359 Forum
ADVERTORIAL

Beton neu denken

© Verfasser
Concrete Student Trophy 2020 – 1. Preis Hochhaus mit Begrünung: Christian Brügel, Thomas Heinrich, Julia Ober
© Verfasser

Von gemeinsam geplant bis intelligent gedacht – Transformation eines Studentenwettbewerbs

15 Mal stellten sich Studierende von Architektur und Bauingenieurwesen bei der „Concrete Student Trophy“ der Aufgabe, gemeinsam einen Vorentwurf für ein konkretes Bauvorhaben zu erarbeiten. Nun geht der Studentenwettbewerb zum Thema Beton internationale und kreative Wege mit dem Thema: „Beton neu denken“!

ReIMAGINE
Österreich beteiligt sich 2021 erstmals an der Concrete Design Competition, dem internationalen Studentenwettbewerb europäischer Zement- und Betonverbände, der das 10. Mal veranstaltet wird. Ziel ist die Förderung innovativer Arbeiten mit dem Bau- und Werkstoff Beton. Gerade in Architektur und Planung bietet Beton viel Potenzial für Verbesserungen und Entwicklungen. Im Vordergrund stehen nicht formale Gestaltungsaufgaben, sondern die Auseinandersetzung mit dem Material Beton und das Verständnis für seine besonderen Eigenschaften.
Bis zum 4. April 2022 haben Studierende österreichischer Universitäten und Fachhochschulen die Möglichkeit, ihre Projekte zum Thema „ReIMAGINE“ einzureichen. Mit dem Thema sollen die sogenannten 3Rs des Abfallmanagements weitergedacht werden: reduce, reuse, recycle – reimagine! Klima- und Umweltschutz erfordern es, die Art und Weise, wie wir unsere Umgebung nutzen und Fläche verbrauchen, zu überdenken. Die Schonung von Rohstoffen, das Einsparen von Energie und der Druck auf den wirtschaftlich nutzbaren Raum sollten Anlass sein, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern. Mit dem Ziel, das Traditionelle infrage zu stellen und intelligenter zu bauen, soll Beton mit seinen vielen positiven Eigenschaften bestmöglich eingesetzt werden – als Material für die Konstruktion von Elementen, Gebäuden und Strukturen.

Interdisziplinär entwickelte Entwürfe
Im Rahmen des Vorgängerbewerbs Con­crete Student Trophy konnten die Studierenden bereits 15 Mal ihre Innovationskraft unter Beweis stellen. Der Wettbewerb wurde stets in enger Kooperation mit der TU Graz und der TU Wien abgewickelt, Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb war stets auch die Teilnahme an einem Seminar. Eingereicht wurden dann die interdisziplinär entwickelten Entwürfe, bei deren Gestaltung und Konstruktion der Werkstoff Beton eine wesentliche Rolle spielen musste. 2020 war die Aufgabe beispielsweise ein begrüntes Hochhaus in der Seestadt Aspern, davor wurden Brücken, Fischaufstiegshilfen, Markthallen interdisziplinär von angehenden Bauingenieuren und Architekten gemeinsam entworfen. Die mit der Concrete Student Trophy angeregte interdisziplinäre Zusammenarbeit ist wesentlich für das gegenseitige Verständnis der Disziplinen und Grundlage dafür, den Horizont über die eigene Expertise hinaus zu erweitern.

