354 Interior Design

Alles im Fluss

© Dornbracht
Das System Dornbracht Touchfree
© Dornbracht

Das Ziel ist das gleiche: Strom und Wasser sparen und perfekte hygienische Verhältnisse schaffen. Und trotzdem gibt es eine Vielfalt an berührungslosen Armaturen, die einem die Wahl nicht gerade einfach macht.

von: Barbara Jahn

Oft wurde darüber schon berichtet, doch es ist ein immer wiederkehrendes Thema, das noch nicht zu Ende gedacht ist. Warum das so ist? Ganz einfach: Es ist wichtiger denn je. Denn der Klimawandel schwebt immer noch wie ein Damoklesschwert über uns und eine gewisse Pandemie hält die Welt zusätzlich in Atem. Unter dem Strich genug Gründe, auch im Design entsprechend zu reagieren.

Händewaschen mit gutem Gewissen
Der Sanitärbereich ist geradezu prädestiniert, aktiv etwas Positives im Kampf gegen diese Herausforderungen zu tun. Zum einen können Armaturen einen wertvollen Beitrag leisten, mit Wasser so sparsam wie möglich umzugehen, um das kostbare Nass nicht sinnlos zu vergeuden – ja, auch im Land der rauschenden Bäche und Seen darf das nicht übersehen werden –, zum anderen gehört es immer mehr zu einer intelligenten Grundausstattung, insbesondere im halböffentlichen und öffentlichen Raum, Armaturen tunlichst als berührungsloses Modell einzuplanen. Letztere schlagen sogar die berühmten zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sind nicht nur hygienischer und tragen so zu einer verminderten Übertragung von Viren, Keimen und Bakterien bei, sondern kontrollieren den Wasserverbrauch, indem sie sich automatisch selbst abschalten.

Mehr als nur ein Wasserhahn
Moderne Armaturen sind längst auch im digitalen Zeitalter angekommen. So sieht etwa Hansa die Armatur als wichtigen täglichen Begleiter, der neueste Technologie in elegantes Design verpackt. Und so gibt es die smarte Antwort auf die täglichen Bedürfnisse, die zudem komfortabel, sicher und nachhaltig ist. Bei den berührungslosen Armaturen von Hansa, die ganz intuitiv bedient werden, fließt das Wasser nur dann, wenn es auch tatsächlich benötigt wird. Die topaktuelle PSD-Sensortechnologie reagiert zielgenau auf die Hand des Benutzers und ihre Position im Raum, vollkommen unabhängig von Umgebungseinflüssen. Durch die präzise Wasserfreigabe wird so der Verbrauch sparsamer und energieeffizient geregelt. Zudem ist die Oberfläche der Armatur weitgehend vom Tropfwasser der Hände geschützt, bleibt länger hygienisch sauber und muss seltener gereinigt werden. Die elektronischen Armatu­ren – übrigens auch das Wellfit­-Duschsystem Hansaemotion – lassen sich über die Hansa Connect App steuern, wobei Tools wie Wasserdurchlaufzeit, Sensorempfindlichkeit oder automatische Hygienespülung per Smartphone und Tablet individuell programmiert werden können. Auch Vola setzt mit seinem unverwechselbaren minimalistischen Look auf optimale Hygiene ohne Hautkontakt: Die Armaturenserie 4311 funktioniert ohne Tempe­ra­tur­einstellung über ein batteriebetriebenes Sensormodul mit voreinstellbarem Erfassungsbereich und Nachlaufzeit, das, wandbündig eingebaut, eine integrierte Hygienespülung aktiviert.

