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Bildung ist ein hohes Gut

© Christian Fürthner
Seit 2016 können 400 Kinder die ganztägige Volksschule Pirquetgasse besuchen.
© Christian Fürthner

Um der wachsenden Bevölkerung Wiens ausreichend Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können, müssen dort, wo neue Wohnbauten entstehen, auch zusätzliche Schulstandorte entwickelt werden.

Kinder sind unsere Zukunft. Um ihnen Zukunftschancen bieten zu können, ist eine umfassende und qualitativ hochwertige Bildung sowie Betreuung von größter Wichtigkeit. In Wien müssen, um der dynamisch wachsenden Altersgruppe der sechs- bis 13-jährigen Kinder bis zum Jahr 2025 ausreichend Schulraum zur Verfügung stellen zu können, rund 100 zusätzliche Klassen pro Jahr gebaut werden. Derzeit besuchen rund 112.000 Schülerinnen und Schüler die rund 380 öffentlichen Pflichtschulen der Stadt Wien.
Diese Bestände müssen saniert und modernisiert werden. Gleichzeitig gilt es, neue Standorte dort zu entwickeln, wo auch neue Wohnbauten entstehen. Vor allem in den sogenannten Flächenbezirken entsteht neuer Wohnraum und damit zusätzlicher Bedarf an Schulstandorten. Aber nicht nur in den großen Stadtentwicklungs- und -erweiterungsgebieten, auch in den innerstädtischen Bezirken herrscht Nachholbedarf.

Aus diesen Gründen hat die Stadt Wien die Bildungsinfrastrukturinitiative 2025 ins Leben gerufen, die, auf unterschiedlichen Säulen aufgebaut, die Voraussetzungen schafft, den Bedarf an Bildungsinfrastruktur zu decken. Ein wesentlicher Baustein ist dabei das „Bildungseinrichtungen-Neubauprogramm 2012 bis 2023“. Schwerpunkt ist die Umsetzung des „Campus plus“-­Konzeptes, wofür Investitionen von insgesamt 700 Millionen Euro vorgesehen sind. Dieses auf dem bisher bewährten Wiener Campusmodell aufbauende Konzept sieht eine noch stärkere Vernetzung von Kindergarten, Schule und Freizeit vor. Schulklassen und Kindergartengruppen werden zu gemeinsamen Bildungsbereichen mit multifunktionalen Räumen zusammengefasst. Musikschulen der Stadt Wien, Einrichtungen des Breitensports sowie Jugendzentren werden ebenfalls in dieses Modell eingebunden.

Neue Schulen
Seit dem Schuljahr 2016/17 steht in der Pirquetgasse in Wien-Donaustadt eine vom Wiener Architekturbüro archipel geplante Ganztagsvolksschule mit 17 Unterrichts­räumen für rund 400 ganztägig betreute Kinder zur Verfügung, mit Räumen für technisches und textiles Werken, Bibliothek, Aufwärmküche, Speisesaal und einem großen Turnsaal. Eine am Dach errichtete Bewegungszone mit Kunstrasen, Dachgarten und beschatteter Terrasse schafft multifunktionalen Freiraum und erweitert das Angebot an Bewegungs- und Grünraum.

Ebenfalls in Wien-Donaustadt hat im September 2018 die ganztägige Volks­schule Wagramer Straße eröffnet. Geplant von der Architektin Sne Veselinović, beherbergt das multifunktionale Gebäude nicht nur eine Schule für 225 Kinder, sondern auch ein gefördertes Wohnheim. Entlang der Wagramer Straße bildet der lang­ gestreckte Baukörper eine Bebauungskante zum betriebsamen Straßenraum, während die gartenseitige Kammstruktur nutzbare Freiräume für die Schule ermöglicht. Schul­-
gebäude und Wohnheim sind horizontal klar voneinander getrennt und über sepa­rate Stiegenhäuser erschlossen.

In Planung
Für eine ebenfalls ganztägig geführte Volksschule in der Dreyhausenstraße in ­Wien-Penzing wurde Ende Jänner 2019 ein Architekturwettbewerb abgeschlossen. Das Siegerprojekt stammt von Karl und Bremhorst Architekten aus Wien und ist ein
fünfgeschoßiger Baukörper mit zurück­gesetztem Dachgeschoß, der sich in die Blockrandbebauung einfügt und auf die angrenzende Wohnbebauung Rücksicht nimmt. Die Schule wird aus 17 Klassen ­bestehen, organisiert in vier Bildungsclustern, und neben einem Kreativ- und einem Sportbereich auch eine Küche sowie vier Freiklassen umfassen.

In der Rappachgasse in Wien-Simmering wird im Umfeld der Gasometer bis 2023 ein neuer Bildungscampus entstehen. Auf einer Fläche von rund 18.000 Quadrat­metern sind hier ein zwölfgruppiger Kindergarten, vier sonderpädagogische Bildungs­räume und eine Ganztagsvolksschule mit 17 Klassen geplant. Den ebenfalls im ­Jänner 2019 ­jurierten Realisierungswett­bewerb gewannen POS Architekten aus Wien. Das Projekt sieht einen niedrigen Baukörper nahe am Bahndamm mit kamm­artig ausgreifenden Seitentrakten vor, die das Gebäude über begrünte „Landungsbrücken“ mit der Landschaft verknüpfen. Dadurch entstehen geschützte Außen­räume. Grünraum und Gebäude werden ineinander verzahnt.

Informationen
bildung.wien.at

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