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Bildungscampus Berresgasse

© PSLA Architekten / Visualisierung: ISOCHROM
Der Bildungscampus Berresgasse ist das zweite Projekt aus der Reihe „Campus plus“.
© PSLA Architekten / Visualisierung: ISOCHROM

Sozialer Austausch durch Vernetzung

2019 geht in der Berresgasse in Wien-­Donaustadt ein neuer Bildungscampus in Betrieb. Er besteht aus einem zwölfgruppigen Kindergarten, einer 17-klassigen Ganztagsvolksschule, einer 12-klassigen ganz­tägigen Neuen Mittelschule sowie zwei Förderklassen und zwei Basalen Klassen samt Therapiebereich, Dreifachturnhalle und Gymnastiksaal. Geplant wurde der Bildungscampus von PSLA Architekten aus Wien, die den zweistufigen, EU-weit offenen Architekturwettbewerb im Jahr 2015 gewonnen hatten.

Das Projekt besteht im Grundriss aus einem Erdgeschoßsockel, auf dem drei Geschoße mit Bildungsbereichen – BIBER genannt – situiert sind. Dabei handelt es sich um zwei­geschoßige Einheiten mit einem Kinder­garten im unteren Geschoß und der Volksschule im Obergeschoß. Der räumlich-­pädagogische Charakter dieser BIBER ist geprägt von der konzentrierten Anordnung der Räume, die durch mannigfaltige visuelle Verbindungen eine Gemeinschaft unter den Kindern erwecken soll. In der obersten Ebene des Bildungscampus ist die Neue Mittelschule in eingeschoßigen ­BIBERN untergebracht.

Der Entwurf stellt räumliche Synergien zwischen Bereichen für „Kleine“ und „Große“ her. So wird ein motivierendes Miteinander und aktives Nebeneinander möglich sein. Die Geschoße reduzieren sich vom rechteckigen Erdgeschoß bis zum stark gegliederten Baukörper im dritten Obergeschoß (Neue Mittelschule) – dadurch entstehen großzügige Terrassen, die dem unmittelbaren Spielen, Lernen und Begegnen im Außenraum dienen. Im Erdgeschoß und Untergeschoß befinden sich die gemeinsam genutzten Flächen – Mehrzwecksaal, Bibliothek bzw. Mediensaal, Therapiebereich, Dreifachturnhalle und Gymnastiksaal –, die gemeinsame Verwaltung sowie der Bildungsbereich der Kleinkindergruppen und der Förder­gruppen. 1,85 Millionen Euro wurden vom Wiener Bildungsausschuss für die Ausstattung des neuen Standortes in der Berresgasse beschlossen: Vorgesehen sind hier unter anderem interaktive Bildschirme als Ersatz für die herkömmlichen Schultafeln sowie Möbel für die Unterrichts- und Freizeitbereiche und didaktisches Material. Damit sollen Kindern die besten Rahmenbedingungen geboten werden, um mit Freude und Begeisterung zu lernen.

„Campus plus“
Der neue Standort in der Berresgasse ist, nach dem Bildungscampus Friedrich Fexer in der ­Attemsgasse, das zweite Projekt aus der Reihe „Campus plus“. Die Erweiterung des bisherigen Konzepts Campus zum „Campus plus“ ermöglicht es, Kindergärten, Schulen und Freizeitgestaltung unter einem gemeinsamen Dach von Anfang an noch stärker zu vernetzen. Die gruppen- und klassenüber­greifende Zusammenarbeit wird gestärkt, das Angebot der multifunktionalen Bereiche besser genutzt. Kinder bis zu vierzehn Jahren werden an diesem Standort gemeinsam den Tag verbringen können, wodurch ein besserer sozialer Austausch ermöglicht wird. Jeweils vier Schulklassen, zwei Kindergartengruppen und ein Sonderbildungsraum werden in einem ­BIBER zusammengefasst. Eingeplant werden dabei auch mehrere multifunktionale Räume. Die Kinder halten sich dabei nicht ausschließlich in „ihrem“ Klassen- oder Gruppenraum auf, sondern können sich frei bewegen und beispielsweise selbstständig eine andere Gruppe besuchen oder das Angebot des multifunktionalen Bereiches nutzen.

Das dritte „Campus plus“-Projekt ist der zweite Bildungscampus am Nordbahnhof, im Bereich Taborstraße / Leystraße / Schweidlgasse. Geplant vom Architekturbüro Klammer Zeleny ZT GmbH aus Wien, sollen dort bis zu 1600 Kinder in einem Areal von 2,3 Hektar Platz haben. Die ­Fertigstellung ist für den Beginn des Schuljahres 2020/21 geplant. Das Bildungsangebot wird einen 16-gruppigen Kindergarten, 22 ganztägig geführte Volksschulkassen, eine 20-klassige ganztägige Neue Mittelschule, zwei Klassen einer Fachmittelschule, vier Klassen Sonderpädagogik mit Therapie­bereich sowie Turn- und Gymnastiksäle und einen Hauptstandort der Musikschule beinhalten.

Informationen
bildung.wien.at

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