336 Interior Design

Staatsoper Berlin: Neuer Glanz

© Marcus Ebener
hg merz architekten orientierten sich bei der Sanierung der Staatsoper Berlin am klassizistischen Ursprungsbild.
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© Grohe
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Von 2010 bis Oktober 2017 wurde die Berliner Staatsoper Unter den Linden, eine der großen Prestige­bauten des Boulevards zwischen Brandenburger Tor und Museumsinsel, saniert.

Das Architekturbüro hg merz architekten mit Sitz in Stuttgart und Berlin ist auf den Umbau und die Erweiterung historischer Gebäude spezialisiert und hat in Berlin die Alte Nationalgalerie und die Staatsbibliothek renoviert. Die Linden­oper wurde auf Geheiß König Friedrich II. durch den Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff er­richtet. Im städtebaulichen Ensemble des Forums Fridericianum kombinierte Knobelsdorff das ursprüng­liche neopalladianische Langhaus mit verspielten Rokoko-­Dekorationen im Innenraum. Eröffnet 1742, erlebte die Staatsoper in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche Umbauten, unter anderem bedingt durch Brände, Kriegsschäden und veränderte bauliche Anforderungen.

hg merz orientierten sich bei der Sanierung am Gestaltungskonzept des Architekten Richard Paulick, der die Staatsoper nach dem Krieg 1952–55 im Sinne von Knobelsdorff wiederaufbaute. Paulick hatte mit seinem Entwurf die Sünden der Kaiserzeit behoben: den Bühnen­turm verkleinert und die Fassade wieder auf die klassizistische Ausprägung nach Knobelsdorff zurückgeführt.

Um die Abläufe für den Spielbetrieb zu optimieren, wurde die bauliche Gestaltung umfassend neu geplant. Dazu gehörten Maßnahmen wie die Entkernung des Bühnenhauses oder die Erweiterung zur Kreuzbühne, die neu abgedichtet und mit zusätzlichem Tragwerk versehen wurde. Behutsam saniert wurde auch der Zuschauerbereich samt Umgängen sowie das Intendanzgebäude. Das Probenzentrum erhielt eine komplett neue innere Struktur, behielt jedoch seine historische Fassade: Zwei Drittel des ehemaligen Magazingebäudes mussten weichen, der Neubau verfügt fortan über zwei große Probensäle sowie kleinere Probenräume. Ein unterirdisches Bauwerk verbindet das Proben­zentrum mit der Oper und dient auch als Transportweg für die Bühnendekoration und Werkshalle. Die Saal­decke wurde um fünf Meter angehoben, wodurch eine Nachhallgalerie entstanden ist, die die historische Dachgeometrie mit einbezieht.

Um den Komfort für Besucher und Künstler zu er­höhen, wurden auch bei der Ausstattung der Sanitärräume keine Kompromisse bei Design und Qualität gemacht. Mit dem Hersteller Grohe fanden die Architekten einen Partner, dessen Produktlinie vielfältig in Kulturbauten eingesetzt werden kann. Besonderes Augen­merk legten die Planer zudem auf die Ausstattung der barrierearmen Sanitärräume für Besucher: Hier wurden Spezial Waschtisch-Armaturen mit einem nach oben geformten Betätigungshebel installiert.

Informationen
grohe.de


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