Verführung ohne Berührung
Es ist fast schon vergleichbar mit einer platonischen Beziehung: Völlig kontaktlos – und in diesen Zeiten gar nicht einmal mehr so befremdlich – funktioniert auch der Axor Starck Organic Elektronik-Waschtisch­mischer. Er aktiviert sich über einen Infrarot-­Näherungssensor und verfügt über einen manuellen Temperaturregler, einen seitlichen Mischhebel sowie eine aktivierbare Hygienespülung. Der Infrarot-Technik bedient sich auch die Waschtischarmatur Senso von Conti+, die über einen sensitiven Raindrop-Strahlregler einen Komfort-­Wasserspar-Strahl generiert, der zusätzlich attraktiv mit LED weiß beleuchtet wird. Wasser fließt auch hier nur, so lange es gebraucht wird. Komfortable Wassersteuerung ohne sichtbaren Sensor bietet hingegen das System Dornbracht Touchfree, das auf einer aktiven Bewegungserkennung basiert. Die Armatur ist mit allen Serien von Dornbracht kombinierbar und wurde insbesondere für den halböffentlichen Bereich entwickelt. Neben der berührungslosen Steuerung verspricht Touchfree hohen Komfort und bietet maximale Gestaltungfreiheit für Architekten, Innenarchitekten und Planer. Anwendbar ist dieses reduzierte Badarmaturendesign neben Waschtisch auch für Badewanne und Dusche.

Individualität in Serie
Als elegante Wandeinbau-Lösung präsentiert sich die Kollektion Zenta von Kludi, die mit ihrem klaren, schlanken, geradlinigen Design aus architektonischen Körpern hervorsticht. Mit hygienischer Reinigung, gesteuert mit ausgefeilter Sensortechnik, sorgt sie insbesondere in öffentlichen und halböffentlichen Gebäuden wie Schulen, Büroobjekten, Raststätten, Veranstaltungsorten und in der Gastronomie für größtmögliche Hygiene. Ein unbeabsichtigtes Auslösen, beispielsweise durch Wassertropfen auf dem Sensorfeld oder Passanten, wird durch die intelligente Funktion wirksam verhindert. Aber auch im Privatbereich kommt Zenta in Kombination mit Rosetten in rund und Soft-Edge zum Einsatz. Das Sensorfenster ist passend zum Er­scheinungsbild der Armatur ebenso als Soft­-Edge ausgeführt. Aus hochwertigem Gussmessing gearbeitet und mit einer blitzenden Chromschicht überzogen, eignet sich die Wandlösung überall dort, wo höchste Hygiene, Robustheit, Reinigungsfreundlichkeit und sparsamer Umgang mit Wasser gefragt sind. Über eine optionale Fernbedienung lassen sich jedoch Sensorreichweite, Nachlaufzeit und Zeitintervall für die Hygienespülung jederzeit individuell anpassen – perfekt für Hotels und überall dort, wo nur eine Einstellung für wechselnde Nutzer gewünscht ist.

Schlank und schlau
Für Geberit hat das Londoner Designstudio Christoph Behling Design das Armaturenmodell Brenta gestaltet, das sich durch eine besonders schlanke, zeitlos elegante Formgebung auszeichnet. Erhältlich als Wand- oder als Standarmatur und in zwei verschiedenen Längen lässt sich die Serie aus verchromtem Messing mit nahezu jedem Waschtischdesign kombinieren, um der Vielzahl an möglichen Kombinationen Rechnung zu tragen. Die Vorteile liegen im Auge des Betrachters: Bei den Standarmaturen ist der Abstand zwischen Wasserauslauf und Waschtisch höher als allgemein üblich. Durch den optimierten Winkel des Strahls kann der Benutzer die Hände ergonomischer und ohne unerwünschte Berührungen mit Waschbecken oder Armatur waschen. Wandarmaturen sind in öffentlichen und halböffentlichen Sanitärräumen die überlegene Lösung. Neben einer ansprechenderen Ästhetik bieten sie gegenüber konventionellen Standlösungen mehr Platz beim Händewaschen und verbessern so die Hygiene.

Weniger für mehr
Berührungslos und zudem auch noch platzsparend ist Airblade Wash + Dry von Dyson, eine raffinierte Kombination aus Armatur und Handtrockner. Der Wechsel von nass zu trocken vollzieht sich vollautomatisch und spart nicht nur Wasser, sondern auch jede Menge Papierabfall. Mit der Airblade-Technologie streifen die Luftströme das Wasser mit hoher Geschwindigkeit von der Haut ab und trocknen innerhalb von 14 Sekunden ohne energiefressende Heizfunktion. Zusätzlich sorgt ein HEPA-Filter für reine Luftverhältnisse. So und nicht wirklich anders – haben wir denn eine Wahl? – können wir die Herausforderungen, aktuelle und solche, die noch auf uns zukommen, meistern.

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Quelle: Screenshot

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