371 Bauwelt

Bauen der Zukunft

© René Dürr
Mehrfamilienhaus 2226 Lustenau (Planung: Baumschlager Eberle Architekten): Haus ohne Heizung und Kühlung
© René Dürr

Die Plattform ReConstruct präsentierte Best-Practice-Beispiele als Vorbilder für zukunftsfähiges Bauen.

von: Redaktion

Ein sauberer Planet für alle: Das herausfordernde EU-Ziel einer klimaneutralen Gesellschaft, zu dem sich Österreich bereits für 2040 bekannt hat, erfordert radikale Veränderungen. Im Fokus stehen dabei Baustoffe, deren Wertschöpfungskette sowie ein evolu­tionäres Management. Um all das zu verwirklichen, wurde die Forschungsplattform ReCons­truct ins Leben gerufen. Partner sind WIFO, Sustainserv Zürich – Boston, Center for European Policy Studies Brüssel, Wegener Center an der Universität Graz, gefördert wird die Plattform vom Fachverband Steine Keramik.

Bei einer internationalen Expertendiskussion der Plattform im Oktober standen Fragen zur nachhaltigen Transformation des Bauens im Fokus. Die zentrale Fragestellung war, welche Baukonzepte für die Gesellschaft notwendig sind, um den ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen standhalten zu können.

Lasten der Vergangenheit

Diskutiert wurden Konzepte aus Schweden und dem Westen Österreichs. „Sich international umzuschauen ist naheliegend, denn die Herausforderungen an die Baubranche sind in allen europäischen Industrie­ländern ähnlich: Ein gewaltiger Gebäudebestand muss saniert und klimafit gemacht werden. Und neue Gebäude sollen diese Ansprüche von vornherein erfüllen, damit sie keine Hypothek für die nächsten Jahrzehnte, sondern ein Asset sind“, erklärte Christian Egenhofer, Centre for European Policy Studies Brüssel sowie Repräsentant von ReConstruct. 

Schweden: fossiler Ausstieg

Der schwedische Forscher Lars Zetterberg von der Stiftung für strategische Umweltforschung Mistra Carbon Exit zeigte, wie Schweden am Ausstieg aus fossilen Rohstoffen arbeitet. Die Forschung identifiziert die Potenziale in Technik, Wirtschaft und Politik, die mit dem Klimaziel Schwedens verbunden sind. 

Minimale Haustechnik

Wie Energieeffizienz funktionieren kann, zeigte der Bauphysiker Sebastian Nödl. Sein Büro bietet Optimierung durch Unterstützung der Architektur sowie Ersatz der klassischen Haustechnik durch intelligente Software nach dem 2226-Prinzip: Ein Haus ohne Heizung und Kühlung hält eine angenehme Raumtemperatur von 22 bis 26 Grad. Dazu dienen Frischluft und die Wärme von Menschen und Geräten einerseits sowie ein System von Lüftungsklappen andererseits.

Ein Pioniergebäude in Lustenau liefert seit zehn Jahren den praktischen Beweis, dass das Konzept funktioniert. Der jährliche Energieverbrauch ist weniger als ein Drittel dessen, was eine vergleichbare Standardimmobilie benötigt. „2226 steht für ressourcenschonend und reduzierte Kosten – und ist geeignet für Neubau und Gebäudesanierung,“ erklärt Nödl. Die angewandte Technik sei langlebig und brauche keine Updates.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 17 der aktuellen Ausgabe 371-6/2023 oder am Austria Kiosk!


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