Hinausdenken über eigene Fachgrenzen
Der Interdisziplinarität wird daher auch im Rahmen der Concrete Design Competition Rechnung getragen, indem ein Sonderpreis für die disziplinenübergreifende Zusammenarbeit und das Hinausdenken über eigene Fachgrenzen vergeben wird. Ein zentrales Thema, auch in der Bauwirtschaft, wird in Zukunft die Kreislauffähigkeit, daher gibt es auch für diese Kategorie einen Sonderaward. Eine hochkarätige und ebenfalls interdisziplinäre Jury unter dem Vorsitz von Architektin Marta Schreieck wird die insgesamt fünf Preise sowie Anerkennungen und attraktive Sachpreise vergeben. Auch der anerkannte Wirtschaftsforscher Stefan Schleicher, Professor am Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel und am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Karl-Franzens-Universität, ist Teil des Jurygremiums, weiters Experten und Expertinnen für Baukultur und nachhaltiges Bauen, Bauingenieurwesen, Öffentlichkeitsarbeit und natürlich mit Hintergrundwissen aus der Zement- und Betonbranche.
An der CDC 10 nehmen – neben Österreich – auch Belgien, Deutschland, Irland und die Niederlande teil, die gemeinsam auch die CDC 9 zum Thema „Form Works“ ausgerichtet hatten. Einreichung und Jurierung sind jeweils national organisiert. International ausgetragen wird eine Master Class, zu der jedes Land fünf Preisträger entsendet. Die CDC 9 war diesbezüglich – wie so viele andere Aktivitäten und Veranstaltungen – massiv von der Covid-19-Pandemie betroffen. Nach einer Verschiebung um ein Jahr konnte die Master Class auch im Sommer 2021 nur virtuell durchgeführt werden. Ende Oktober 2021 wurden dann alle Preisträger zu einem Treffen in Dublin eingeladen, bei dem die Ergebnisse aus dem Online-Event vorgestellt wurden. Der internationale Wettbewerbskoordinator Siebe Bakker hatte sich für das Event im August ein ausgefeiltes Design überlegt, bei dem aus der Distanz sowohl Entwurfsprozesse als auch Herstellungsmethoden getestet und erforscht werden konnten. Die international zusammengestellten Studententeams erstellten mit Designprogrammen Vorlagen für den 3D-Druck von Schalungen, mit CNC-geschnittenem Schaumstoff und mittels CNC-Fräsen. Das Format war auf die maximale Größe der zur Verfügung stehenden Maschinen beschränkt. Beim erstmaligen realen Zusammentreffen in Dublin konnten die Studententeams die reellen Ergebnisse ihrer Arbeiten erstmals hands-on bewundern und in Präsentationen ihre Entwurfsideen erläutern.

Hands-On-Workshop in Kassel
Die Master Class im Sommer 2022 ist wieder in Präsenz geplant, Ende August 2022 für sechs Tage in Kassel. Eine Verzahnung mit der gleichzeitig stattfindenden Documenta wird ins Auge gefasst. Der Hands-on-Workshop in Kassel findet in enger Koopera­tion mit G.tecz statt, einem Entwicklungs- und Forschungsdienstleister für zementgebundene Hightech-Materialien. Die Master Class wird im Labor von G.tecz veranstaltet und die Teilnehmer werden vor Ort viele innovative Fertigungs­möglich­keiten kennenlernen.
Die Einreichung zur Concrete Design Competition steht heuer allen Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Umweltingenieurwissenschaften, Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Raumplanung, Landschaftsplanung, Design und verwandter Disziplinen offen. Die Veranstalter und die Jury blicken diesmal gespannt einem vielfältigen Spektrum an Einreichungen entgegen. 

Der Artikel als PDF


Visualisierungen: Architekten Franz und Sue ZT GmbH/ Schenker Salvi Weber ZT GmbH

Auf dem Wettbewerbsgrundstück sollen Büroflächen vornehmlich zur Nutzung durch die BSR entstehen.

Weiterlesen

Ausstellung DAM Frankfurt, 10. November 2022 – 22. Januar 2023

Weiterlesen
© hali

hali Büromöbel bekommt zwei neue Geschäftsführer: Daniel Erlinger als Chief Financial Officer und Mario Helfenschneider als Chief Technology/Chief…

Weiterlesen
Alle Fotos: © Richard Watzke

Pünktlich zum 750. Bestehen wurden die Natursteinböden im Schloss Marchegg sorgfältig erneuert.

Weiterlesen

Der ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich entwickelte ein Rechenmodell zur Prognose des Schallschutzes von ein- und mehrschaligen…

Weiterlesen
© Peter Oswald & Daniel Sostaric
Menschen

STUDIO WG3

„It‘s all about details.“

Weiterlesen
© Martin Steiger

Klaus Baringer heißt der neue Obmann des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV).

Weiterlesen
Alle Fotos: © Chris Mavric

Bei der Generalsanierung des Wiener Gartenbaukinos stand die Rückführung in den von Robert Kotas 1960 hinter­lassenen Originalzustand im Vordergrund.…

Weiterlesen
Foto: Felix Pitscheneder © Peikko

In den Vorhallen der hinduistischen Tempel ist jede Säule ein Einzelstück. So ist es auch in der offenen Säulenhalle STOA169 in der Nähe des…

Weiterlesen
Alle Fotos: © Karin Lernbeiß

Graz Museum Schlossberg / Studio WG3

Weiterlesen

Termine

Best High-Rises 2022/23

Datum: 10. November 2022 bis 22. Januar 2023
Ort: Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main

Mehr Termine

Abonnement und Mediadaten

Sie wollen die führende österreichische Fachzeitschrift kennen lernen?
Sie wollen sich über Erscheinungstermine, Schwerpunkte und Werbemöglichkeiten informieren?

Hier sind Sie richtig.  

Abonnement

Mediadaten

Anmeldung zum Newsletter

Frau / Mrs  Herr / Mr