335 Wettbewerbe

Schulcampus ­Vöcklabruck, Oberösterreich

© Urmann Radler Architekten
© Urmann Radler Architekten

Auftraggeber: Innviertler Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft reg. Gen.m.b.H., Riedauer Straße 28, 4910 Ried im Innkreis

Wettbewerbsorganisation und Vorprüfung
Architekturbüro Pitschmann, Arch. DI Ernst Pitschmann, Museumstraße 20, 4643 Pettenbach, und RAUM.WERTcc, Arch. DI Ursula Spannberger, Wolf-Dietrich-­Straße 12/3, 5020 Salzburg

Art des Wettbewerbs
Geladener einstufiger Realisierungswettbewerb

Gegenstand des Wettbewerbs
Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten mit anschließendem Verhandlungsverfahren für das Projekt Schulcampus Vöcklabruck. Dieser umfasst die Polytechnische und die Pestalozzischule mit Hort am Areal des ehemaligen Landeskrankenhauses.

Beurteilungskriterien
Funktionelle, städtebauliche, architektonische, ökonomische und ökologische Kriterien

Teilnehmer
24 Architekturbüros

Preisgerichtssitzung
8. November 2017

Preisgericht
Fachpreisrichter: Arch. DI Klaus Leitner und Arch. DI Alexa Zahn (Ziviltechnikerkammer), Arch. DI Heinz Ploederl (Gestaltungsbeirat), HR DI Manfred Sabo (Land OÖ)
Sachpreisrichter: Bgm. Mag. Herbert Brunsteiner, Vizebgm. Michael Habenschuß, Stadtrat Herbert Theil, Gerhard Till (alle Stadt Vöcklabruck

1. Preis
Projekt 16
Urmann ­Radler ­Architekten ZT GmbH, Linz
Gegründet 2005
urmannradler.at
Mitarbeit: DI Jan Schrader, DI Thomas Aufreiter, Laurent Perfler

Projektbeurteilung (Auszug aus dem Juryprotokoll)
Dreiflügeliger, zwei- bis dreigeschoßiger Baukörper, der offensichtlich die Grundrissform des OKH aufnimmt. Das Gebäude ist weitgehend unterkellert, wobei der im Untergeschoß situierte, große Turnsaal das Erdgeschoß als Luftraum nutzt. Die Bus­zufahrt und die Haupterschließung der Stellplätze erfolgt von der Salzburger Straße aus, eine weitere Ausfahrt führt in den Nordteil der Krankenhausstraße. Durch die Lage der beiden Baukörper Schule/OKH bleibt im Südosten des Grundstückes eine zusammenhängende Freifläche, die auch die Wasserfläche der Gartenschau übernimmt. Der Y-förmige Baukörper ist städtebaulich gut gesetzt, die eigenständige Form wird als gute Ergänzung zum bestehenden OKH gesehen.
Im heterogenen städtischen Raum wird einerseits der Bereich des Kreisverkehrs mit einer Raumkante definiert, andererseits werden die Straßenräume der Salzburgerstraße und der Schubertstraße gefasst. Der minimierte Fußabdruck des Gebäudes am Grundstück und seine Situierung daselbst erhält die Großzügigkeit des Freiraumes.Die Erhaltung des Wasserbeckens führt dieses Geschichtsdokument einer neuen Nutzung zu. Schulzugang und Erschließung werden positiv beurteilt, eine „Kiss and Ride Zone“ sowie eine Wegführung von der Bushaltestelle zum Haupteingang wären zu ergänzen. Im Inneren bildet das zentrale Stiegenhaus ein erlebnisreiches Verbindungs­element der einzelnen Geschoße. Verbesserungswürdig erscheint dem Preisgericht die Belichtung der Räume im Untergeschoß. Hier wird an neu­ralgischen Stellen die Anordnung von Licht­höfen angeregt. Die einzelnen „Cluster“ wirken gut dimensioniert und lassen im täglichen Gebrauch eine gute Nutzungsqualität erwarten. Aufgrund der Kompaktheit des Baukörpers und der klaren Strukturierung lässt das Projekt wirtschaftlich günstige Bau- und Erhaltungskosten erwarten. Das Projekt stellt einen eigenständigen Beitrag zum Schulbau dar, der anerkannt und gewürdigt wird.

2. Preis
Projekt 5
Gärtner + ­Neururer ZT GmbH, Vöcklabruck
Gegründet 1999
gärtner-neururer.at
Mitarbeit: DI Cinta Gomez, DI Caroline Pflügl BSc., DI Anna Gärtner

3. Preis
Projekt 8
Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH,Wien
Gegründet 2002
kub-a.at

Mitarbeit: Caroline Faber BSC., DI Tamás Horvath, Marijana Klasan, DI Katharina Puxbaum

Die ausführliche Dokumentation finden Sie in der Ausgabe 335. Zu bestellen unter www.wettbewerbe.cc/abo


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