357 Immobilien

Bedarf an hochwertigen Flächen

© Swissport/DLH-Renderhouse
Der neue SkyLog Park Vienna ist Teil des Logistikzentrums e-Log Park Vienna South und soll im vierten Quartal 2021 fertigstellt werden.
© Swissport/DLH-Renderhouse

Der Büroimmobilienmarkt wird sich infolge der Corona-Krise nachhaltig ändern, hybride Bürokonzepte und sanierte Objekte liegen im Trend. Der Logistiksektor profitiert vom Onlinehandel.

Der Trend zum hybriden Arbeiten wird die Arbeitswelt weiterhin und nachhaltig prägen. Stefan Wernhart, Geschäftsführer der EHL Gewerbeimmobilien GmbH: „In Zukunft werden nicht zwingend weniger Büro­flächen, aber vielfach ganz andere, hybride Bürokonzepte benötigt werden, die das Büro zu einem Ort der Kooperation, Innovation und Kreativität machen. Dazu müssen sie für die Mitarbeiter so attraktiv gestaltet sein, dass sie einen Anreiz bieten, nicht zu viel im Homeoffice zu verbleiben und das Büro als Plattform für den persönlichen Kontakt und Austausch zu nutzen.“ Auch der Trend zu hochwertig sanierten Bestandsobjekten werde den Markt daher weiterhin prägen, glaubt Wernhart. Hochwertige Refurbishments werden im heurigen Jahr einen Anteil von 45 Prozent erreichen. Beispiele dafür sind das Doppio Due (ca. 6000 m2) sowie das Haus am Schottentor (ca. 14.500 m2) in Wien. Die Neuflächenproduktion bleibt aber mit rund 82.000 Quadratmetern auch 2021 weiterhin verhalten. Die Bürosuchen konzentrieren sich derzeit weitgehend auf perfekt erschlossene und repräsentative Bürocluster.

Auch Steven Bill Scheffler, Teamleiter Büroflächen bei OTTO Immobilien, geht davon aus, dass das Büro auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Daseinsberechtigung haben werde, wenngleich die Anforderungen der künftigen Nutzer deutlich steigen und Entscheidungen risiko­averser getroffen werden. „Unternehmen kalkulieren ihren Flächenbedarf nachhaltiger, was auch zu Verschlankungen führen kann“, meint Scheffler.

Der Logistiksektor gehörte zu den wenigen Branchen, die von der Pandemie profitiert haben. Laut einer Erhebung des Immobiliendienstleisters CBRE Österreich beläuft sich die Leerstandsrate aktuell auf nur 1,6 Prozent und konzentriert sich vornehmlich auf den Norden Wiens und das nördliche Umland. Dieser sehr niedrige Wert verdeutlicht den großen Bedarf an gut gelegenen und modernen Lagerflächen, meint man beim Unternehmen. Aufgrund des rasanten Wachstums des Onlinehandels und des lokalen Lagerbedarfs sei die Nachfrage nach Logistikflächen spürbar angestiegen, zudem stehe die Industrie- und Logistikbranche vor weiteren großen Umbrüchen. Lieferkettenmodelle ändern sich ständig, um den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Immobilien­spezifische und externe Faktoren sorgen für Herausforderungen in Bezug auf das Wachstum und den zukünftigen Geschäftsbetrieb der Unternehmen. Die Kosten und die finanziellen Bedingungen, die an neue Logistikimmobilien geknüpft sind, sowie umwelttechnische Genehmigungen und aktuell teils unflexible Mietkonditionen gehören laut CBRE European Logistics Occupier Survey 2021 zu den größten Herausforderungen. Die Umwandlung von Logistikflächen zugunsten anderer Nutzungen wird hingegen kaum mehr als drängendes Problem der Befragten genannt. 

Der Artikel als PDF


Ausstellung DAM Frankfurt, 10. November 2022 – 22. Januar 2023

Weiterlesen
© hali

hali Büromöbel bekommt zwei neue Geschäftsführer: Daniel Erlinger als Chief Financial Officer und Mario Helfenschneider als Chief Technology/Chief…

Weiterlesen
Alle Fotos: © Richard Watzke

Pünktlich zum 750. Bestehen wurden die Natursteinböden im Schloss Marchegg sorgfältig erneuert.

Weiterlesen

Der ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich entwickelte ein Rechenmodell zur Prognose des Schallschutzes von ein- und mehrschaligen…

Weiterlesen
© Peter Oswald & Daniel Sostaric
Menschen

STUDIO WG3

„It‘s all about details.“

Weiterlesen
© Martin Steiger

Klaus Baringer heißt der neue Obmann des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV).

Weiterlesen
Alle Fotos: © Chris Mavric

Bei der Generalsanierung des Wiener Gartenbaukinos stand die Rückführung in den von Robert Kotas 1960 hinter­lassenen Originalzustand im Vordergrund.…

Weiterlesen
Foto: Felix Pitscheneder © Peikko

In den Vorhallen der hinduistischen Tempel ist jede Säule ein Einzelstück. So ist es auch in der offenen Säulenhalle STOA169 in der Nähe des…

Weiterlesen
Alle Fotos: © Karin Lernbeiß

Graz Museum Schlossberg / Studio WG3

Weiterlesen
© Architekturbüro Reinberg

„Architektur für eine solare Zukunft“

Weiterlesen

Termine

Best High-Rises 2022/23

Datum: 10. November 2022 bis 22. Januar 2023
Ort: Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main

Mehr Termine

Abonnement und Mediadaten

Sie wollen die führende österreichische Fachzeitschrift kennen lernen?
Sie wollen sich über Erscheinungstermine, Schwerpunkte und Werbemöglichkeiten informieren?

Hier sind Sie richtig.  

Abonnement

Mediadaten

Anmeldung zum Newsletter

Frau / Mrs  Herr / Mr