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Balkrishna Doshi

© Courtesy of VSF
Balkrishna Doshi, Pritzker-Architekturpreisträger 2018
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„Meine größte Entdeckung war, dass ich die Freiheit gefunden habe.“

Er wird im August 91 Jahre alt und kannte sie alle: Le Corbusier, Louis Kahn, Frank Lloyd Wright, Buckminster Fuller und Antonì Gaudi. Der diesjährige Pritzker Preisträger 2018, Balkrishna Doshi, kam 1927 im indischen Pune zur Welt und wurde in eine weitverstreute Familie hineingeboren, die sich bereits seit zwei Generationen mit Möbelbau auseinandergesetzt hatte. Schon von Kindesbeinen an hatte er ein gutes Gefühl für Proportionen und wurde von einem Lehrer an die Architektur herangeführt. Im indischen Unabhängigkeitsjahr 1947 begann er sein Studium an der Sir J.J. School of Architecture Bombay (heute Mumbai), die die älteste Institution für Architektur in Indien war.

Zahlreiche außergewöhnliche Momente und Begegnungen prägten sein Leben. Zunächst reiste er per Schiff nach London mit dem Ziel, ein Mitglied des RIBA (Royal Institute of British Architects) zu werden. Später führte ihn sein Weg nach Paris und er begann für Le Corbusier zu arbeiten. 1954 kehrte es nach Indien zurück, um dort Le Corbusiers Projekte in Chandigarh und Ahmedabad (Mill Owner´s Association Building und Shodhan House) zu betreuen. 1956 engagierte Doshi zwei Architekten und gründete sein eigenes Studio Vastushilpa, das später in Vastushilpa Consultants umbenannt wurde und heute fünf Partner und sechzig Mitarbeiter beschäftigt. Seit seiner Gründung wurden mehr als 100 Projekte realisiert. Ab 1962 kollaborierte er mit Louis Kahn – diese Zusammenarbeit sollte über zehn Jahre lang dauern.

Inspiriert durch die Lektionen von westlichen Architekten schmiedete er an seiner eigenen künstlerischen Vision mit einer tiefen Ehrfurcht vor dem Leben, der östlichen Kultur und den Naturgewalten, um eine persönliche Architektur zu schaffen, die mit Sehenswürdig­keiten, Geräuschen und Erinnerungen aus seiner Vergangenheit verbunden war. Alles mündet in seiner Architektur: Der tiefe Respekt für indische Geschichte und Kultur, sämtliche Elemente seiner Jugend wie die Erinnerungen an Schreine, Tempel und die belebten Straßen, aber auch die Düfte von Lack und Holz in der Möbelwerkstatt seines Großvaters.

Was ich …
von Kahn gelernt habe, ist die Suche nach Stille, was ich von Corbusier gelernt habe, ist Lyrik, was ich von Wright gelernt habe, ist den Ort zu umarmen, und was ich von Gaudi gelernt habe, ist die hohe Qualität von fließenden Innen- und Außenräumen.


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