffizienz eines Hauses hängt zu einem großen Teil von der Dichtheit der Außenwand und Gebäudehülle ab.

Durch nicht oder unzureichend gedämmte Dächer oder Außenwände entweichen 70 Prozent der Heizenergie. Allein durch die Wände geht aufgrund ihres hohen Flächenanteils bei unzureichender Dämmung rund ein Drittel der Wärme verloren. Neben Unbehaglichkeit können Schimmel und Bauschäden durch Feuchtigkeit die Folge sein. Grundsätzlich ist es möglich, jede Fassade nachträglich mit einer Dämmung zu versehen. Dafür gibt es, je nach Gegebenheit, verschiedene Varianten. Neben synthetischen Dämmstoffen (Styropor) sind die mineralischen Dämmmaterialien die am häufigsten eingesetzten Produkte. Pflanzliche und tierische Dämmstoffe wie Hanf, Stroh oder Schafwolle spielen nur untergeordnete Rollen. Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle ist mineralischen Ursprungs. Steinwolle besteht aus Vulkangestein, ­normalerweise Basalt oder Dolomit, bei dem es sich in zunehmendem Maß um Recyclingmaterial in Form von Presslingen handelt. Dämmplatten aus Schlackenwolle bestehen aus Hochofenschlacke, einem Abfallprodukt. Glaswolle wird aus Sand oder Recyclingglas, Kalkstein und Sodaasche hergestellt. Eine derartige Dämmplatte besteht also aus den gleichen Ausgangsstoffen wie gewöhnliche Glasprodukte, wie zum Beispiel Fensterscheiben oder Glasflaschen. Dämmstoff aus Mineralwolle hat aufgrund seiner Zusammensetzung eine extrem lange Nutzungsdauer und ist in hohen Dämmdicken besonders wirtschaftlich. Außerdem verfügt er über ausgezeichnete thermische, akustische und brandschutztechnische Eigenschaften.

Innenwanddämmung
Soll eine Fassade aus optischen Gründen oder aus Gründen des Denkmalschutzes unverändert bleiben, ist die Dämmung der Außenwände von innen mit Mineralwolle eine einfache, hochwirksame und wirtschaftliche Lösung. Dazu sind verschiedene Ausführungsvarianten mit und ohne Unterkonstruktion, verputzt oder mit einer Trockenbauplatte möglich.

WDVS mit Mineralwolle
Wärmedämmverbundsysteme gibt es nicht nur mit Styropor, sondern auch mit mineralischen Dämmstoffen. Sie bieten beste Brandschutz- und Schallschutzqualitäten. Beim Mineralwolle-WDVS werden Steinwolle-Dämmplatten direkt auf die tragende Außenwand oder bei Modernisierungen auf den vorhandenen Putz geklebt und gedübelt.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade
Die vorgehängte hinterlüftete Fassade ist eine Alternative zum WDVS. Sie ermöglicht interessante Designvarianten. Das System besteht aus einer Fassadenbekleidung mit Unterkonstruktion und der Mineralwolledämmung. Unterkonstruktion und Dämmung werden direkt auf die Wand montiert. Dann wird ein Hinterlüftungsraum ausgebildet, über den die anfallende Feuchtigkeit abgeführt werden kann. Für die abschließende Außenbekleidung eignen sich z. B. Metall-, Schiefer-, Keramik- oder Natursteinplatten sowie Holz­schindeln.


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