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Michael Wallraff: Ausstellung
5. Oktober 2011 bis 4. März 2012 / MAK-Galerie, MAK, Stubenring 5, 1010 Wien
Mit seinen städtebaulichen Visionen sprengt Michael Wallraff tradierte Szenarien der horizontalen Stadtentwicklung. Seit Jahren beschäftigt sich der Wiener Architekt intensiv mit der Nutzung vertikaler Räume im Stadtgefüge und schafft mit prototypischen öffentlichen Freiflächen in dicht besiedelten urbanen Strukturen neue Dimensionen sozialer Interaktion. Ein Streifzug durch Wallraffs experimentelle Projekte und Ideen ist ab 5. Oktober 2011 in der MAK-Ausstellung „looking up. vertical public space“ zu sehen.
Im MAK ist Wallraff erstmalig eingeladen, seine konzeptuelle Arbeitsweise in einer Einzelausstellung zu präsentieren. Eigens für die MAK-Galerie entwickelt er eine irreguläre Struktur, die wesentliche Prinzipien seiner experimentellen Praxis verdichtet und gleichzeitig als Träger und „tableau public“ für seine Entwürfe zum vertikalen öffentlichen Raum fungiert. Ein Großteil der gezeigten Arbeiten entstand im Rahmen des Projekts „Der vertikale öffentliche Raum“, mit dem Wallraff 2008 eine Förderung der Kreativagentur der Stadt Wien departure gewann. Ergänzend zur Präsentation in der MAK-Galerie dokumentiert die in Kooperation mit departure aufgelegte Publikation „Michael Wallraff. Vertical Public Space“ seine mehrjährige Forschungstätigkeit.
Die MAK-Ausstellung „looking up. vertical public space“ zeigt Entwürfe und Pläne zu neuen Architekturen – darunter auch das Projekt für das Landesberufsschulzentrum Graz St. Peter, dessen in die Vertikale gefaltete Dach- und Fassadenlandschaft einen EU-weit offenen, zweistufigen Wettbewerb für das Büro Michael Wallraff entschied (Fertigstellung 2015) – aber auch Interventionen an historischer Bausubstanz sowie experimentelle Raumkörper. Sie bietet nicht nur Denkanstöße zum architektonischen Potenzial vertikaler räumlicher Ressourcen und zur Integration landschaftlicher Qualitäten in die Stadtplanung, sondern auch zu den sozialen und kulturellen Konsequenzen einer vertikal erneuerten Infrastruktur.
Weitere Informationen: www.MAK.at
